Hochzeitsfotografie

Wie Ihr Hochzeitsfotograf werdet

Moin erstmal,

Im Internet liest man immer wieder so viele falsche Informationen, wenn es um das Thema prüfenHochzeitsfotografie geht. Aus diesem Grund habe ich mich dran gesetzt versucht den ultimativen Guide zu schreiben: So werdet Ihr ein erfolgreicher Hochzeitsfotograf.

In dieser Anleitung zeige ich Euch genau, was es braucht um ein Fotograf zu werden, welches Equipment ihr für den Start benötigt, wie Ihr Eure Nische findet um Euch von der Konkurrenz abzuheben, wie Ihr euren Internetauftritt gestaltet und natürlich wie Ihr Eure Kunden gewinnen könnt! Garantiert!

 

Selbstständigkeit oder Gewerbliche Tätigkeit?

Aber fangen wir mal ganz vorne an! Zunächst solltet Ihr Euch die Frage stellen, ob Ihr selbstständiger oder gewerblich tätiger Fotograf für Hochzeiten sein wollt. Gerade bei der Fotografie sind die Übergänge oft fließend. Hier stellt die Beschreibung Eurer Tätigkeit die Weichen für die steuerliche Einordnung. Vereinfacht ausgedrückt prüft das Finanzamt, ob Ihr primär künstlerisch und kreativ arbeitet oder eben gewerblich. Legt Ihr Euren Schwerpunkt auf die Hochzeitsfotografie, ist das im Regelfall eine handwerkliche Tätigkeit und nicht künstlerisch, kreativ. Das ist u.U. aber auch von Eurem Bildstil und weiteren fotografischen Tätigkeiten abhängig. Hierzu später mehr.

Hochzeitsfotograf Osnabrück

Vorteile freiberuflicher Fotografen

Im Gegensatz zu gewerbetreibenden Fotografen, genießt Ihr als Freiberufler einige Privilegien, die Euch zahlreiche Formalien erspart:

  • Ihr zahlt keine Gewerbesteuern,
  • Ihr habt keine Verpflichtung zu einer Mitgliedschaft in der Handwerkskammer,
  • Eure Gewinnermittlung ist mittels Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) stark vereinfacht,
  • Ihr braucht keine Bilanz erstellen und
  • Ihr habt keine formelle Anmeldeprozedur beim Finanzamt

Das heißt natürlich nicht, dass Ihr Eure Erwerbstätigkeit nicht trotzdem anmelden müsst! Es genügt aber einen formlosen Antrag bei Eurem zuständigen Finanzamt zu stellen, damit Ihr steuerlich erfasst werdet. Das Amt prüft dann, ob eure Fotografie nun einer künstlerischen Tätigkeit entspricht. Falls Ihr Euch mit dem Finanzamt uneinig seid oder schlicht eine Einordnung unklar ist, wird meist ein Gutachter beauftragt. Der Maßstab ist die „künstlerische Höhe“ Eurer Arbeit. Seid Ihr einmal als freischaffender Künstler anerkannt, könnt Ihr dauerhaft, freiberuflich als Fotograf tätig sein. Seid Ihr ausschließlich als Hochzeitsfotograf tätig, wird Euch das Finanzamt vermutlich nicht als Künstler anerkennen. Als Faustregel, gilt: Fotografiert Ihr erst nachdem Ihr einen Auftrag erhalten habt, seid Ihr ein gewerblicher Hochzeitsfotograf; arbeitet Ihr vorher (z.B. Fotografiert Ihr Landschaften, Menschen, Städte) stehen Eure Chancen gut, als Künstler anerkannt zu werden.

Fotograf Hochzeit Osnabrück

 

Mischformen

Manche Fotografen beschreiten einen Mittelweg, um die Vorzüge der freiberuflichen Arbeit nutzen zu können, aber ein Gewerbe anmelden müssen. In diesem Fall ist es möglich, Eure Tätigkeiten steuerlich unterschiedlich zu erfassen. As geht aber nur dann, wenn diese klar voneinander abzugrenzen sind. Der künstlerische Teil Eurer Fotografie ist dann von der Gewerbesteuer befreit, der eindeutig handwerkliche Teil Eurer Fotografie wird dann zusätzlich besteuert. Die Voraussetzung hierfür ist eine saubere, buchhalterische Trennung Eurer Einkünfte.

Arbeitet Ihr als Portrait-, Boudoir- und Hochzeitsfotograf übt Ihr beispielsweise eine typisch handwerkliche Tätigkeit aus, wenn Ihr die Bilder später entwickeln und verkauft. Pressefotografen sind meist Freiberufler. Etwas fummelig wird es, wenn Eure Arbeit „untrennbar gemischt“ gilt.

Beispiel: Ihr stellt Eurem Kunden eine gesamtheitliche Arbeitsleistung in Rechnung. In diesem Fall zahlt Ihr Eure Gewerbesteuern auf den Gesamtbetrag.

Hochzeitsfotograf Osnabrück

 

Der gewerbliche (Hochzeits-) Fotograf

Spezialisiert Ihr euch darauf Hochzeiten zu fotografieren und somit reine Auftragsarbeiten auszuführen seid Ihr hauptsächlich handwerklich tätig. Ihr werdet also vermutlich als gewerbetreibender Fotograf eingestuft. In diesem Fall, ist der Gang zum Gewerbeamt erforderlich. Ob Ihr ein Einzelunternehmen, eine GbR oder eine GmbH gründet, sichtet sich nach Eurer Geschäftsidee und Eurem individuellen Businessplan. Tipp: Wenn Ihr nicht direkt Euren Hauptjob an den Nagel hängen wollt. Könnt Ihr ein Kleingewerbe anmelden. Das wird für die ersten Monate Eurer Tätigkeit als Hochzeitsfotograf langen und Ihr könnt so auch den Vorteil der vereinfachten Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) nutzen. Der Nachteil: Ihr seid nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt. Gerade, wenn Ihr in der Anfangszeit einiges an Equipment anschaffen müsst, kann da schnell eine größere Summe zusammenkommen.

Ob Euer Gewerbe dann der Industrie- und Handelskammer (IHK) oder der Handwerkskammer zugeordnet wird, entscheidet das Gewerbeamt. In jedem Fall seid Ihr als gewerbetreibender Fotograf aber Beitragspflichtig.

Tipp: Vermeidet unbedingt den Anschein einer Selbstständigkeit. Falls Ihr den größten Teil Eurer Einkünfte durch einen einzigen gewerblichen Auftraggeber erwirtschaftet, kann das Finanzamt im Nachhinein ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis feststellen. Bei der Arbeit als Hochzeitsfotograf droht Euch diese Gefahr natürlich nicht. Viele Fotografen stellen sich allerdings etwas breiter auf. So Fotografieren viele noch Immobilien für Makler oder Kleidung für Kataloge oder Designer.

Fotograf Hochzeit Osnabrück

 

Selbstständiger Hochzeitsfotograf werden

Freiberufler oder Selbstständiger Fotograf?

Versuchen wir also zu klären, ob Ihr nun Freiberuflicher Fotograf seid, oder ein Gewerbe anmelden müsst: selbstständiger Hochzeitsfotograf (und da wird Euer Schwerpunkt liegen, sonst würdet Ihr diesen Guide hier nicht lesen) meldet Ihr ein Gewerbe an.

Geht also zur Stadt und meldet Euer Gewerbe an. Der Spaß kostet Euch je nach Gemeinde zwischen 24 und 60 Euro. Für die Gewerbeanmeldung gibt es ein Formular (i.d.R. auch Online, hier geht’s zur Gewerbeanmeldung der Stadt Osnabrück), in dem Ihr auch Euer Tätigkeitsspektrum angeben müsst. Fasst das Spektrum möglichst breit. Schreibt Ihr dort z.B. Hochzeitsfotografie rein, seid Ihr festgelegt und müsst u.U. eine Gewerbeummeldung vornehmen, wenn Ihr Später noch Bewerbungsfotos oder Imagefilme anfertigen wollt… Schreibt am besten etwas wagen wie „Erstellung von Audio-/Visuellen Medien“ in das Formular. Ich denke Ihr versteht worauf ich hinaus will… In Osnabrück kostet die Gewerbeanmeldung derzeit 31,50 Euro.

 

Der Kleinunternehmer!

Schauen wir jetzt mal aus steuerlicher Sicht auf Euer soeben gegründetes Unternehmen. Ihr werden relativ schnell nach der Gewerbeanmeldung einen „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ vom Finanzamt geschickt bekommen. Das passiert automatisch, ohne dass Ihr etwas tun müsst. Betrachten wir Euer vorhaben mal realistisch, werden Euch die Hochzeitspaare nicht ab dem ersten Tag Eurer Erwerbstätigkeit die Bude einrennen. Ist für Euch also abzusehen, dass Ihr Euer Unternehmen allein führen werdet und es nebengewerblich betriebt, könnt Ihr die Kleinunternehmerregelung nutzen. Durch diese Regelung könnt Ihr auf die Erhebung von Steuern auf Euren Rechnungen verzichten, wenn Ihr im Jahr unter 17.500 Euro liegt. Im Gegenzug könnt Ihr aber auch keine Steuerausgaben, z.B. beim Kauf einer Kamera oder eines Objektivs in dieser Weise absetzen. Verlangt Ihr auf Euren Rechnungen Steuern, erhöht sich zudem der Buchhaltungsaufwand bei der Erfassung für das Finanzamt. Die Entscheidung, ob Ihr ein Kleinunternehmer sein wollt oder aber ein Vollgewerbe anmeldet, kann Euch niemand abnehmen, für die meisten Hochzeitsfotografen ist ein Kleingewerbe im ersten Jahr ausreichend.

Tipp: Egal wie Ihr Euch entscheidet, beantragt in jedem Fall eine Umsatzsteuer-ID bei Eurem zuständigen Finanzamt. Denn falls Ihr einmal Werbung bei Facebook oder Google schaltet, werdet Ihr Rechnungen ohne Umsatzsteuer erhalten. Bei Rechnungen für erhaltene Dienstleistungen aus dem EU Ausland müsst Ihr die Umsatzsteuer selbst abführen. Hierfür braucht Ihr eine Umsatzsteuer-ID und das ELSTER-Portal.

Hochzeitsfotograf Osnabrück

 

Handwerksrolle

Neben der Gewerbeanmeldung müsst Ihr Euch als Fotograf (egal ob Hochzeitsfotograf, Portrait-, Familien- oder sonstwas-Fotograf) um die Eintragung bei der Handwerkskammer kümmern. Einige Stadtverwaltungen leiten das direkt weiter, bei anderen müsst Ihr Euch selbst darum kümmern. Fragt am besten bei der Gewerbeanmeldung nach. Der Beruf der Fotografen ist zwar mittlerweile zulassungsfrei, Ihr könnt Euch also auch ohne Ausbildung Fotograf nennen, es besteht aber dennoch eine Melde-/Eintragungspflicht. Die Eintragung kostet Euch um die 50 Euro. Hinzu kommt ein jährlicher Mitgliedsbeitrag von 160 Euro. Es gibt eine Besonderheit: Im ersten Jahr seid Ihr vom Beitrag befreit, im zweiten und dritten Jahr zahlt Ihr nur die Hälfte, also 80 Euro.

Alternativ könnt Ihr auch folgende Überlegung anstellen: Die anfertigung der Bilder macht oft nur einen kleinen Teil Eurer Arbeitszeit aus. Oft seid Ihr mit der Bearbeitung Eurer Fotos drei oder viemal so lange beschäftigt. Ihr könnt Euch also auch als Bildbearbeiter bei der Industrie und Handelskammer (IHK) anmelden, statt bei der Handwerkskammer (HWK).

 

Berufsgenossenschaft

Gewerbeanmeldung, Handwerkskammer, steuerliche Erfassung… Papierkram ohne Ende und schon liegt der nächste Brief für Euch in der Post. Die „Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse“ wird sich bei Euch melden. Als Fotograf müsst Ihr in der BGETEM pflichtversichert sein. Falls Ihr Euch nun fragt, was die eigentlich machen: Die BGETEM ist eine berufliche Krankenversicherung, die auch Eure Mitarbeiter versichert, sofern Ihr welche habt. Brecht Ihr Euch bei einem Hochzeitsshooting also einen Arm, dann übernimmt das nicht Eure private Krankenversicherung, sondern die BGETEM. Abhängig von der Staffelung seid Ihr ab rund 360 Euro pro Jahr dabei. Gerade in der Anfangszeit ist das natürlich alles ganz schön viel Geld. Es gibt aber eine Sonderregelung. Wenn Ihr weniger als 100 Tage á 8 Stunden im Jahr arbeitet, könnt Ihr euch von dem Versicherungsbeitrag befreien lassen. Ihr erhaltet dann aber auch keine Leistungen im Schadensfall. Vermutlich werdet Ihr im ersten Jahr noch keine 800 Stunden als Hochzeitsfotograf arbeiten, sodass Ihr Euch also befreien lassen könnt.

Hochzeitsfotograf Georgsmarienhütte

 

Weiter Versicherungen für Fotografen

So bis hier hin war es des „Muss“-Teil für Euch als Hochzeitsfotograf. Es gibt aber durchaus weitere Punkte, die für Euch wichtig sein oder werden können. Das Erste, worüber Ihr euch Gedanken machen müsst, ist eine Versicherung für euer Kameraequipment. Jeder, der sich schon einmal näher mit dem Thema Fotografie beschäftigt hat weiß, wie sau teuer professionelles Kameraequipment ist. Als Hochzeitsfotograf seid Ihr schnell mit Gegenwerten eines Kleinwagens unterwegs. Und es ist auch völlig egal, ob es ein Unfall oder Diebstahl ist, eine Neuanschaffung tut weh. Sucht Euch eine Versicherung, die speziell für Fotografen ausgelegt ist. Achtet darauf, dass Euer Equipment mit Neuwerten auch im Ausland versichert ist. Auch ist es sinnvoll Equipment versichert zu haben, dass im Auto und Hotelzimmer liegt. Je nach Wert eures Equipments betragen die Kosten vermutlich so um die 150 Euro pro Jahr.

Was passiert aber, wenn Eure Drohne plötzlich auf ein Auto stürzt, Euer Stativ in ein Fenster fällt oder Ihr den teuren Kronleuchter schrottet? Die meisten Fotografen fangen an darüber nachzudenken, wenn es zu spät ist. Überlegt Euch, ob Ihr nicht vielleicht eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen wollt, um solche Fälle abzudecken. Wenn Ihr Euch für einen Tarif mit Selbstbeteiligung entscheidet, seid Ihr hier mit rund 120 Euro pro Jahr dabei,

Zu guter Letzt solltet Ihr Euch auch noch ein Girokonto einrichten, auf dem Ihr ausschließlich die Dinge bucht, die mit Eurer Fotografie zu tun haben. So habt Ihr es am Jahresende leichter, wenn Ihr Euch an Eure Steuererklärung macht.

Ihr seht, es ist ganz schön viel Papierkram, bevor es losgeht, aber auch daran gewöhnt Ihr Euch. Zumindest, sind die Kosten überschaubar.

Hochzeitsfotograf Osnabrück Fotograf Hochzeit

 

Equipment

Kommen wir zum nächsten Thema. Was braucht ein Fotograf um Fotos zu machen? Genau! Eine Kamera! Ich gehe mal davon aus, dass Ihr schon eine Kamera und eine gewisse Erfahrung im Fotografieren gesammelt habt. Andernfalls wäre euer Berufswunsch irgendwie seltsam. So und wenn Ihr schon Erfahrung habt, heißt das auch, dass Ihr vermutlich schon im Besitz einer Kamera seid. Nun müsst Ihr Euer vorhandenes Equipment nicht direkt wegwerfen. Die folgende Aufstellung soll Euch nur einen Anhaltspunkt geben, in welche Richtung Ihr Euch mit Eurer Ausrüstung bewegen könnt, um schöne Hochzeitsreportagen zu erstellen.

Leider ist der komplette Abschnitt sehr techniklastig, was sich bei einem Kapitel über das Fotoequipment eines Hochzeitsfotografen leider nicht vermeiden lässt. Falls es Euch zu sehr langweilt, scrollt einfach weiter zum nächsten Kapitel 😉

 

Kamera

Sätze wie „Mit so einer teuren Kamera kann könnte ich auch so gute Fotos machen!“ hat sicher jeder Hochzeitsfotograf schon einmal gehört. Fakt ist aber, wenn Ihr Euch zwischen einer neuen Kamera und einem neuen, feiner auflösendem oder lichtstärkeren Objektiv entscheiden müsst, sollte Eure Wahl auf das Objektiv fallen. Beachtet bei der Wahl Eurer Kamera aber einen Punkt: Als Hochzeitsfotograf könnt Ihr es Euch nicht erlauben, die Bilder Eurer Hochzeitspaare zu verlieren. Sofern es Euer Budget hergibt, schafft Euch eine Kamera mit zwei Kartenslots an. So seid Ihr auf der sicheren Seite, wenn eine Karte mal defekt ist.

Hier folgen jetzt also meine Empfehlungen für Euch…

 

Canon EOS 5D Mark IV

Derzeit arbeiten viele Hochzeitsfotografen noch mit der Canon EOS 5D Mark III und oft hört man Aussagen wie „Zwischen der 5D MK III und der 5D MK IV sieht man kaum einen Unterschied.“ Das kommt dann aber vermutlich von Fotografen, die nie an die Grenzen der Technik gehen und ihr Handwerk wenig beherrschen.

Bei der EOS 5D Mark IV hat Canon den Bildsensor um satte 8 Megapixel aufgestockt und bietet gleichzeitig Dual Pixel, die im Livebild und Videomodus für einen schnellen und i.d.R. pumpfreien Autofokusbetrieb sorgen.

Die Kamera beherrscht nun endlich 4k-Video, aus denen Ihr auch 8 Megapixel große JPEG Bilder extrahieren könnt. Damit habt Ihr theoretisch die Möglichkeit einen schnellen Serienbildmodus mit 30 Bildern / Sekunde zu nutzen. Bei der normalen Serienbildgeschwindigkeit schafft die 5D Mark IV 7 B/Sek.

Funktional hat Canon auch das Menü ausgebaut und liefert jetzt eine antiflacker-Funktion, einen internen Timer auch für Langzeitbelichtungen sowie ein umfangreicher konfigurierbares MyMenü mit mehreren Registern.

Neu sind auch Wifi-Funktionen und internes GPS. Der verbaute Bildschirm ist jetzt touchfähig, aber leider noch immer fest integriert. Dem Gehäuse hat Canon einen neuen Schalter spendiert, der u.a. für die Einstellung des ISO Wertes oder für die Direktwahl der Autofokusfelder genutzt werden kann.

Fassen wir die Technischen Daten einmal zusammen:

  • Nominelle Sensorauflösung auf 30 Megapixel gesteigert (vorher 22 MP)
  • Dual Pixel RAW
  • Bildprozessor DIGIC 6+ (vorher DIGIC 5+)
  • Verbaute Nockenwellen gegen Erschütterungen im Fotomodus (Mirror-Vibration-Control)
  • Autofokusempfindlichkeit bis -3EV (vorher -2 EV), im Live View bis -4EV
  • 61 AF-Felder, die alle bis Blende f8 empfindlich sind, davon 21 Felder mit Kreuzsensor-Funktion (vorher nur 1 AF-Feld!)
  • Belichtungsmess-Sensor RGB 150.000 Pixel IR+RGB-empfindlich mit 252 Zonen (vorher 63 Zonen und nur zweifarbig sensitiv)
  • Anti-Flacker-Aufnahme bei 100 und 120 Hz
  • Interner Timer auf für Langzeitbelichtungen
  • Zeitraffervideo in Full-HD
  • Neuer Taster für Wahl des AF-Bereichs
  • Monitorauslösung: 900 x 600 Pixel; 1,6 MP (vorher 720 x 480 Pixel; 1 MP)
  • Zweiter Kartenslot für SD Karten unterstützt UHS I Karten, gut 100MB/Sek. (Vorher ca. 23 MB/Sek.)

Ihr seht also, es gibt eine Vielzahl von Features, die die neue Version der Kamera der alten überlegen machen.

Nun gibt es im Internet zahlreiche Tests, die sich mit der Bildqualität, dem Dynamikumfang und allen möglichen Themen beschäftigen, weshalb ich darauf jetzt nicht unnötig herumreiten möchte.

Ich kann Euch aber mal eine kurze Story aus der Praxis erzählen. Es war auf einer Hochzeitsbegleitung, bei der auch eine Drohne mit einer GoPro Hero 6 zum Einsatz kam. Nun ist es natürlich unfair eine ActionCam mit einer professionellen DSLR zu vergleichen, ich möchte es aber dennoch tun…

Leider begab es sich bei dieser Hochzeit, dass alles etwas länger gedauert hat. Und so wurden die Gruppenbilder erst sehr spät nach dem Essen angefertigt. Ihr könnt Euch denken, dass die Lichtverhältnisse entsprechend schlecht waren. Dort, wo die EOS 5D Mark IV mit einer 12.800er ISO noch fast perfekte Ergebnisse geliefert hat, waren die Aufnahmen der Drohne einfach schwarz. Nachdem das Rauschen dann bei einer späteren Bearbeitung mit Adobe Lightroom reduziert wurde, taugten die Bilder noch um sie auf eine 1,80m große Leinwand zu drucken.

Allgemein werdet Ihr mit dieser Kamera große Freude haben, wenn Ihr mal dunklere Bereich aufhellen müsst. Im Vergleich zum Vorgänger hat Canon hier kräftig zugelegt.

Mein Fazit zu dieser Kamera: In Ihrer Kernkompetenz hat die EOS 5D Mark IV in der Auflösung spürbar (rund 23%) zugelegt. Die RAW Dynamik ist ebenfalls ordentlich optimiert und liegt mit den besten Sensoren der Branche gleichauf. Die Kamera liefert mit 7 Bildern / Sekunde mehr Geschwindigkeit. Die Erhöhte Geschwindigkeit ist auch bei dem zweiten Kartenslot spürbar und messbar. Hinzu kommt, dass das neue Modell leichter und leiser geworden ist. Gerade für Fotografen, die sich den ganzen Tag auf Hochzeiten rumtreiben ist das wichtig. Als weitere Goodies ist der Autofokus bei schlechtem Licht empfindlicher geworden (wichtig für die Fotografie von Trauungen z.B. in Kirchen) und alle AF-Felder arbeiten jetzt bis Blende f8. Allein das würde für Hochzeitsfotografen schon ein Upgrade rechtfertigen. Aber Canon packt noch mehr drauf!

Die neue hat einen Touchscreen, der durch den neuen Dual Pixel-Autofokus sehr praktisch einsetzbar ist zudem die Menüführung verbessert. Über die interne WiFi-Funktion kann z.B. ein Smartphone angebunden werden, das sogar für eine Videolivebild genutzt werden kann. Hinzu kommen noch weitere Funktionen wie ein interner GPS Sensor und 4K-Video, das sehr hochdetailliert ausgegeben wird. Neu ist auch HDR- und Zeitlupen-Video.

Der einzige Wermutstropfen ist der Preis! Den UVP gibt Canon mit 4.065 Euro an. Das ist echt happig; auch wenn sich der Straßenpreis mittlerweile bei rund 3.300 Euro eingependelt hat.

Hochzeitsfotograf Osnabrück

 

Canon EOS 80D

Mit der EOS 80D hat Canon seit 2016 eine solide Mittelklassekamera im Programm, die von vielen Hochzeitsfotografen als Zweitbody genutzt wird. Neben den WiFi-Fähigkeiten, nebst schwenkbaren Touchmonitor bietet die Kamera im Vergleich zum Vorgänger nun deutlich mehr AF-Felder, eine erhöhte Autofokus-Empfindlichkeit (bis -3EV) und einen Kopfhöreranschluss. Was für Hochzeitsfotografen auch nicht unwichtig ist: Sie ist leiser geworden. Zudem wurde die Auflösung des verbauten Sensors von 20 auf 24 Megapixel erhöht, was einem Plus von 20% entspricht.

Die Videofunktionalitäten hat Canon verbessert. So wird jetzt Full-HD mit 60 statt 30 B/Sek. unterstützt. Auf 4k-Video-Funktionalitäten hat Canon leider verzichtet.

Hier die Neuerungen kurz und knapp:

  • Steigerung der Sensorauflösung auf 24 Megapixel (vorher 20 MP)
  • 45 AF-Kreuzsensoren (vorher 19 Kreuzsensoren)
  • Zentrales AF-Feld ist ein Dual-Kreuzsensor bei Objektiven mit Blende F2.8 bis 5.0
  • Autofokus ist bis -3.0EV nutzbar (vorher -0.5EV)
  • Kontinuierlicher Autofokus in der Foto-Live View
  • Full-HD Viedo Funktion mit 60 Bildern pro Sekunde (vorher 30 Bilder pro Sekunde)
  • WiFi und NFC Funktionen
  • Stark verbesserter Dynamikumfang, +3EV problemlos möglich
  • Suchersichtfeld 100%
  • Integrierter Timer
  • Dynamisches Auto-ISO
  • MyMenü mit mehreres Karteikarten

Das Gehäuse der Canon EOS 80D ist aus Kunststoff gefertigt aber unempfindlicher gegen Kratzer, als es die Magnesiumgehäuse der oft teureren Klassen sind. Der Bildsensor bietet Euch eine Auflösung von 24 Megapixeln, ist aber im APS-C-Format (22,3 x 14,9mm) gehalten.

Die Rückseite zeigt sich im gewohnten Bild der Canon Kameras. Ihr findet Ihr ein Daumenrad mit 8-Wege-Wippe. Der Monitor ist touchfähig und lässt sich drehen und schwenken. Durch einen Tastendruck kann in den LiveView-Modus gewechselt werden.

Auf der Oberseite der Kamera findet Ihr ein kleines Display, das die wichtigsten Parameter anzeigt. Auf der linken Seite hat Canon das pingesicherte Programmwahlrad untergebracht. Mittig ist der Blitzschuh untergebracht; die Kamera selbst verfügt aber auch über einen integrierten Pop-Up-Blitz.

Auf der Seite der Kamera findet Ihr die Anschlüsse für Fernauslöser (2,5mm klinke), USB 2.0, HDMI, Mikrofon-Eingang und Kopfhörer-Ausgang. Auf der anderen Seite hat Canon das Speicherkartenfach untergebracht. Laut Herstellerangabe können UHS I Karten verwendet werden, bei Tests erreicht die Kamera aber Transferraten von rund 70 MB/Sek. Kontinuierlich können rund 20 RAW bzw. 138 JPEGs gepuffert werden, bevor sie gespeichert werden müssen. Canon gibt die Serienbildgeschwindigkeit mit 7 B/Sek. an.

Der optische Sucher hat eine Größe von 0,58x und ist auf eine 100% Darstellung ausgelegt. Alle 45 AF-Felder sind als Kreuzsensoren ausgelegt. Das erhöht die Autofokusgenauigkeit. Im Livebild nutzt die 80D den Dual Pixel CMOS-Autofokus. Hier greift 80% der Fläche des Bildsensors auf geteilte Pixel zurück. Mit diesen Pixeln wird dann die Abstandsmessung durchgeführt. Mit dieser Technik bietet Canon eines der leistungsfähigsten AF-Livebild-Systeme überhaupt. Pumpeffekte im laufenden Video werden so verhindert.

Bei der Bildqualität kann die EOS 80D richtig punkten! Fotografiert Ihr Eure Hochzeiten im RAW-Format, werdet Ihr feststellen, dass auch starke Aufhellungen möglich sind, ohne dass das Bild anfängt zu rauschen. Und wo wir gerade beim Thema Rauschen sind: Bis zu einer ISO von 3.200 könnt Ihr die 80D problemlos nutzen. Bei 6.400 sind 100% Ansichten nur noch mit Vorsicht zu genießen.

Im direkten Vergleich zu Canons günstigster Vollformat-Kamera (der 6D) kann die 80D deutliche Vorteile beim Aufhellen dunkler Bildbereiche für sich verzeichnen. Canon ist es mit der 80D gelungen eine richtig gute Kamera zu bauen. Mehr AF-Felder bei besserer Empfindlichkeit und einer viele bessere RAW-Dynamik sind schon sehr überzeugende Argumente. Und das alles für einen Straßenpreis der bei rund 950 Euro liegt. Einzig der von Profi-Kameras bekannte Dual-Slot für Speicherkarten ist hier ein kleiner Wermutstropfen für Hochzeitsfotografen.

Hochzeitsfotograf Osnabrück

 

Sony Alpha 7 III

Als Alternative zum Canon System und auch aufgrund des aktuellen Trends hin zu den Systemkameras möchte ich Euch hier noch eine dritte alternative aufzeigen: die Sony A7 III. Mit der A7 Reihe gibt Sony bereits seit der Einführung in 2013 richtig Gas.

Jetzt vereint Sony mit der A7 III viele der neuesten Entwicklungen in einem Gerät. So wird Euch ein staub- und spritzwassergeschütztes Magnesiumgehäuse inkl. robustem Daumenrädchen und Joystick geboten. So kennt man das auch schon von der fast 5.000 Euro teuren Sony A9. Die für professionelle Hochzeitsfotografen wichtige zweite Kartenslot (2x SD Kartenslot, davon einer mit UHS II Unterstützung) ist natürlich auch vorhanden.

Der verbaute Kleinbildsensor löst weiterhin mit 24 Megapixeln auf. Das Autofokus-System hat Sony weitestgehend von der A9 übernommen und bietet 693 Phasenfelder und mit 425 Kontrast-Feldern sogar mehr als die A9. Wifi findet Ihr genauso wie 4k Videofunktionen.

Das Kameramenü ist jetzt farblich unterteilt und bietet auch ein benutzerdefiniertes Menü mit max. 30 Einträgen. Der elektronische Sucher bleibt mit 2,4 Megapixeln von der Auflösung her unverändert, ist aber von 0,71x auf 0,78x vergrößert worden. Sony verspricht Euch mit dem neuen, vergrößerten Akku bis zu 710 Aufnahmen. Weiterhin wurde der interne Stabilisator verbessert und soll nun bis zu 5 Blendenstufen ausgleichen.

In der A7 III ist nach wie vor ein 24 Megapixel Vollformatsensor verbaut. Durch verschiedene technische Maßnahmen (die Schaltkreise liegen jetzt hinter den Dioden und nicht mehr dazwischen) soll ein schnelleres Auslesen ermöglicht werden.

Die Gehäuserückseite wurde durch Sony mit einem robusten Daumenrad und einem Joystick versehen. Der Stick dient der direkten Ansteuerung der AF-Felder. Der Monitor ist klappbar und Touchfähig, könnte mit 980.000 Pixeln aber höher auflösen. Ein nettes Feature ist, dass er auch beim Blick durch den Sucher als Touchpad genutzt werden kann. Über das Menü lassen sich zahlreiche Customtasten individuell belegen.

Neu ist der seitliche Dual-Slot für SD Karten, von denen einer auch den UHS II Standard unterstützt. Lt. Angaben von Sony ermöglicht ein Buffer die Verarbeitung von 89 RAW bzw. 177 JPEG in Folge. Die Serienbildgeschwindigkeit ist mit 10B/Sek. angegeben und kann mit kontinuierlichem Autofokus genutzt werden.

Zweifelsohne hat Sony da jede Menge aktueller Technologien in die A7 III gesteckt. Mehr Geschwindigkeit, 4k-Video, einen verbesserten Stabilisator, dazu diverse Verbesserungen am Gehäuse, Das für Hochzeitsfotografen so wichtige Dual-Slot Feature, einen größeren Speicher für Serienbilder und einen sehr ordentlichen Autofokus mit 693 Phasenfeldern; 4k Video und WiFi sind auch mit von der Partie. Das komplette Paket gibt es zu einem richtig erschwinglichen Preis von rund 2.300 Euro. Klingt alles erstmal reizvoll, auch wenn man sich mit dem kleinen kantigen Gehäuse vielleicht schwertun mag, wenn man das Gehäuse einer Canon EOS 5D und Co. gewöhnt ist. Zudem ist der Weg mit dem Zeigefinger zum Einstellrädchen unterhalb des Auslösers ungewöhnlich weit und die Belichtungskorrektur ziemlich schwergängig. Hier könnte Sony noch optimieren.

Fotograf Hochzeit Osnabrück

 

Objektive

Canon EF 24-70mm F2.8 L II USM

Für Hochzeitsfotografen, die gern flexibel agieren, ist der lichtstarke Brennweitenbereich von 24-70mm von Canon der ideale Begleiter. Egal ob Gruppenbilder, Trauung, Brautshooting oder Party, mit diesem Objektiv kann man eigentlich alles fotografieren.

Fakten:

  • Brennweite: 24-70mm
  • Offenblende: 2.8
  • Preis: ca. 1.900 Euro

Mit der zweiten Generation des Lichtstarken Standardzooms von Canon spendiert der Hersteller der Linse einige neue Features wie eine Fluorit-Vergütung und macht es leichter. Die Fluorit-Vergütung soll dafür sorgen, dass das Objektiv weniger anfällig für Verunreinigungen und Wassertropfen ist.

Mit diesem Objektiv werdet Ihr auch am Vollformatsensor Hochzeitsbilder machen, die bis in die Randbereiche hin scharf sind und das auch schon bei Offenblende. In der Endbrennweite von 70mm sind zwar minimale Unschärfen im Randbereich auszumachen, mit denen wird man in der Praxis aber regelmäßig leben können. In dieser Hinsicht werdet Ihr von der Linse schon mal nicht enttäuscht.

Leider hat dieses Objektiv auch Schwächen, die Ich Euch hier nicht vorenthalten möchte: Das Objektiv neigt zu chromatischen Aberrationen (CA) und erkennbaren Vignettierungen (Randabdunkelungen). Die chromatischen Aberrationen sind mithin deutlich erkennbar. Nennt Ihr eine Canon EOS 5D Mark III oder neuer Euer Eigen, kann das die Kamera aber von sich auch schon abmildern. Später werde ich auch noch auf die Bearbeitung Eurer Hochzeitsbilder mit Adobe Lightroom eingehen. Hier könnt Ihr das Problem erheblich abmildern.

Die Vignettierung liegt gerade in der Anfangsbrennweite von 24mm und Offenblende leider nicht auf dem allerhöchsten Niveau. Bei mittlerer und in der Endbrennweite mildert sich das Problem allerdings ab. Abgeblendet werdet Ihr spätestens ab F4.0 in allen Brennweitenbereichen praktisch keine Abdunkelung mehr erkennen können. So könnt Ihr dieses Objektiv bedenkenlos auf Hochzeiten für z.B. Gruppenbilder einsetzen. Diese werdet Ihr ja ohnehin auf min. 5.6 oder mehr abgeblendet fotografieren.

Als Mitglied der Canon L Serie („L“ steht übrigens für „Luxury“) ist die Linse robust gebaut und gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet. Im Vergleich zum Vorgänger wurde das Gewicht um 150g reduziert. Klingt nicht viel, ist es aber, wenn Ihr damit 10 Stunden lang auf einer Hochzeit rumlaufen müsst! Zudem hat das Objektiv einen Lock-Schalter, mit dem Ihr das Teil für den Transport sichern könnt.

Falls Ihr vorhabt Filter zu nuten (ich persönlich bin da kein Fan von) braucht Ihr bei diesem Objektiv große 82mm Filter, die leider recht teuer sind.

Zusammengefasst ist der Preis von fast 2.000 Euro keine unerhebliche Investition, als Anspruchsvoller Hochzeitsfotograf bekommt Ihr aber auch viel für Euer Geld. Gerade dann, wenn Ihr viel Wert auf eine hohe Randschärfe am Vollformatsensor legt. Dank der Fluorit-Vergütung an Front und Rückseite perlen Wassertropfen leichter ab und das Objektiv lässt sich leichter reinigen. Schade ist, dass die Vignettierung recht stark ausgeprägt ist. Auch könnte man angesichts des hohen Kaufpreises einen Bildstabilisator erwarten. Das Canon 24-70mm F4.0 L IS UMS ist weniger Lichtstark, hat aber eben einen Bildstabilisator verbaut. Meine Wahl würde dennoch auf die Lichtstärkere Optik fallen.

Insgesamt ist das Objektiv ein Klarer Kauftipp für alle Fotografen, deren Budget groß genug ist.

Alternativ könnt Ihr hier auch zu den Linsen von Tamron und Sigma greifen. Diese Linsen kosten in etwa die Hälfte, weisen eine ähnlich hohe Abbildungsleistung auf und haben noch einen Bildstabilisator verbaut. Leider ist hier der Autofokus nicht zu 100% zuverlässig, sodass Ihr selbst abwägen müsst, ob Euch das Canon den Preis wert ist.

Fotograf Hochzeit Osnabrück

 

Canon EF 70-200mm F2.8 L IS III USM

Unter Fotografen zählt die lichtstarke Klasse des 70-200’er-Zoom zu den beliebtesten Objektiven. Entsprechend ist das EF 70-200mm F2.8 unter Hochzeitsfotografen gefragt. Die dritte Version ist seit 2018 erhältlich.

Fakten:

  • Brennweite: 70-200mm
  • Offenblende: 2.8
  • Preis: ca. 2.300 Euro

Dieses Objektiv hat eine Naheinstellgrenze von 1,20m. Damit könnt Ihr bei Bedarf schöne Macro-Aufnahmen von z.B. den Ringen des Hochzeitspaares machen. Die verbaute Fluorit-Linse vermeidet noch effektiver chromatisch Aberrationen. Der Bildstabilisator gleicht vier Blendstufen aus und arbeitet angenehm leise.

Im Vergleich zur ersten Version ist die Auflösung in allen Bereichen signifikant gestiegen. Gerade in den Randbereichen konnte Canon die Auflösung enorm steigern. Selbst bei Offenblende liegen die Bilder in allen Brennweiten auf absoluten Top Niveau.

Chromatische Aberrationen sind bei dieser Optik so gut wie nicht feststellbar. Beim Vorgänger waren diese gerade in der Endbrennweite noch deutlich feststellbar. Verzeichnungen kennt dieses Objektiv ebenso wenig wie Vignettierungen. Selbst offenblendig über die komplette Brennweite hinweg ist fast keine Abdunkelung zum Bildrand hin zu erkennen.

Auch der Autofokus leistet sich keine Patzer und arbeitet stets zuverlässig und mit sehr hoher Präzision. Die gesamte Verarbeitung des Objektivs ist L-Typtisch auf sehr hohem Niveau. Der Scharfstellring läuft butterweich und das Objektiv liegt trotz des hohen Gewichts gut in der Hand.

Meiner Meinung nach, ist das Canon 70-200mm F2.8 L IS III USM das derzeit leistungsstärkste Zoom-Objektiv für Hochzeitsfotografen. Einzig der Preis von rund 2.300 Euro dämpft die Euphorie ein wenig. Diese Exzellente Optik hat sich den Platz in dieser Liste redlich verdient!

Tipp: Wer sich auf dem Gebrauchtmarkt ein wenig umschaut, kann das Vorgängermodell sicher zu einem sehr guten Preis bekommen. In der Praxis wird man keinen Unterschied zwischen dieser Optik hier und der zweiten Version erkennen können. Selbst die Erste Version wird noch von vielen Hochzeitsfotografen mit großartigen Ergebnissen genutzt.

Einige Fotografen nutzen für anstelle des Canon Originals die Objektive von Drittherstellern wie Tamron oder Sigma. Was die Bildqualität angeht, sind diese Objektive nahezu gleichwertig und in der Praxis kaum vom Canon zu unterscheiden. Diese Objektive haben aber oft mit Autofokusproblemen zu kämpfen. Grundsätzlich wäre das ja keine Katastrophe, als Hochzeitsfotograf habt Ihr aber für jedes Foto nur eine einzige Chance. Sei es der First View, Ringtausch oder der erste Kuss. Da muss jedes Foto sitzen!

Hochzeitsfotograf Osnabrück

Canon EF 85mm F1.8 USM

Kommen wir zur ersten Festbrennweite in meiner Liste. Nun ist das mit Festbrennweiten immer so eine Sache und vor allem eine Geschmacksfrage. Viele Hochzeitsfotografen nutzen zwei Vollformat-Bodies mit je einem 24-70mm und einem 70-200mm und sind damit bestens bedient. Andere Fotografen bevorzugen eher Festbrennweiten oder aber eine Kombination aus Festbrennweite und Zoom-Objektiv (z.B. 35mm und 70-200mm). Falls Ihr vorhabt Eure Hochzeiten vorwiegend mit Festbrennweiten zu fotografieren, müsst Ihr Euch mehr bewegen, weil Ihr eben nicht zoomen könnt. Dafür habt Ihr interessantere Möglichkeiten bei der Gestaltung Eurer Aufnahmen. Kommen wir nun zum Objektiv!

Fakten:

  • Brennweite: 85mm
  • Offenblende: 1.8
  • Preis: ca. 350 Euro

Mit 85mm hat dieses Objektiv die ideale Brennweite für Kopf und Oberkörperportraits. Aktuelle wird diese Brennweite nur von zwei original Canon Objektiven abgedeckt: dem EF 85mm 1.8 (eben diesem hier) und dem EF 85mm 1.2L USM, für das aber mindestens 1.400 Euro fällig werden.

Canon hat es geschafft, ein leistungsstarkes Objektiv zu entwickeln, das die Gegensätze hohe Auflösung und große Lichtstärke gekonnt miteinander vereint. Die Auflösung ist bei Offenblende bis hin zu Blende 16 über den gesamten Bildbereich vom Zentrum bis in den Randbereich gleichbleibend hoch. Falls Ihr nachmessen wollt, werdet Ihr feststellen, dass die Auflösung bei Blende 4 und 5.6 am höchsten ist, mit dem bloßen Auge werde Ihr aber keine Unterschiede ausmachen können.

Am Vollformatsensor erreicht das Objektiv kaum wahrnehmbare Vignettierungen (Randabdunkelungen). Chromatische Aberrationen sind mit max. 3 Pixeln ebenfalls kaum auszumachen. Der Autofokus arbeitet jederzeit perfekt und zuverlässig.

Im Vergleich zu seinem deutlich teureren Bruder mit 1.2er Blende, ist diese Objektiv hier relevant leichter (nicht einmal die Hälfte des Gewichts), hat auch noch den schnelleren Autofokus und löst bei gleicher Blende deutlich höher auf.

Haarschmuck

Sigma 35mm F1.4 DC HSM Art

Werfen wir einen Blick auf die nächste Festbrennweite in der Liste der Objektive: das Sigma 35mm F1.4 DC HSM Art.

Fakten:

  • Brennweite: 35mm
  • Offenblende: 1.4
  • Preis: ca. 720 Euro

Sigma zeigt mit dem 35mm F1.4 Art, dass auch bei extrem Lichtstarken Optiken eine herausragende Abbildungsqualität möglich ist. Die Auflösung überzeugt bereits bei einer Offenblende und zeigt im Bildzentrum hochdetaillierte Ergebnisse. Selbst im Randbereich fällt die Auflösung nicht relevant ab. Das ist eine sensationelle Leistung! Selbst die Objektive von Zeiss (die deutlich teurer sind) schneiden hier nicht besser ab.

Die Randabdunkelung ist kaum wahrnehmbar und verschwindet gänzlich, wenn weiter abgeblendet wird. Auch chromatisch Aberrationen fallen sehr gering aus. Verzeichnungen sind bei diesem Objektiv ebenfalls nicht erkennbar.

Die Leistung dieses Objektivs ist am Vollformatsensor ohne Fehl und Tadel. Gleiches gilt für die Fertigungsqualität. Der Schafstellring läuft weich; das Objektiv liegt satt in der Hand. Von anderen sehr Lichtstarken Objektiven kennt man teilweise Autofokusprobleme. Diese kann ich bisher allerdings nicht bestätigen. Wenn man Kritik üben will, dann vielleicht, dass die Linse nicht gegen Spritzwasser und Staub geschützt ist. Das ist dann aber auch er einzige Kritikpunkt.

Dieses Objektiv ist ein absolutes Muss für jeden Hochzeitsfotografen!

Warum habe ich hier jetzt nicht das Original von Canon, sondern das Sigma aufgenommen? Ganz einfach: Das Canon EF 35mm F1.4 L II USM ist bzgl. Abbildungsleistung dem Sigma unterlegen, kostet aber mit rund 1.920 Euro fast das Dreifache! Für die Ersparnis könnt Ihr euch direkt noch das Sigma 20mm F1.4 Art und das Canon 85mm F1.8 USM zulegen!

 

Sigma 20mm F1.4 DC HSM Art

Sigma hat mit dem 20mm F1.4 Art ein vollformat-kompatibles Weitwinkelobjektiv im Programm, das eine extreme Lichtstärke von 1.4 aufweist. Bisher sind nur Weitwinkel bis zu einer Brennweite von 24mm in einer solchen Lichtstärke verfügbar. Sigma selbst spricht von einem höherpunkt der Art-Linie.

Fakten:

  • Brennweite: 20mm
  • Offenblende: 1.4
  • Preis: ca. 850 Euro

Durch die Verwendung von Low Dispersions-Glaselementen (LD) werden Vignettierungen, Farbsäume, Koma und Verzeichnungen minimiert. Eine Super Multi-Layer Vergütung (SML) soll Geisterbilder und Reflexe minimieren und auch in Gegenlichtsituationen besonders Kontrastreiche Darstellungen ermöglichen.

Viele denken jetzt vielleicht an einen Einsatz im Low-Light-Bereich (nächtlicher Himmel / Milchstraße). Bei der Hochzeitsfotografie könnt Ihr dieses Objektiv aber auch schön für Freistelleffekte nutzen, um beispielsweise nah am Objektiv liegende Personen (z.B. das Brautpaar J) vor dem Hintergrund zu lösen. Auch für abendliche Partybilder der Hochzeitsfeier könnt Ihr diese Lise prima nutzen. In beengten Verhältnissen lassen sich dank der 20mm Brennweite auch weitläufige Innenaufnahmen bzw. Personengruppen erfassen.

In der Praxis werde Ihr schon bei Offenblende eine sehr überzeugende Zeichnung bin in den äußeren Randbereich feststellen. Durch Abblenden erhöht ihr die Schärfe im Randbereich noch marginal, allerdings falls die Unterschiede so Gering aus, dass Ihr kaum einen Unterschied beobachten werdet. Natürlich ist ein 20mm Weitwinkel-Objektiv keine klassische Portrait-Linse, die Verzeichnungen halten sich bei den allermeisten Motiven aber auf einem sehr unauffälligen Niveau. Fotografiert Ihr viel mit Offenblende werdet Ihr leichte Vignettierungen feststellen können. Diese lassen sich aber durch Abblenden auf F2.8 beseitigen.

In Situationen mit viel Gegenlicht ist die Abbildungsleistung vorbildlich! Ihr erhaltet mit dieser Linse überzeugende Kontraste und eine sehr geringe Anfälligkeit für Linsenflecken.

Insgesamt weiß das Sigma auch haptisch zu überzeugen. Der Außentubus ist zwar überwiegend in Kunststoff gefasst, bietet aber einige Applikationen aus Metall. So entsteht ein wertiges Gefühl. Der Scharfstellring ist sehr breit, griffig und spielfrei. Er feinfühlig für manuelle Fokussierungen genutzt werden. Das gelingt auch dann, wenn der Autofokus aktiviert ist.

Leider fehlt dem Objektiv ein Dichtungsring, so ist bei Spritzwasser Vorsicht geboten. Mit 950g ist das Sigma an der Kamera schon deutlich spürbar. Preislich ist es mit rund 850 Euro wegen seiner extremen Lichtstärke, der Kompatibilität zu Vollformatkameras und der insgesamt sehr guten Abbildungsleistung für Hochzeitsfotografen sehr attraktiv.

Echte Alternativen zu dieser Linse gibt es nicht, weil diese entweder eine größere Brennweite haben, oder aber weniger Lichtstark sind.

Fotograf Hochzeit Osnabrück

Zubehör

Speicherkarten

Fangen wir mal mit dem offensichtlichsten an: den Speicherkarten. Nun ist es natürlich von Eurer Kamera abhängig, welche Speicherkarten Ihr verwendet. Unabhängig davon, ob Eure Kamera nun SD oder CF Karten aufnimmt, rate ich Euch zu den Extreme Pro Karten von Sandisk. Neben der großartigen Performance (95MB/s bei SD und 160MB/s bei CF) haben mich diese Karten bisher noch nie im Stich gelassen.

Wenn Ihr meiner ersten Empfehlung folgt und Euch eine Canon EOS 5D Mark IV anschafft, könnt Ihr sowohl eine CF als auch eine SD Karte einsetzen und diese parallel beschreiben lassen. Gerade als Hochzeitsfotograf geht die Sicherheit der angefertigten Fotos vor. Verschafft die doppelte Speicherung der Bilder eine gewisse Gelassenheit.

 

Akkus

Fahrt nie ohne eine ausreichende Menge Ersatzakkus zu einem Hochzeitsshooting! Es wäre doch schade, wenn Euch das Brautpaar spontan länger buchen möchte und Ihr dann abbrechen müsst, weil Euer Akku leer ist. Natürlich könnt Ihr Euch einen Ganzen Sack der originalen Akkus von eurem Kameraherstelle zulegen. Im Fall von Canon schlagen diese mit rund 80 Euro pro Stück recht happig zu buche. Ich selbst nutze natürlich die Originalen Canon Akkus, die bei den Kameras dabei lagen sowie Akkus von Drittherstellern, die Ihren Dienst ebenfalls hervorragend verrichten. Hier bekommt Ihr teilweise Doppelpacks für rund 50 Euro! Werft Euer schwer verdientes Geld also nicht an der falschen Stelle aus dem Fenster!

 

Blitzlichter

Bei dem Einsatz von Blitzlichtern scheiden sich die Geister. Manche hochzeitsfotografen nutzen diese um Ihren Bildern das gewisse Extra zu geben und sich künstlerisch auszudrücken, andere Fotografen setzten bei Hochzeiten lieber auf available light Fotografie. Spätestens wenn Ihr im Rahmen Einer Hochzeitsreportage auch die Partyfotos dokumentieren sollt, werdet Ihr nicht umhinkommen ein Blitzlicht einzusetzen.

Ich selbst nutze den Metz Mecablitz 52 AF-1. Euch kann ich diesen Blitz auch wärmstens empfehlen. Die Mecablitz Systemblitzgeräte (egal ob 44, 52 oder 64) sind allesamt günstig und eine gute Alternative zu den Markenblitzgeräten von Canon, Nikon, Sony usw. Aber schauen wir uns den Mecablitz einmal etwas näher an.

Die Firma Metz ist schon ewig und drei Tage auf dem Markt für Fotografie anzutreffen. Seit fast genauso langer Zeit stellen Sie Systemblitze her. Früher war fast jeder Fotograf mit einem Metz Blitz unterwegs. Diese Geräte waren zuverlässig, kraftvoll und teilweise sogar teurer als die originalen der Kamerahersteller.

Heutzutage hat sich der Markt in Richtung China entwickelt. Metz ist einer der wenigen Hersteller, deren Produkte Made in Germany sind. Der von mir genutzte Mecablitz 52 AF-1 hat eine Leitzahl von 52 und ist inzwischen für um die 200 Euro zu haben. Leitzahlen sind für Blitzgeräte so etwas wie PS für Autos. Aus Ihnen könnt Ihr ablesen wie kraftvoll ein Blitzlicht ist und wie weit es (abhängig von Blende und ISO) leuchten kann. Nun kann man immer mal wieder lesen, dass eine Leitzahl von 44 locker für alle Aufgaben ausreichend ist, für Euch als professionelle Hochzeitsfotografen aber nicht. Bei einer Hochzeitsreportage kommt es immer mal wieder vor, dass Ihr in dunklen Räumen gegen die Decke blitzt. Und das funktioniert mit stärkeren Blitzgeräten (52 oder 64er Leitzahl) einfach besser und effektiver.

Für das Fotografieren mit Blitz verwende ich ausschließlich Eneloop AA-Akkus. Vier davon passen in das Blitzgerät hinein. Leider hat Metz den Anschluss für ein externes Powerpack erst ab dem Mecablitz 64 verbaut. Mit einem Powerpack könnt Ihr in schnellerer Abfolge blitzen.

Besonders schätze ich an dem Blitzgerät die Einfachheit seiner Bedienung sowie das gute Display (mit Touch), das sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch ablesen lässt. Dreht Ihr die Kamera, dreht sich auch das Display, sodass ihr auch ohne Verrenkungen erkennen könnt, was Ihr da so einstellt.

Über eine USB Schnittstelle könnt ihr Firmwareupdates einspielen, um z.B. neue Kameramodelle zu unterstützen. Ein unzweifelhafter Vorteil für alle Fotografen!

Der schwenkbare Blitzkopf erlaubt das indirekte Blitzen. So könnt Ihr den Blitz gegen die Decke oder eine Wand richten um ein weiches Licht für Eure Hochzeitsportraits und andere Fotografien zu erzeugen. Mit einer weißen, ausfahrbaren Reflektorkarte könnt Ihr dann einen Teil des Lichts nach vorne zu Eurem Motiv senden. So erzeugt Ihr dann noch ein Spitzlicht in den Augen. Das ist immer gern gesehen, weil die Augen Eures Portraits so lebendiger erscheinen. Über eine zusätzliche Streuscheibe könnt Ihr extreme Weitwinkelausnahmen (bis zu 12mm) ermöglichen.

Der Blitz ist natürlich TTL tauglich. Das heißt, die Kamera sendet einen Vorblitz zur Belichtungsmessung aus. Anhand dieser Messdaten wird dann die Belichtung des endgültigen Fotos korrigiert.

Warum habe ich die Kaufentscheidung nun genau für den Mecablitz 52 AF-1 getroffen? Der kleinere Bruder ist nicht relevant günstiger (ca. 30 Euro Preisunterschied) und hat kein Touch Display. Der größere Mecablitz 64 AF-1 kostet gleich mal 320 Euro, was mir einfach zu viel Geld war. Zudem rufe ich in den seltensten Fällen wirklich 100% Leistung vom Blitzlicht ab.

Ich mag mein Blitzgerät von Metz sehr. Es verrichtet seit längerer Zeit auf allen Hochzeiten seinen Dienst. Zu schätzen weiß ich den Schwenkreflektor mit der ausziehbaren weißen Reflektorkarte für Spitzenlichter n den Augen und eine sanfte Ausleuchtung mit indirektem Licht.

Hochzeitsfotograf Osnabrück

 

Fernauslöser

Auf den ersten Blick erscheint es Euch vielleicht unpraktisch, eure Kamera per Kabel oder Funk auszulösen, ohne dass Ihr das Sucherbild kontrollieren könnt. Es gibt aber eine ganze Reihe von Situationen, in denen ein Fernauslöser überaus nützlich ist.

Häufig finden Fernauslöser in der Makrofotografie Verwendung. Bei kurzen Aufnahmedistanzen schlagen sich bereits kleinste Schwingungen der Kamera in der Bildschärfe nieder. Mit einem Funkauslöser könnt ihr Eure Kamera auslösen ohne sie zu berühren. Nun ist die Makro-Fotografie nicht das Kernstück Eurer Arbeit als Hochzeitsfotograf. Dennoch kommt es oft Genug vor, dass beim Getting Ready die Ringe, der Schmuck oder später ein Tischgesteck im Macroformat abgelichtet wird. Und eben da kann so ein Fernauslöser helfen.

Viele Fernauslöser bieten zudem Funktionen, die Eurer Kamera fehlen. Z.B. eine Intervallfunktion. Mit Ihr könnt Ihr dafür sorgen, dass die Kamera automatisch eine bestimmte Anzahl an Fotos in einem festgelegten Zeitabstand aufnimmt. Auch sind Mehrfach- oder Langzeitbelichtungen nur mit einem entsprechenden Fernauslöser möglich.

Kabellose Fernauslöser arbeiten entweder mit Funk oder Infrarotlicht. Wenn Ihr den Nachteil, dass der Empfänger Sichtkontakt zum Sender benötigt, vermeiden wollt, schafft Euch einen Funkauslöser an. Hiermit könnt Ihr die Kamera sogar durch Wände hindurch auslösen.

Meine Empfehlung: Legt Euch den Yongnuo RF-603 Funk Blitzauslöser zu. Diesen könnt Ihr als Fernauslöser und als Blitzauslöser gebrauchen. Ein Set (Sender + Empfänger) bekommt Ihr für rund 30 Euro! Bei Bedarf könnt Ihr auch ein zweites Set kaufen und so dann insgesamt drei Blitzgeräte ansteuern.

 

Blitzauslöser

Irgendwann werdet Ihr Euer Blitzlicht nicht nur nutzen, um damit Portraits aufzuhellen oder bei der Hochzeitsreportage im Rahmen der Partyfotos gegen Wände und Decken zu blitzen. Ihr werdet anfangen damit künstlerisch zu experimentieren! An dieser Stelle kommt Ihr mit dem Aufsteckblitz auf Eurer Kamera schnell an Eure Grenze. Hier könnt Ihr mit speziellen Funksendern und –Empfängern den Blitz von der Kamera lösen und „entfesselt“ blitzen. Diese Funkmodule sind echt erschwinglich und kosten oft weniger als ein Originalkabel Eures Kameraherstellers. Macht aber einen großen Bogen Fernauslöser, die mit Infrarot oder Fotozellen arbeiten. Diese Geräte brauchen stets eine Sichtverbindung!

Orientiert Euch bei der Anschaffung am besten an meiner Empfehlung für den Fernauslöser. Der Yongnuo RF-603 Funk Blitzauslöser kann nämlich beides sein. Bei diesen Blitzauslösern kommen dann einfach gängige 2x AAA-Batterien zum Einsatz. Der Auslöser unterstützt folgende Betriebsmodus:

  1. Standardbetrieb am Aufsteckblitz: Der Sender wird hierbei einfach auf dem Blitzschuh der Kamera befestigt, der Blitz wird auf dem Empfänger befestigt und fertig! Das wird sicher der Häufigste Betriebsmodus sein, den Ihr als Hochzeitsfotograf nutzen werdet.
  2. Betrieb mit Studioblitz: Der Sender kommt wieder auf die Kamera, der Empfänger wird vis Klinkenstecker an den Blitz angeschlossen.
  3. Fernsteuerung der Kamera (anstelle des Blitzes): hierzu wird eines der Empfängermodule mit einem Kabel an die Kamera angeschlossen und mit dem Sender fernausgelöst.

Soviel zur Funktion. Nachdem ich die Module schon längere Zeit im Einsatz habe, kann ich nur feststellen, dass sie grundsätzlich zuverlässig arbeiten und auch längere Distanzen überbrücken können. Die Handhabung ist simpel und schnell zu erlernen. Insgesamt eine volle Empfehlung für jeden Fotografen!

 

Image Tank

Ein Image Tank ist Eure Versicherung als Hochzeitsfotograf. Sollte trotz aller Vorsicht doch mal die Speicherkarte verloren gehen oder defekt sein, werdet Ihr dankbar sein, eine mobile Backuplösung zu besitzen.

Viele Hochzeitsfotografen berichten im Moment äußerst positiv über die mobile Datensicherungslösung MPortable II. Nun kann man sagen, dass rund 350 Euro für einen 240 GB großen Speicher (es gibt noch 128 GB für 270Euro und 512 GB für 450 Euro) ein happiges Sümmchen ist, verlorene Fotos kommen Euch im Zweifel aber teurer zu stehen! Gerade dann, wenn Ihr keine Kamera mit Dual-Karten-Slot habt.

Aber das ist das überhaupt für ein Teil? Es ist eine tragbare SSD (schnelle Festplatte) mit einem Akku und drei Speicherkartenlesern (SD, TF und CF). Unterwegs könnt Ihr damit Eure Speicherkarten jederzeit sichern. Oben drauf bekommt Ihr einen WiFi Zugang. So könnt Ihr das Teil via App steuern.

Nun gibt es aber auch noch eine Hand voll anderer Anbieter auf dem Markt, die Image Tanks anbieten. Und dieses Gerät hier ist nun keine Revolution aber dennoch eine schicke Evolution. Die verbaute SSD Macht das Gerät leichter und Stoßresistent. Mit rund 350 Euro für fir Version mit 240 GB ist das Teil kein Schnäppchen aber noch bezahlbar. Aus Aufladen erfolgt über ein Micro USB Kabel. Das ist praktisch, so könnt Ihr durch Anschaffung einer starken Powerbank auch längere Reisen gut überbrücken.

Eine der wenigen guten Alternativen zu diesem Gerät hier bietet Western Digital mit der WD Wireless Pro.

Wer von euch nur einen Speicherslot nutzt, sollte meiner Meinung nach so ein Gerät einsetzen um ruhiger schlafen zu und die Angst vor einer defekten Karte reduzieren zu können.

Hochzeitsfotograf Osnabrück

Computer

So, durch das Thema Fotoequipment sind wir erst einmal durch! Zeit uns Euren Rechner anzusehen! Eine der wichtigsten Komponenten bei der Bildbearbeitung ist meist auch die, die bei Investitionen zur Aufrüstung des PCs zu kurz kommt: der Bildschirm! Ich will jetzt keine expliziten Empfehlungen für dieses oder jenes Modell aussprechen. Achtet bei der Auswahl Eures Bildschirms auf folgende Punkte:

  • Mattes Display
  • Auflösung mindestens 2.560 x 1.440 Pixel
  • Möglichst hohe Blickwinkelstabilität (min. 178°)
  • Möglichst 100% (s)RGB Farbraumabdeckung oder mehr
  • Möglichst hohe Bildschirmdiagonale (28 – 32 Zoll)

Bildschirm-Schnäppchen für um die 150 Euro könnt Ihr Euch gleich klemmen. Das führt am Ende nur dazu, dass Eure Fotos am Bildschirm anders aussehen als hinterher, wenn sie aus der Druckerei kommen. Investiert lieber hier etwas mehr Geld so seid Ihr sicher, dass Ihr das Gleiche seht, wie Eure Hochzeitspaare!

Der Rest Eures Rechners sollte möglichst schnell sein. Das heißt jetzt nicht, dass Ihr 16 oder 24 CPU Kerne braucht, aber zumindest sollte der Rechner kein Einsteiger-Officemodell sein.

Damit Ihr eine grobe Orientierung habt, hier mal eine Aufstellung über die wichtigste Hardware meines Rechners:

ProzessorIntel Xeon E3-1280 (4x 3,90 GHz, max. Turbo: 4.20 GHz)
RAM32 GB (4x 8 GB) DDR4-2400 DIMM CL16
Festplatte 1Samsung 850 Evo 2.5“ (550 MB/s lesen, 540 MB/s schreiben) für Betriebssystem und Anwendungen
Festplatte 2Samsung 960 Evo M.2 2280 NVMe (3200 MB/s lesen, 1900 MB/s schreiben) für Lightroom Temp und Cache
Festplatte 3Toshiba X300 High-Performance HDWF180UZSVA für Bilddaten
GrafikkarteNVIDIA Quadro K1200

 

Nun warum habe ich mich für diese Hardware entschieden? Ich bearbeite Bilder von Hochzeiten, Engagement- und Boudoir-Shootings mit Adobe Lightroom und Photoshop. Hier werfe ich nicht nur ein Preset drauf, sondern nehme eine umfassende Beauty Retusche vor. Diese Detailarbeit braucht eben viel Leistung.

Der Prozessor ist ein Klassischer Workstation-Prozessor. Der hohe Grund- und Turbotakt macht Adobe Lightroom Beine. Wenn Ihr aufwendige Bilder bearbeitet und vielleicht gleichzeitig mit Adobe Photoshop und Lightroom arbeitet, könnt Ihr eigentlich gar nicht zu viel RAM haben. Diese 32 GB habe ich als Schnäppchen ergattern können, daher habe ich das 4er Kit gewählt, besser wäre natürlich ein 2 x 16 GB Kit, um bei Bedarf später noch aufrüsten zu können.

Bei den Festplatten bin ich verschiedenen Erfahrungen und Empfehlungen für maximale Lightroom Performance gefolgt. So hat das Betriebssystem eine eigene schnelle SSD Festplatte (Samsung 850) für sich. Die zu bearbeitenden Fotos kommen auf das schnelle PCI-Express Laufwerk (Samsung 960). Dort sind auch die Kataloge und der Cache-Speicher von Lightroom untergebracht. Die große Toshiba-Festplatte dient dann als Datengrab, wenn die Bearbeitung der Hochzeitsfotos abgeschlossen ist.

Die Grafikkarte von NVIDIA gehört der professionellen Serie an. Sie ist keine High-End-Karte, unterstützt aber einige globale Bildbearbeitungsfunktionen in Lightroom, die die Bearbeitungsgeschwindigkeit spürbar erhöhen.

Um Euch bei der Bearbeitung der Hochzeitsbilder das Leben möglichst einfach zu machen, solltet Ihr zudem über die Anschaffung eines Grafik-Tablets nachdenken. Ich nutze das Wacom Intuos Pro in mittlerer Größe. Wacom ist so etwas wie der Industriestandard bei Grafiktablets. Natürlich haben diese Teile auch Ihren Preis (rund 320 Euro), dieses Geld ist aber gut investiert. Mit einem Stift zu zeichnen (z.B. die Konturen für das Makeup der Braut) ist einfach viel natürlicher als mit der Computermaus. Wenn Ihr das erste Mal mit einem solchen Grafik-Tablet arbeitet werdet Ihr einige Tage lang durch ein Tal der Tränen gehen müssen, weil die Umstellung von Maus und Tastatus auf ein Tablet doch schon sehr gewöhnungsbedürftig ist. Habt Ihr Euch aber einmal daran gewöhnt, werdet Ihr es lieben!

Fotograf Hochzeit Osnabrück

Sonstiges

HoldfaHoldfast Money Maker

Es gibt wirklich viele Situationen, bei denen es sich lohnt zwei Kameras dabei zu haben. Vor allem als Hochzeitsfotograf im Reportagebereich bleibt Euch keine Zeit zum Wechsel der Objektive. In dieser Zeit können Euch Momente entgehen, die sich nicht wiederholen.

Nachdem ich vermehrt auf Hochzeiten unterwegs war und lange Zeit verschiedene Schultergurte mit mir herumgetragen habe wollte ich eine andere Lösung haben. Warum? Bei zwei Kameragurten liegen die Gurte immer über Kreuz vor der Brust und behindern sich gegenseitig. Zudem waren die Gurte nicht wirklich bequem zu tragen. Kurzum: ich hatte keine zufriedenstellende Lösung für den Einsatz von zwei Kameras.

Nach einiger Suche im Internet bin ich auf einen Gurt gestoßen, der mir nicht mehr aus dem Kopf ging: den Holdfast Money Maker! Dieser Gurt vereinfacht die Arbeit mit zwei Kameras extrem und sieht auch noch gut aus.

Nun gibt es noch eine Menge anderer Doppelkameragurte in diversen Shops, aber mal ehrlich: Gerade als Hochzeitsfotograf will man auch etwas schicker auftreten. Schließlich will man nicht negativ aus der Menge an Hochzeitsgästen hervorstechen. Die meisten Gurte im Internet bestehen aus schwarz gefärbten Nylon oder was auch immer. Dieser edle Gurt ist aus dickem Wasserbüffelleder oder Amerikanischem Bison Leder gefertigt. Er repräsentiert Euch auch ein Stück weit.

Aufbau des Gutes

Das Design des Holdfast Money Maker ist insgesamt eher schlicht gehalten aber sehr sehr hochwertig verarbeitet. Mit Ihm könnt Ihr zwei Kamera-Bodies zur gleichen Zeit tragen und in Sekundenschnelle zwischen den Kameras hin und her wechseln.

Einer der größten Vorteile dieses Gurtes ist, dass sich die Riemen auf dem Rücken kreuzen, vor der Brust nicht. Hier folgt das Design also der Funktion! An großen Lederbändern läuft auf jeder Seite ein „Slider“. Diese Slider werden über eine Lasche befestigt. Sie sind die Verbindung zwischen Gurt und Kamera. Durch diese Konstruktion wird das Vorziehen der Kameras ermöglicht. Als Hochzeitsfotograf müsst Ihr bei Brautshootings häufig die Kamera wechseln. Da ist diese Konstruktion Gold wert.

Die Slider halten Eure Kameras über einen speziellen Karabinerhaken. Die Ösen zum Einhaken er Kameras werden in den Stativanschluss geschraubt. Die Art der Verschraubung kennt man auch von anderen Gurten, selten habe wirkt das Ganze aber so hochwertig wie hier.

Um den Haken zu öffnen, müsst Ihr einfach an dem Bändchen ziehen, dieser schiebt denn den kleinen Bolzen zurück. Hierfür braucht es schon einiges an Kraft. Das schafft Vertrauen, hängen doch locker 6.000 – 8.000 Euro an dem Gurt. Damit die Kamera sicher nicht herunterfallen kann, ist ein zweites Band vorhanden, das an Gurt und Kamera befestigt werden kann.

Weiterhin findet Ihr an dem Gut diverse Ösen. Hier könnt Ihr weiteres Zubehör befestigen. Theoretisch könnt Ihr vorne noch eine weitere (dritte) Kamera befestigen. Das habe ich aber noch nicht getestet. Meine Dritt-Kamera ist nur als Backup gedacht, die i.d.R. nicht zum Einsatz kommt.

Den Gurt könnt Ihr in 3 Größen bestellen, wobei ich mit rund 1,75m die Größe M nutze.

Fassen wir einmal die Vorteile zusammen:

  • Schneller Wechsel zwischen bis zu drei Kameras
  • Extrem hochwertige Verarbeitung
  • Sehr hohe Stabilität
  • Toller Retro-Look
  • Gleichmäße Verteilung des Gewichts über den Rücken hinweg
  • Lebenslange Herstellergarantie
  • Doppelte Sicherung der Kameras gegen herunterfallen
  • Erweiterbarkeit durch zusätzliche Taschen

Was richtig cool ist: Im Gegensatz zu den, unter Hochzeitsfotografen weit verbreiteten Holsterlösungen, könnt Ihr Eure Kameras hier einfach fallen lassen und direkt nach der anderen greifen. Acht müsst Ihr nur geben, wenn Wände oder andere Hindernisse (Tische, Stühle) in der Nähe sind, bei denen die Kamera anschlagen könnte.

Verarbeitung, Materialanmutung und der gesamte Qualitätseindruck ist über jeden Zweifel erhaben. Gefühlt könnte dieser Gurt neben meinen Kameras auch mich selbst tragen.

Wo Licht ist, gibt es auch Schatten, werfen wir also einen Blick auf die Nachteile:

  • Die Kameras schlenkern bei schnellem Laufen hin und her
  • Hoher Preis

Beim Laufen schwingen die Kameras immer etwas hin und her. Müsst Ihr also mal ein Stück schneller zurücklegen (kommt bei Hochzeitsfotografen glücklicherweise nicht so oft vor), solltet Ihr sie einfach festhalten.

Bei einem Preis von 250 bis 400 Euro richtet sich dieser Gurt eindeutig nicht an Hobbyfotografen. Ebenfalls wird nicht jeder Profi einen solchen Gurt benötigen. Jeder Fotograf, der Momente eben nicht absichtlich wiederholen lassen kann oder bei dem jedes Foto passen muss, wird dieses Teil zu schätzen wissen. Kurzum Reportagefotografen, die Hochzeiten und Parties fotografieren werden durch diesen Gurt hervorragend bedient.

Fotografiert ihr also regelmäßig Hochzeiten und verdient damit Euer Geld, solltet Ihr Euch eine Lösung anschaffen, die Euch das Leben erleichtert. Schließlich lauft Ihr an so einem Samstag oder Sonntag auch mal gut 8 – 14 Stunden auf einer Hochzeit herum. Um Euch die Arbeit nicht unnötig zu erschweren, solltet Ihr auf eine Lösung setzten, die auch auf lange Sicht verlässlich ist und Euch die Arbeit so einfach wie möglich macht.

 

Stativ

Nun was soll ich Euch zu einem Stativ schreiben. Es ist grundsätzlich erst einmal Geschmackssache, ob Ihr ein Stativ nutzen wollt oder nicht. Es gibt Situationen, bei denen ein Stativ enorm Hilft (z.B. Fotografie der Trauung in einer dunklen Kirche, oder Gruppenfotos bei schlechten Lichtverhältnissen). Ihr werdet vermutlich aber auch ohne Stativ ein erfolgreicher Hochzeitsfotograf werden können.

Falls Ihr Euch aber dazu entscheidet ein Stativ anzuschaffen, schaut, dass Ihr nicht das aller günstigste Modell wählt. Wichtig ist, dass das Teil stabil steht und nicht beim kleinsten Windstoß anfängt zu wackeln. Außerdem solltet Ihr Euch überlegen wofür Ihr das Ding nutzen wollt. Bei Makro-Aufnahmen (z.B. Hochzeitsringe) kann es Hilfreich sein, wenn das Stativ die Möglichkeit bietet, die Kamera auch von unten anzubringen.

Stellt Ihr eure Kamera also auf ein Stativ, könnt Ihr problemlos 20 oder gar 30 Sekunden lang belichten.

Hochzeitsfotograf Osnabrück

Grundlagen der Fotografie

Technik

Brennweite

Falls Ihr diesen (zugegeben sehr langen) Blogbeitrag bis hier hin gelesen habt, ist Euch schon öfter einmal der Begriff Brennweite entgegengekommen. Aber was bedeutet eigentlich Brennweite?

Erst einmal die Technik: Brennweite wird die Strecke genannt, auf der parallele Strahlen hinter einer Linse gebündelt werden. Je größer die Brennweite eines Objektivs ist, desto weiter könnt Ihr von Eurem Motiv (z.B. Eurem Hochzeitspaar) stehen, um es bildfüllend abzubilden. Umgekehrt: je kürzer die Brennweite, desto näher müsst Ihr Euren Hochzeitspaar auf die Pelle rücken, um es füllend abzubilden.

Ihr findet die Brennweite vorne am Rand Eurer Objektive oder am Korpus. Die Angabe erfolgt in Millimetern (mm).

Abhängig von Ihrer Brennweite lassen sich Objektive in verschiedene Kategorien unterteilen:

BezeichnungBrennweitenbereichBlickwinkel
Super-Weitwinkel-Objektive8 – 20 mm170 – 84°
Weitwinkel-Objektive21 – 40 mm82 – 63°
Normal-Objektive40 – 50 mm57 – 47°
Portrait-Objektive85 – 130 mm29 – 19°
Tele-Objektive140 – 250 mm17 – 10°
Super-Tele-Objektiveab 260 mm10 – 4°

Aber warum ändert sich denn der Blickwinkel, wenn sich die Brennweite ändert? Ganz einfach! Bildet mit Daumen und Zeigefinger Eurer beiden Hände einen Rahmen. Schaut hindurch und verändert die Entfernung zwischen Euren Augen und dem Rahmen. Nahe am Gesicht habt Ihr durch den Rahmen einen größeren Blickwinkel als weiter weg. Übertragen wir das nun auf die obenstehende Tabelle, ist die Entfernung zwischen Eurem Kopf und dem Rahmen die Brennweite. Der Blickwinkel ergibt sich denn entsprechend.

 

Belichtungszeit

Die Belichtungszeit (auch Verschlusszeit genannt) steuert, wie lange Licht durch die geöffnete Blende auf den Sensor Eurer Kamera fallen kann. Dabei gilt, je kleiner der Wert gewählt wird, desto dunkler wird das Foto. Im Umkehrschluss sorgt eine längere Verschlusszeit zu einem helleren Bild.

Bei den meisten Kameraherstellern wird die Belichtungszeit als n-ter Teil einer Sekunde (Kehrwert; also 1/n) angegeben. Zeigt Euch Eure Kamera also eine Belichtungszeit von 250 an, wird Eure Aufnahme 1:250 Sekunden (also eine zweihundertfünfzigstel Sekunde oder 0,004 Sekunden) lang belichtet. Entsprechend stehen Belichtungszeiten von 2 für 0,5 Sekunden, 5 für 0,2 Sekunden, 10 für 0,1 Sekunden und so weiter. Solche Verschlusszeiten gelten schon als sehr lang. Als Hochzeitsfotograf werdet Ihr tendenziell eher kürzer belichten, müssen doch Eure Brautpaare für die Länge der Verschlusszeit auch stillhalten.

Natürlich sind auch Belichtungszeiten von mehr als einer Sekunde möglich. Vielen Kameraherstellern werden Belichtungszeiten ab 1 Sekunde mit einem nachgestellten ´´ im Display angezeigt. So steht eine Anzeige von 5´´ für eine Verschlusszeit von 5 Sekunden.

Bildgestaltung mit der Belichtungszeit

Die Belichtungszeit beeinflusst nicht ausschließlich die Helligkeit Eurer Hochzeitsfotos. Vielmehr kann die Belichtungszeit als Mittel zur Gestaltung eurer Aufnahmen und für die Entwicklung Eures Eigenen Stils genutzt werden.

Setzt Ihr eine lange Belichtungszeit ein, führt das auf Euren Hochzeitsbildern zu einer so genannten Bewegungsunschärfe. Wollt Ihr beispielsweise Euer tanzendes Hochzeitspaar beim ersten Tanz künstlerisch in Szene setzen, ist eine lange Verschlusszeit möglicherweise das Mittel Eurer Wahl.

Weiter Beispiele können sein:

  • Fließendes Wasser eines Bachlaufs
  • Brautauto im Dunkeln (Lichtraumen, die sich durch die Aufnahme ziehen)
  • Feuerwerk für das Hochzeitspaar

Durch derart belichtete Bilder vermittelt Ihr dem Betrachter (also Euren Hochzeitspaar) eine gewisse Dynamik.

Und darauf müsst Ihr achten

Für lange Belichtungszeiten braucht Ihr in der Regel ein Stativ oder eine andere ebene Fläche, auf der Ihr die Kamera ablegen könnt. Anderen Falls verwackelt Ihr die Hochzeitsfotos. Falls Ihr Euch nun Fragt ab wann eine Belichtungszeit als lang gilt, habe ich die Antwort!

Leider lässt Sich diese Frage nicht einsilbig oder mit einem Dreiwortsatz beantworten. Grundsätzlich ist das immer von der Kombination aus Kamera und Objektiv abhängig. Solltet Ihr eine Vollformatkamera (Canon EOS 5D, Sony A7 oder Nikon D750) Euer Eigen nennen, könnt Ihr euch an einer einfachen Formel orientieren:

1 / Brennweite des Objektivs = maximale Belichtungszeit

Ok ein kleines Bisschen Grundschulmathe braucht man dafür schon, das ist aber echt nicht schwierig! Ein Beispiel: Ihr habt auf Eurer Vollformatkamera ein klassisches Portraitobjektiv mit einer Brennweite von 50mm. Dann ist die maximale Belichtungszeit 1/50 Sekunde. Bei einer Brennweite von 85mm wäre es nur noch 1/85 Sekunden, bei einem 20mm Weitwinkelobjektiv könnt Ihr unter gleichen Bedingungen 1/20 Sekunden belichten. Das dürfte wohl für jeden Fotografen nachvollziehbar sein.

Nun laufen die meisten professionellen Hochzeitsfotografen ja mit zwei Kameras herum, um nicht ständig die Objektive wechseln zu müssen und auch eine gewisse Ausfallsicherheit zu gewährleisten. Einige von Euch werden sicher auch eine Kombination aus Crop-Format Kamera und Vollformatkamera für die Hochzeitsfotografie nutzen.

Crop-Format heißt, dass der Sensor kleiner als bei einer Vollformatkamera ist („Crop“ = beschneiden). Aufgrund der kleineren Sensorfläche ergibt sich dann eine Verlängerung der Brennweite. Nun warum schreibe ich Euch das? Falls die für Eure Hochzeitsfotografie eine Kamera mit Crop-Sensor nutzt, müsst Ihr den so genannten Crop-Faktor mit in die Gleichung einsetzen:

1 / Brennweite des Objektivs * Crop-Faktor = maximale Belichtungszeit

Den genauen Crop-Faktor könnt Ihr auf der Herstellerseite Eurer Kamera oder in der Anleitung nachlesen. Nein! Es lesen nicht nur Weicheier die Anleitungen technischer Geräte! Nachfolgende Tabelle gibt euch Eine kleine Übersicht der Crop-Faktoren gängiger Hersteller:

HerstelleCrop-Faktor
Canon1.6
Nikon1.5
Pentax1.5
Sony1.5

 

Noch ein kleines Beispiel um die Sache etwas anschaulicher zu machen: Ihr verwendet als Backup für Eure Hochzeitsfotografie eine Sony a6500 mit APS-C Sensor in Kombination mit einem 50mm F1.8 Portraitobjektiv. Durch die Brennweitenverlängerung ergibt sich ein Bildausschnitt, wie der einer Vollformatkamera mit einem 75mm Objektiv (50mm x 1.5 = 75mm). Die Maximale Belichtungszeit entspricht also nicht 1/50 Sekunde, sondern nur 1/75 Sekunde. Das klingt jetzt nicht nach Welten, kann aber durchaus bei der Fotografie von Hochzeiten den Unterschied zwischen einem guten Foto und Ausschuss bedeuten.

Bevor ich jetzt gleich für die Behauptung, dann ein 50mm Objektiv an einer Crop-format-Kamera zu einem 75mm Objektiv wird, gekreuzigt werde: Nein! Ein 50mm Objektiv ist ein 50mm Objektiv. Egal an welche Kamera. Nur der von Eurer Kamera aufgenommene Bildausschnitt ist von der Sensorgröé abhängig.

Nachfolgende Abbildung zeigt, wie ein Foto an einer Vollformatkamera aussehen könnte. Der Kreis ist das Sichtfeld des Objektivs:

Im Vergleich dazu sieht das gleiche Motiv an einer Crop-Kamera etwa so aus.

Ihr seht, dass der Kreis (also das was das Objektiv zeigt) unverändert bleibt, der Teil, den die Kamera sehen kann, aber kleiner wird.

Hier noch einmal beide Formate im direkten Vergleich.

Keine Regel ohne Ausnahme!

Kommen wir zurück zum eigentlichen Thema: der Verschlusszeit. Bisher habt Ihr gelernt, mit welchen Belichtungszeiten Ihr aus der Hand heraus euer Hochzeitsfotografie betreiben könnt. Nun gibt es aber auch Ausnahmen, die die zuvor genannten Formeln zwar nicht außer Kraft setzen, Euch bei der Belichtungszeit aber etwas mehr Spielraum geben.

Fast jeder Hersteller hat Objektive mit aktiver Bildstabilisierung im Angebot. Bei einigen Kameramodellen (z.B. Sony A7 III) ist ein mehrachsiger Bildstabilisator bereits verbaut. Bei Canon erkennt Ihr bildstabilisierende Objektive an dem Kürzel „IS“ (für Image Stabilization) im Namen. Bei Tamron taucht ein „VC“ (für Vibration Control) auf. Teilweise werden Angaben von bis zu 8 Blendstufen, die durch die Stabilisierung ausgeglichen werden sollen, gemacht. In der Praxis könnt Ihr eher von 3 – 6 Stufen ausgehen. So könnt Ihr durchaus auch längere Belichtungszeiten aus der Hand heraus realisieren.

 

Blende

Die Blende ist eines der wichtigsten Gestaltungselemente bei der Anfertigung Eurer Hochzeitsfotos. Ihr könnt nicht nur steuern wie viel Licht auf den Bildsensor der Kamera fällt. Mit Ihr steuert Ihr vor allem die Schärfentiefe eurer Fotos.

Sicher kennt jeder diese typischen, professionell aussehenden Hochzeits- und Paarbilder, bei denen der Hintergrund verschwommen ist, das abgebildete Brautpaar aber schön scharf. Bei solchen Aufnahmen wird i.d.R. mit einer kleinen Blendzahl und der daraus resultierenden geringen Schärfentiefe gearbeitet.

Schärfentiefe

Die Schärfentiefe liegt den Bereich fest, in dem das Bild scharf dargestellt wird. Abhängig von der Art der Aufnahme kann sich dieser Bereich über das ganze Bild erstrecken (z.B. bei Landschaftsaufnahmen hat man oft eine große Schärfentiefe) oder eben nur auf einen sehr kleinen Bereich (wie bei Portraits). Damit so ein Portrait gelingt ist es wichtig richtig zu Fokussieren. Ich empfehle hier nicht mit großen Autofokusfeldern zu arbeiten, sondern mit einem einzelnen Fokuspunkt, der immer auf dem Auge liegen sollte, das Euch zugewandt ist.

Durch die weit geöffnete Blende erhaltet Ihr eine schöne Unschärfe im Hintergrund des Bildes, das so genannte Bokeh.

Belichtung

Nun steuert die Blende nicht nur wie das Bokeh Eurer Aufnahme aussieht, sondern auch wie viel Licht auf den Kamerasensor gelangt. Nutzt Ihr eine weit geschlossene Blende kann es passieren, dass Eure Bilder zu dunkel (unterbelichtet) werden oder schlicht verwackeln, weil die für ein ausreichend belichtetes Bild notwendige Verschlusszeit einfach zu lange war.

Damit ihr Probleme vermeidet müsst Ihr andere Parameter einstellen. Fehlendes Licht gleicht Ihr beispielsweise über einen höheren ISO-Wert aus. Beachtet aber, dass ein zu hoher ISO Wert zu Bildrauschen führt. Bei günstigeren Kameramodellen unterhalb der 800 Euro Grenze solltet Ihr ISO-Werte über 2000 meiden. Bei den meisten Vollformatkameras erzielen auch Bilder mit einer ISO von 6.400 oder gar 12.800 noch sehr gute Ergebnisse.

Alternativ könnt Ihr Eure Kamera natürlich auch auf ein Stativ stellen. So sind auch lange Belichtungszeiten möglich. Bedenkt aber, dass Euer Brautpaar nicht ewig stillhalten kann.

Zusammenhang mit der Brennweite

Neben der Blende hat auch die verwendete Brennweite Einfluss auf die Schärfentiefe. Gier gilt eine einfache Regel:

  • Je kleiner die Brennweite, desto geringer der Einfluss der Blende auf die Tiefenschärfe
  • Je größer die Brennweite, desto größer der Einfluss der Blende auf die Tiefenschärfe

Fotografiert Ihr beispielsweise bei gleicher Blende mit einem 35mm Objektiv und mit einem 85mm Objektiv (siehe Empfehlungen), dann wirkt sich eine weit geöffnete Blende bei dem 85er Objektiv stärker auf den Unschärfeeffekt des Hintergrunds aus.

Dieser Effekt kann verstärkt werden, je näher Ihr an Euer Brautpaar herangeht und je weiter der Hintergrund von Eurem Motiv entfernt ist.

Fotograf Hochzeit Osnabrück

 

ISO

Mittlerweile wisst Ihr sicherlich, dass in Abhängigkeit von der Lichtsituation und der gewählten Blende unterschiedlich viel Licht auf den Sensor der Kamera fällt. Je weniger Licht den Sensor erreicht, desto größer muss die Lichtempfindlichkeit und somit der ISO Wert gewählt werden.

Stellt Euch die ISO Einstellung des Kamerasensors einfach wie das menschliche Auge vor. Schaltet Ihr abends das Licht aus, braucht Euer Auge ein paar Minuten, um in der Dunkelheit etwas sehen zu können. Um den Sensor Eurer Kamera an das Sehen im Dunkeln zu gewöhnen, stellt Ihr eben die ISO höher.

Auch um extrem kurze Belichtungszeiten zu realisieren (z.B. beim Brautstraußwerfen), kann der Wert erhöht werden.

Behaltet im Hinterkopf, dass Bildschärfe und –Qualität mit zunehmenden ISO Werten stark abnehmen und das Bildrauschen zunimmt. Pauschal lässt sich jetzt nicht sagen, bis zu welchem ISO Wert Ihr noch sinnvoll fotografieren könnt. Bei APS-C Kameras (wie z.B. die Canon EOS 80D) solltet Ihr Werte von über 3.200 meiden. Wenn Ihr wollt, dass Euer Hochzeitspaar die Bilder auf eine Leinwand drucken kann, bleibt lieber unter 2.000.

Bei den höherwertigen Vollformatkameras, wie die Canon EOS 5D Mark IV oder die Sony A7 III stellen selbst Werte von 6.400 bis 12.800 kein Problem dar.

Im Folgenden habe ich Euch mal ein Bild eingefügt, das mit einem sehr niedrigen ISO Wert aufgenommen wurde.

Hochzeitsfotograf Osnabrück

Jetzt simulieren wir einmal, was ein höherer Wert mit diesem Foto anstellt, indem wir ein kräftiges Rauschen hinzufügen.

Fotograf Hochzeit Osnabrück

Und jetzt gehen wir richtig hoch…

Fotograf Hochzeit Osnabrück

Ihr seht, wie das Rauschen die komplette Bildwirkung zerstört. Nun müsstet Ihr die Empfindlichkeit schon echt hoch wählen, um so ein derbes Rauschen zu erhalten, das Prinzip wird aber deutlich.

Schaut also, dass Ihr bei einem Hochzeitsshooting Eure Motive mit möglichst geringer ISO ablichtet. Nur so erhaltet Ihr die maximale Bildqualität. Zieht im Zweifel eine längere Belichtungszeit oder eine weiter geöffnete Blende einer erhöhten ISO vor.

Nun will ich Euch keine unnötige Angst vor dem Verstellen des ISO Wertes machen! Ein höherer ISO Wert kann durchaus zum Bildlook beitragen. Beispiel: Kontrastreiche Schwarz/Weiß-Aufnahmen. Zudem habt ihr mit den gängigen Bildbearbeitungsprogrammen das Rauschen zu reduzieren.

 

Available Light Fotografie

Bei der Available Light Fotografie geht es im eigentlichen Sinne weniger um die Fotografie als solche, sondern mehr um eine Bildsituation, in der ausschließlich das aus der Umgebung verfügbare Licht für Aufnahmen genutzt wird. Ihr verzichtet also auf zusätzliche Lichtquellen, wie z.B. einen Blitz oder zusätzliche Lampen. Das Verfügbare Licht kann aus ganz unterschiedlichen Quellen kommen:

  • Sonnenlicht,
  • Lampenlicht aus näherer Umgebung,
  • Kerzenlich aus direkter Umgebung oder
  • Indirekte Beleuchtung durch andere Gebäude.

Warum solltet Ihr auf einen Blitz verzichten und nur mit dem verfügbaren Licht fotografieren? Die Gründe können natürlich vielfältig sein. Aber denkt einfach mal daran, was Ihr als Hochzeitsfotograf so alles aufnehmen müsst. Das fängt in kleinen, schlecht ausgeleuchteten Standzimmern an, geht über die Hochzeitsreportage in einer Kirche und hört bei der Rede des Brautvaters beim Abendessen auf. Das sind alles Situationen, in denen es unangebracht ist ein Blitzgerät einzusetzen.

Wenn Ihr nun ausschließlich mit dem verfügbaren Licht auskommen müsst, steht Ihr vor besonderen Herausforderungen. Nutzt die folgenden Tipps um zu einem perfekten Ergebnis zu für Eure Hochzeitsfotografie zu kommen.

Fotograf Hochzeit Osnabrück

Tipp 1: die richtige Einstellung

Um Eure Fotos trotz wenig Licht richtig zu belichten, müsst Ihr die perfekte Balance zwischen Blende, ISO und Belichtungszeit finden. Je weiter Ihr die Blende öffnet, desto geringer fällt die Tiefenschärfe aus. Mit höhen ISO Werten nimmt das Bildrauschen zu. Bei längeren Belichtungszeiten besteht die Gefahr des Verwackelns. In solchen Situationen müsst Ihr entscheiden, was das kleinere Übel ist. Wisst Ihr beispielsweise, dass Euer Brautpaar Schwarz/Weiß – Bilder bevorzugt, könnt Ihr ruhig mit der ISO weiter hoch gehen.

Wichtig ist einfach, was Ihr mit Eurem Motiv aussagen möchtet.

 

Tipp 2: Weitwinkel auf die Kamera und nah ran!

Bei schlechten Lichtverhältnissen werdet Ihr gerade bei langen Brennweiten schnell an Eure Grenzen stoßen. Verwendet Ihr beispielsweise ein 200mm Objektiv, dürft ihr höchstens 1/200 Sekunden (bei APS-C Kameras sogar höchstens 1/320 Sekunden) belichten, um ein verwackelungsfreies Foto zu erhalten. Nutzt also lichtstarke Weitwinkelobjektive wie das Sigma 20mm F1.4. Gerade für Low Light Situationen werdet Ihr das Teil schätzen.

 

Tipp 3: Stativ

Mit einem Stativ könnt Ihr längere Belichtungszeiten realisieren, als aus der Hand. Nutzt in kritischen Situationen ein Stativ und einen Fernauslöser. So Minimiert Ihr die Gefahr von verwackelten Fotos. Das klappt natürlich nur mit unbeweglichen Teilen, oder wenn euer Brautpaar stillhält. Sich bewegende Bildelemente werden bei Langen Belichtungszeiten verwischen. Sowas kann natürlich auch interessant wirken, sofern der Effekt bewusst und gezielt eingesetzt wird (z.B. das Licht des vorbeifahrenden Brautautos in der Dunkelheit).

 

Tipp 4: Neuraldichtefilter (ND Filter-, Graufilter)

Manchmal kann es vorkommen, dass von dem zur Verfügung stehenden Licht einfach viel zu viel da ist. z.B. dann, wenn sich das Hochzeitspaar für ein Brautshooting in der prallen Mittagssonne entscheidet. Nun könnt Ihr natürlich mit viel kürzeren Belichtungszeiten arbeiten, eure Kontraste wird das aber nicht verbessern. In solchen Fällen kann der Einsatz eines ND-Filters helfen. Hiermit könnt ihr zum Beispiel den Himmel etwas abdunkeln und somit den Wolken mehr Zeichnung geben. Graufilter gibt es in verschiedenen Abstufungen. Je nach Situation und Euren Vorstellungen, lässt sich die gewünschte Belichtung und Lichtstimmung erzielen.

Fotograf Hochzeit Osnabrück

Fotografieren mit Blitzlicht

Warum blitzen?

Ein Blitzlicht müssen wir Hochzeitsfotografen immer dann nutzen, wenn es zu dunkel ist und wir zu lange belichten müssten. Bestes Beispiel: Fotos der Hochzeitsparty! Auch draußen bei Sonnenschein nimmt ein Blitz die lästigen Schatten unter der Nase, dem Kinn und den Augen. Professionelle Fotografen nutzen also Blitzgeräte bei Tag, um Schatten aufzuhellen und Gesichter schöner auszuleuchten. Das Ergebnis ist auch für Laien sofort sichtbar.

 

Was könnt Ihr blitzen?

Blitzen kann man alles, was nicht zu riesig ist und zu weit weg zum Blitz liegt. Die Pyramiden von Gizeh scheiden also ebenso aus wie eine Festivalbühne, die 300 Meter weit weg liegt. Aber solche Ding werde Ihr auf Hochzeiten ja nun auch selten fotografieren.

Das Blitzen lohnt sich für Portraits beim Brautshooting, Makroaufnahmen, Partybilder und vieles mehr.

 

Wann blitzt Ihr?

Einfach immer, wenn es dunkel ist, Ihr aber kurze Belichtungszeiten braucht. Aber auch bei hellem Sonnenschein kann das Blitzen hilfreich sein. Drehen wir die Frage einmal um: Nicht blitzen solltet Ihr in Museen, öffentlichen Orten, an denen es verboten ist und einfach überall dort, wo es stört. In solchen Fällen müsst Ihr dann halt mit der ISO hoch, die Belichtungszeit verlängern und ein Stativ nutzen.

 

Bildgestaltung

Der Goldene Schnitt

Das Ziel von Hochzeitsfotografen ist es, Ihre Bilder nicht nur technisch einwandfrei herzustellen (Belichtung und Farbgebung) sondern auch möglichst harmonisch wirken zu lassen. Nichts wäre schlimmer, als dem Brautpaar langweilige und irgendwie uninspirierte Bilder übergeben zu müssen. Was könnt Ihr also tun, um dem Betrachter Eurer Hochzeitsbilder ein harmonisches Gefühl zu vermitteln? „Der Goldene Schnitt“ ist ein Hilfsmittel der Bildgestaltung, mit dem Ihr dieses Ziel erreichen könnt. Allerdings müsst Ihr zuvor das Anwendungsgebiet verstanden haben.

Was ist also der goldene Schnitt?

Der goldene Schnitt ist ein Hilfsmittel, das ein Foto harmonisch wirken lassen kann. Und genau das ist der entscheidende Punkt! Überlegt Euch vor der Aufnahme oder dem Beschnitt Eurer Hochzeitsbilder, ob ein harmonisches Erscheinungsbild zu Euren Fotos passt. Vielleicht wollt Ihr ja einen ganz anderen Effekt erzielen. Zu einer wilden Hochzeitsparty passt u.U. eher ein unharmonisches Erscheinungsbild.

Gehen wir aber einmal davon aus, dass Ihr für das anstehende Brautshooting eine harmonische Erscheinung für Eure Hochzeitsfotos haben wollt. Dann sagt die Regel des goldenen Schnitts, dass Ihr Euer Bild zunächst in zwei Bereich teilen müsst. Das Seitenverhältnis beider Bereiche beträgt 38:62.

Klingt zwar nach Geometrieunterricht, geht aber auch ohne Parallelverschiebung! Teil einfach das Bild bei ca. 1/3. Das geht Horizontal und Vertikal:

Fügt Ihr nun beide Linien in einem Bild zusammen, ergibt sich ein Schnittpunkt:

Dreht Ihr nun die Aufteilung einmal um und fügt ebenfalls die horizontale und vertikale Linie ein, ergibt sich ein das folgende Raster:

Falls Euch weitere Details oder die genaue Berechnung des goldenen Schnitts näher interessieren, könnt Ihr das hier nachlesen…

Und was macht Ihr jetzt mit dem goldenen Schnitt?

Wichtige Elemente Eures Bildes platziert Ihr nun entlang dieser Linien. Und Zack! Wirkt Euer Bildaufbau schon einmal harmonisch. Bei den Hochzeitsfotos aus dem Brautshooting solltet Ihr darauf achten, dass das vordere Auge Eures Motivs auf einem der Schnittpunkte liegt. Herzlichen Glückwunsch, Ihr habt hiermit den goldenen Schnitt erlernt!

Beispiel

Bei dem folgenden Foto, das im Rahmen eines Engagement-Shootings in Osnabrück ist, wurde der goldene Schnitt mit weißen Linien eingezeichnet.

Der Mund der Lady liegt auf der unteren Schnittlinie, die Augenpartie auf der oberen. Das vordere (rechte) Auge, liegt sehr nah am Schnittpunkt der Linien. Trotz der cremigen Unschärfe im Bokeh erkennt Ihr den Verlobten. Seine Mundpartie liegt auf der oberen horizontalen, sein Auge auf der vertikalen Schnittlinie.

Noch ein Beispiel

Natürlich müsst Ihr Euren Hochzeitspaaren nicht immer direkt auf die Pelle rücken. Das nachfolgende Bild stammt aus einem Hochzeitshooting in Münster. Es zeigt das Brautpaar; offensichtlich oder?

Ihr seht, dass das Brautpaar im rechten Drittel des Bildes untergebracht wurde und die Köpfe auf dem oberen, rechten Schnittpunkt platziert sind. Der Brautstraß liegt auf der linken vertikalen Linie…

Und das letzte Beispiel

Was im Querformat funktioniert, lässt sich auch auf das Hochformat übertragen. Das folgende Bild stammt aus einem Bridal-Boudoir-Shooting in Ibbenbüren:

Fotograf Hochzeit Osnabrück

Das Model ist rechts aus der vertikalen Schnittlinie platziert, Ihre Schulter liegt im Schnittpunkt. Das Spiegelbild ist auf der linken Linie untergebracht, Ihr Kinn im oberen, linken Schnittpunkt.

Ihr seht also, dass diese kleine Regel zur Bildgestaltung einen großen Einfluss auf die Wirkung Eurer Hochzeitsbilder haben kann. Wie bei allen Regeln, könnt Ihr auch diese natürlich brechen; tut es aber bewusst und nicht aus Unwissenheit.

Tipp: Viele Handys und Kameras haben eine Option um das beschriebene Raster zu aktivieren.

Die Goldene Spirale

Die zweite Technik, mit der Ihr harmonisch wirkende Hochzeitsbilder gestalten könnt, ist die goldene Spirale; auch bekannt als die Fibonacci Spirale. Werfen wir aber erst einmal einen Blick auf die graue Theorie.

Wie auch beim goldenen Schnitt, geht hier um die Bildaufteilung bzw. um die Platzierung Eurer Hochzeitspaare auf dem fertigen Bild. Im Gegensatz zum goldenen Schnitt werden Eure Hochzeitsfotografien aber nicht durch horizontale und vertikale Linien in neun Teile „zerschnitten“. Hier wird mit einer Spirale gearbeitet.

Um Die Spirale nun auf das Bild zu bekommen, wählt Ihr folgendes Vorgehen.

Teil Euer Bild vertikal nach dem goldenen Schnitt auf. Teilt anschließend die kleinere der entstandenen Flächen ebenfalls nach dem goldenen Schnitt auf.

Wiederholt diesen Vorgang bis Ihr mindestens 7 oder mehr teile erhalten habt. Das wird dann etwa so aussehen.

Nun Zeichnet Ihr in die entstandenen Flächen jeweils Halbkreise hinein. Beginnt mit der größten Fläche. Geht so für jedes weitere entstandene Feld vor.

Wie Ihr sehen könnt, habt Ihr bis jetzt erreicht, dass Euer Bild einfach voll mit Linien ist. Wenn Ihr jetzt die Hilfslinien entfernt, erkennt Ihr die Spirale. Nun kommt es natürlich darauf an in welcher Ecke Ihr mit dem Einzeichnen der Linien begonnen habt. Denkbar sind vier Verläufe für die Spirale.

Beispiel

Schauen wir uns einfach mal ein Beispiel an. Hier seht ihr ein Foto, das zugegebener Maßen wenig mit der Arbeit eines Hochzeitsfotografen zu tun hat. Dennoch ist dieses Bild in einer Kirche im Rahmen einer Hochzeit entstanden.

Fotograf Hochzeit Osnabrück

Wie Ihr sehen könnt, endet der Verlauf der spirale relativ genau auf dem Gesicht des Bären. So erreicht Ihr einen Bildaufbau, der von den meisten Betrachtern als harmonisch empfunden wird.

Auch hier gilt natürlich: Keine Regel ohne Ausnahme! Versucht einfach mit der Spirale zu spielen oder den Bildschnitt Eurer älteren Hochzeitsfotos zu verändern.

Sieben Regeln für schlechte Fotos

Auch das Anfertigen richtig schlechter Fotos will gelernt sein. Darum machen wir es kurz und schmerzlos. Hier sind sieben Regeln für richtig schlechte Fotos.

Regel 1

Lest nur keine Bedienungsanleitung! Das machen nur Weicheir. Das gilt selbstverständlich für Eurer gesamtes Equipment: Kamera, Blitzgeräte sowie Zubehör. Schließlich seid Ihr ja ein professioneller Hochzeitsfotograf, der weiß was er tut. Am besten ist es, wenn Ihr immer im Automatik-Modus fotografiert. Nur so wertet Ihr richtig schlechte Fotos machen!

Regel 2

Die Entfernung zwischen Dir und Deinem Motiv (z.B. dem Hochzeitspaar) muss möglichst groß sein. Wo bleibt der Spaß, wenn man auf Euren Hochzeitsbildern nicht das Brautpaar suchen muss?

Regel 3

Schärfe wird überschätzt! Haltet Eure Kamera nicht zu ruhig. Gebt Euren Hochzeitsfotos Dynamik indem Ihr stets in Bewegung bleibt. Nur so zeigen die Bilder richtige Action! Hilfreich ist in diesem Kontext auch eine lange Belichtungszeit.

Regel 4

Vergesst die Regeln zur Belichtungszeit (Kehrwert der Brennweite)! Folgt Ihr der Regel, könnt ihr Eure Hochzeitsfotos, die Ihr mit einer Brennweite von z.B. 85mm aufnehmt, maximal 1/85 Sekunde belichten; jedenfalls, wenn das Ergebnis ein verwackelungsfreies Bild sein soll.

Ihr seid ein Hochzeitsfotograf! Bei Euch gelten diesen Einschränkungen nicht! Schließlich habt ihr ja schon einige Erfahrung als Hochzeitsfotograf. Und wer schon einmal fotografiert hat, kann länger stillhalten. Außerdem greift im Zweifelsfall Regel 3.

Regel 5

Ihr seid nicht nur Hochzeitsfotograf, sondern ein Künstler der Regeln bricht! Das gilt auch für die Anfertigung schlechter Hochzeitsfotos.

Vermeidet es bei beim Eures Motivs im Bild den Goldenen Schnitt oder die Goldene Spirale anzuwenden. Man spricht ja auch nicht umsonst von der „goldenen Mitte“. Eine harmonische Bildgestaltung kann jeder, nur wer wirklich leidensfähig ist soll es verdienen Eure Fotos betrachten zu können.

Regel 6

Schärfe ist das einzige Qualitätsmerkmal für Hochzeitsfotografen. Damit man später jedes Detail im Hintergrund erkennen kann, solltet Ihr möglichst abgeblendet auf 11 oder besser 16 arbeiten. So habt Ihr neben dem Brautpaar auch den Hintergrund richtig schön scharf.

Regel 7

Fotografiert nur, wenn Euer Hochzeitspaar vollständig ausgeleuchtet ist. Nur so kann man alles auf Euren Hochzeitsbildern erkennen. Dunkle Bereiche sind eh langweilig und sollten ein Absolutes Tabu sein. Ihr seid schließlich ein professioneller Hochzeitsfotograf!

 

Bildstile der Hochzeitsfotografie

Als Hochzeitsfotograf fangt Ihr all die großartigen Details ein, Bilder mit großen Emotionen und kleine sinnliche Augenblicke, die sich auf einer Hochzeit ergeben. So zeichnet Ihr ein Bild der gesamten Hochzeit. Wie Ihr das aber tut ist, ist eine Frage des Stils. Egal welche Art Hochzeitsfotograf Ihr seid, Ihr werdet Euch primär in einem der drei Stile wiederfinden:

  1. Traditionell (die klassische Art)
  2. Dokumentarisch (die Hochzeitsreportage)
  3. Künstlerisch (Fine Art Stil)

 

Traditionell

Als traditionelle Hochzeitsfotograf, werdet Ihr die wichtigsten Personen vor einem passenden Hintergrund arrangieren und dann unter Einsatz der korrekten Belichtungstechnik fotografieren. Mit dieser Art von Hochzeitsfotos erfüllt Ihr stets einen gewissen Standard, der sich von Amateurfotos deutlich abhebt. Das erreicht Ihr, indem Ihr die Grenzen seines Equipments kennt und ganz bewusst als Mittel einsetzt um die Bildqualität positiv zu beeinflussen.

In den letzten Jahren war zu beobachten, dass bei Hochzeitspaaren der Trend weg von dieser Art der Hochzeitsfotografie geht.

 

Dokumentarisch

Seid Ihr eher der Typ für eine Hochzeitsreportage, werdet Ihr den Tag dokumentarisch festhalten. Euer Ziel ist es Ziel, das Geschehen unbeeinflusst zu lassen und möglichst neutral zu dokumentieren. Ihr als Hochzeitsfotograf zeichnet die Hochzeitsfeier durch die Augen eines neutralen, unabhängigen Beobachters auf. Das Ergebnis ist eine Art journalistisch aufbereitete Geschichte. Ihr setzt die Schwerpunkte nach eurem persönlichen Gusto.

 

Künstlerisch, Fine Art Hochzeitsfotografie

Für die Hochzeitsfotografen unter Euch, die sich eher als Künstler denn als Fotograf sehen, stellen die unzähligen Erlebnisse und Emotionen, die eine Hochzeit auslöst, die Inspiration dar, diese Eindrücke in ästhetischen Bildern zu komprimieren. Ihr folgt hier nicht den Maßgaben fotografischer Genauigkeit, denen all die anderen Hochzeitsfotografen möglicherweise folgen, oder versucht alle wichtigen Ereignisse einzufangen. Vielmehr folgt Ihr bei der Anfertigung Eurer Hochzeitsfotos allein Eurer ästhetischen Vision, die aus Eurem persönlichen Stil, den Besonderheiten der Hochzeit und den einzelnen Situationen hervorgeht.

Egal welchem der drei Stile Ihr Euch am ehesten verbunden fühlt, hat jeder Stil der Hochzeitsfotografie hat seine Berechtigung. Als Traditionalist fühlt Ihr Euch mit der klassischen Art der Hochzeitsfotografie wohl, viele moderne Brautpaare wünschen sich inzwischen die Hochzeitsreportage. Hochzeitspaare, die höchste Ansprüche an den künstlerischen Aspekt Ihrer Hochzeitsfotos legen, ohne dabei die Vollständigkeit in den Fokus zu rücken, favorisieren den Fine Art – Stil. Ganz egal welchen Stil Ihr für Euer Schaffen bei der Anfertigung von Hochzeitsbildern favorisiert: Ein Hochzeitsfotograf, der nicht seine ganze Leidenschaft und sein ganze Können für kompromisslos schöne Bilder einsetzt, hat auf einer Hochzeit nichts verloren.

„Hochzeitsfotografie handelt vom Im-Moment-Sein. Ein guter Hochzeitsfotograf weiß, wie man den Moment und das Wesen der Person in diesem Moment ins Bild bringt. […] Ich sehe mit dem Herzen und mit dem Herzen mache ich auch Fotos. Ich liebe Hochzeiten, weil sie voller Gefühl sind, und es ist eine Ehre für mich, auf dem schönsten Tag im Leben eines Hochzeitspaares eingeladen zu sein und diesen Tag mit ihnen zu teilen.“

Joe Buissink
– Hochzeitsfotograf –

 

Die Fine Art Hochzeitsfotografie ist die schwierigste aller Arten der Hochzeitsfotografie. Auf der einen Seite läuft nicht alles vorhersehbar 08/15 ab. Für jedes Bild werden immer neue Einstellungen gefunden und auch Experimente gemacht, die sich aus der jeweiligen Situation entwickeln. Auf der anderen Seite wird viel mit weit geöffneter Blende fotografiert. Die Kameratechnik ist dann entsprechend sensibel und intolerant für Fehler. Als Hochzeitsfotograf werdet Ihr, um herausragend ausdrucksstarke Bilder zu erschaffen, absichtlich schwierige Lichtsituationen suchen. Damit Ihr als Fotograf diese Technik erfolgreich auf Eurer Hochzeit anwenden könnt, müsst Ihr die Technik perfekt beherrschen, schließlich gibt es für den 1st View oder den ersten Kuss keine zweite Chance!

Die Hochzeitsbilder, die meine Kunden von mir erwarten dürfen, ist letztlich eine gute Mischung aus zwei Ansätzen: Ich halte Hochzeiten als Reportage im Fine Art Stil fest. Überlegt Euch einfach welcher Stil oder welche Kombination am besten zu Euch passt und bleibt konsequent dabei. So wissen Eure Hochzeitspaare schon im Vorfeld, was sie von Euch erwarten dürfen.

Fotograf Hochzeit Osnabrück

Internetpräsens

Social Media

Die meisten Hochzeitsfotografen versuchen, über Social Media-Kanäle ihre Dienstleistungen zu vermarkten. Das ist aber meist gar nicht so einfach, wie Ihr vielleicht gerade noch denkt. Für einen erfolgreichen Social Media-Account braucht es eine ausgefeilte Strategie und gute Inhalte.

Wenn Ihr als Hochzeitsfotograf im Bereich Social Media erfolgreich sein wollt, braucht Ihr nicht nur einen Facebook-, Twitter- oder Instagram-Account und ein paar schöne Fotos. Um mehrere tausend Follower zu bekommen und sie auch zu behalten, braucht Ihr vor allem eins: Mehrwert für die Fans. Wer regelmäßig seine geschossenen und bearbeiteten Aufnahmen postet, kann sich zwar in der Regel eine kleine Fangemeinde aufbauen – tatsächlich erfolgreich werden und mit Social Media Geld verdienen kann aber nur der Fotograf, der mehr als das bietet.

 

Strategie – das Wichtigste für Fotografen im Social Media

Um als Fotograf auf Facebook und Co. erfolgreich zu sein, ist für Euch eine ausgereifte Strategie das Wichtigste. Wer „nur mal eben so auf Facebook“ sein will, hat meist schon von vornherein verloren. Um auf den verschiedenen Social Media-Kanälen viele Fans zu generieren und möglichst auch Umsatz zu machen, braucht es Zeit und ein Konzept, das auf Euch, den Hochzeitsfotografen selbst, Eure Kapazitäten und vor allem Eure Zielgruppe zugeschnitten sein muss.

 

Schritt 1: Personas erstellen

Zuerst solltet Ihr Euch fragen, wer überhaupt mit den Beiträgen erreicht werden soll. Sind es andere Hobby- oder Profifotografen, mit denen Ihr eine(n) Austausch und/oder Kooperationen sucht? Sind es Fotoanfänger, die sich für Euren kostenlosen oder kostenpflichtigen Workshops gewinnen lassen? Oder wollt Ihr eine ganz spezielle Kundengruppe für Eure Fotografie ansprechen? Beispielsweise Hochzeitspaare als Hochzeitsfotograf, Bräute für Bridal Boudoir Shootiungs oder frisch Verlobte die ein Engagement Shooting buchen um schöne Fotos für Ihre Einladungskarten zu erhalten. Vermutlich habt Ihr schon eine Vorstellung davon, wer diese Zielgruppe sein soll. Ihr müsst sie aber genau definieren, um strukturiert arbeiten zu können. Herbei helfen am besten sogenannte Personas. Stellt Euch einfach eine fiktive Person vor, die in die Zielgruppe passt. Versucht diese so genau wie möglich zu charakterisieren.

Wichtig dabei sind folgende Eigenschaften:

  • Beruf
  • Bildung
  • Geschlecht
  • Alter
  • Hobbys

Von diesen Personas erstellt Ihr am besten so viele, wie es für Euch Zielgruppen gibt. Wann immer Ihr einen Beitrag für Euer Facebook-, Twitter- oder Instagram-Profil vorbereitet, solltet Ihr diese Persona möglichst gut ansprechen. So verliert Ihr Euer Ziel und vor allem seine Zielgruppe nie aus den Augen und Ihr könnt effektiv Marketing machen.

Fotograf Hochzeit Osnabrück

Schritt 2: Kapazitäten

Hört sich vermutlich banal an. Aber oft werden die eigenen Kapazitäten, die für Social Media aufgebracht werden können, überschätzt. So kann ein Account nach wenigen Wochen eine Bruchlandung erleben. Dabei gehört zu den Kapazitäten nicht nur die Zeit, die Euch für die Pflege des Profils zur Verfügung steht. Auch Eure eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten, gute Texte zu schreiben, Grafiken zu erstellen und Videos zu produzieren spielen eine große Rolle. Nichts davon ist einfach und den Aufwand, den Ihr hier betreiben müsst, solltet Ihr nie unterschätzen. Zu guter Letzt spielt auch Euer verfügbares Budget eine Rolle. Zwar unterhalten vor allem Hobbyfotografen vor allem Profile, ohne dass sie dafür Werbung schalten. Doch wenn Ihr möglichst viele Menschen erreichen wollt, um für Eure Dienstleistungen zu werben, ist ein Werbebudget durchaus sinnvoll. Auch kann die Erstellung von Designvorlagen und ähnlichem an Profis ausgelagert werden. Natürlich kostet das ebenfalls Geld, das Ihr erst einmal verdienen müsst.

 

Schritt 3: Der Redaktionsplan

Nach der relativ trockenen (aber definitiv notwendigen!) theoretischen Arbeit geht es nun an die praktische Umsetzung Eures Social Media-Profils. Für die reibungslose Arbeit über Monate hinweg ist es sinnvoll, Euch einen Redaktionsplan anzulegen. Darin wird jeder geplante Post an dem entsprechenden Veröffentlichungsdatum vermerkt, dazu der vorgesehene Text, das Foto, Video und/oder Link. Dabei ist es Euch selbst überlassen, ob Ihr den Redaktionsplan mit den bereits fertigen Posts bestückt oder lediglich das geplante Thema dort hineinschreibt. Der Plan hilft Euch als Hochzeitsfotograf, Eure Social Media-Arbeit strukturiert und vor allem regelmäßig zu betreiben. So behaltet Ihr immer den Überblick, wann was an der Reihe ist und ob noch ein Post fehlt. Dabei ist zunächst nicht wichtig, wie viele Einträge Euer Redaktionsplan enthält. Die Hauptsache ist, dass Eure Beiträge regelmäßig kommen und die Follower sich darauf verlassen können.

Doch was kommt in solch einen Redaktionsplan hinein? Wenn Ihr Social Media für Hochzeitsfotografen machen wollt, könnt Ihr Euch zunächst an Euren eigenen Interessen und Vorlieben orientieren. Wenn Ihr einmal zurückdenkt und Euch überlegt, was Ihr in Eurer Anfangszeit der Hochzeitsfotografie alles wissen wolltet, dann habt Ihr gleich eine Fülle von Fragen und Themen, die es zu behandeln gilt (so ist beispielsweise dieser Guide hier entstanden). Wichtig ist auch, dass Ihr hier nicht immer nur das gleiche Format spielt. Schiebt also nicht nur neue Fotos oder nicht nur Tipps raus. Hier macht die Abwechslung den Unterschied und den Kanal erst so richtig interessant. Welche Formate hierbei am besten funktionieren kommt immer auf die Themen und die Zielgruppe an. Hier einige Beispiele:

  • Veranstaltungstipps für Hochzeitsfotografen
  • Zitate von berühmten Hochzeitsfotografen
  • Tipps für bessere Hochzeitsfotos
  • Interessante Links
  • Do’s and Don’ts eines Hochzeitsfotografen
  • Eigene Bilder mit Anleitung zum Nachmachen
  • Videos von Hochzeitsfotoshootings
  • Produktvorstellungen

Tipp: Am einfachsten lässt sich solch ein Redaktionsplan in Microsoft Excel oder Open Office Calc umsetzen. Hier einfach eine Spalte für das Datum, eine für den Postinhalt und so viele weitere Spalten wie nötig anlegen – schon ist der Redaktionsplan für Hochzeitsfotografen fertig.

Fotograf Hochzeit Osnabrück

Schritt 4: Inhalte erstellen

Falls Ihr es bis hierhin geschafft hat, habt Ihr die besten Voraussetzungen, um einen erfolgreichen Social Media-Kanal für Hochzeitsfotografen aufzusetzen. Ab hier müsst Ihr die passenden Inhalte erstellen, um Euer Facebook-, Twitter- oder Instagramprofil möglichst interessant zu machen. Der Inhalt Euers Social Media-Accounts hängt dabei sehr stark von der verwendeten Plattform ab. Auf Facebook funktionieren beispielsweise Videos aufgrund des EdgeRank sehr gut, bei Twitter sind es vor allem sinnvoll getaggte Bilder. Wichtig ist, dass Ihr den Kanal einheitlich bespielt, vor allem, was die Form und Farbwahl Eurer Posts angeht. Postet Ihr beispielsweise Zitate, solltet Ihr Euch ein schönes Design überlegen, in dessen Rahmen Ihr sie veröffentlicht. Gleiches gilt für Tipps und Tricks, Do’s and Don’ts und ähnliches. Beim Design sollten Sich Eure Beiträge immer ähneln. So erreicht Ihr eine Wiedererkennbarkeit. Meist hilft es, anfangs mehrere Designvorlagen zu erstellen und dann den Text nur noch dort einzupflegen. So spart Ihr Euch eine Menge Arbeit und habt immer gleich aussehende Beiträge. So können Eure Follower die Inhalte direkt zuordnen.

Bei den Inhalten ist es Euch natürlich selbst überlassen, wie viel Arbeit Ihr dort hineinsteckt. Videos zu produzieren ist beispielsweise sehr aufwendig, einfach einen Link zu posten dagegen sehr leicht. Trotzdem solltet Ihr immer im Hinterkopf behalten, dass der Content Eures Social Media-Accounts das einzige ist, was Eure Follower zu sehen bekommen. Demnach sollte hier nach einer durchdachten Planung mit Personas, Redaktionsplan etc. der Schwerpunkt liegen, um möglichst hochwertigen Content zu generieren.

 

Facebook

Als Hochzeitsfotograf werdet Ihr nicht umhinkommen Euch um diverse Social Media Themen zu kümmern. Eine Facebook-Seite für Euer tun anzulegen ist aber gar nicht so schwer. Das einzige, was man dazu benötigt, ist ein privates Nutzerprofil, an das die Seite angeschlossen wird. Jetzt sind es nur wenige Klicks bis zur eigenen Hochzeitsfotografen-Seite:

 

Eine eigene Seite erstellen

Schritt 1: Zunächst müsst Ihr den Erstellungsprozess einleiten. Dazu klickt Ihr in Eurem bestehenden Facebook-Profil rechts oben auf den Pfeil, der das Menu öffnet. Hier findet Ihr als erstes den Punkt „Seite erstellen“.

Schritt 2: Zuerst findet Ihr die verschiedenen Kategorien für Facebook-Seiten. Hier Könnt Ihr beispielsweise eine Präsenz für ein lokales Unternehmen oder eine Marke zu erstellen. Auch könnt Ihr die Kategorie „Unterhaltung“ wählen. Dort sind Fans von Schauspielern, Fußballclubs und ähnlichem richtig. Jede dieser Kategorien hat ihre Vor- und Nachteile, wobei für Eure Hochzeitsfotografen-Facebook-Seite (Oh Gott, was für ein Wort!) die Kategorie „Künstler, Band oder öffentliche Person“ am wichtigsten ist. Einzige Ausnahme ist, wenn Ihr ein eigenes Fotostudio besitzt und an diesen Ort gebunden sind. In diesem Fall empfiehlt es sich, die Kategorie „Lokales Unternehmen“ zu wählen. Hier wird dann explizit nach einer Adresse gefragt. Als Hochzeitsfotograf werdet Ihr aber vermutlich mobil sein. Habt Ihr nun die Kategorie „Künstler, Band oder öffentliche Person“ ausgewählt, solltet Ihr im Untermenu „FotografIn“ eintragen. Im Feld darunter bietet sich die Möglichkeit, noch eine prägnante Beschreibung hinzuzufügen. Diese wird dann unmittelbar am Kopf Eurer neuen Facebook-Seite stehen.

Schritt 3: Nach der Kategorie-Auswahl geht es ans Eingemachte. Zunächst gilt es, eine konkrete Beschreibung der Seite zu ergänzen. Hierfür stehen Euch 150 Zeichen zur Verfügung. Ihr müsst Euch also kurzfassen. Gelingt es Euch hier in ein bis zwei kurzen Sätzen den Inhalt Eurer Seite darzustellen, Seid Ihr auf dem richtigen Weg. Zusätzlich dazu solltet Ihr die URL der eigenen Website im Feld darunter einfügen, falls Ihr denn schon eine habt (dazu später mehr).

Schritt 4: Das Profilbild ist mit Abstand das wichtigste Wiedererkennungsmerkmal einer Facebook-Seite für Hochzeitsfotografen. Diesem Schritt solltet Ihr also genügend Aufmerksamkeit widmen. Ein gutes Profilbild funktioniert in allen Größen. Je nach Kontext kann es auch sehr klein dargestellt werden. Von daher sollte Euer Bild keine kleinen Details beinhalten. Vielmehr sollte es relativ grob daherkommen. Falls Ihr schon ein Logo habt, ist das gut geeignet, ein Portrait von Euch ist ebenfalls eine Möglichkeit. Auch kann hier (mit der Erlaubnis Eures Kunden / Modells / Brautpaars) ein besonders gutes Foto eines Hochzeitsshootings eingefügt werden. So demonstriert Ihr hier direkt Euer können als Hochzeitsfotograf. Aber auch hier gilt, dass es auch in kleinen Größen ein gut erkennbares Foto sein muss. Am besten ist es, wenn Ihr Euer Profilbild direkt im Format 180 x 180 Pixel hochladet. So vermeidet Ihr eine nachträgliche Komprimierung durch Facebook. Das geht immer mit einer Verschlechterung der Qualität einher. Auch müsst Ihr Euch an das quadratische Format halten.

Schritt 5: Mit dem letzten Schritt definiert Ihr die bevorzugte Seitenzielgruppe. Hierbei steht zum einen die Region, zum anderen demografische Merkmale wie Alter und Geschlecht zur Auswahl. Fall Ihr plant Eure Posts nur auf Deutsch zu veröffentlichen, wählt Ihr nur Österreich, Schweiz und Deutschland aus. Werdet Ihr die Hochzeitsfotografie-Facebook-Seite dagegen auch mit englischen oder anderssprachigen Beiträgen versehen, können Ihr weitere Länder hinzunehmen. Beim Alter solltet Ihr Euch selbst überlegen, welche Zielgruppe Ihr ansprechen möchtet. Als Hochzeitsfotograf könnte das beispielsweise 20 bis 50 Jahre. Der letzte Punkt bietet Euch die Möglichkeit die Interessen Eurer potenziellen Zielgruppe näher zu definieren. Hier sollte neben Fotografie, Bildbearbeitung und ähnlichem auch Begriffe genommen werden, die Eure Zielgruppe treffend beschreiben. In Eurem Fall der Hochzeitsfotografie können das entsprechend „Hochzeit“, „Liebe“, oder „Ehe“ sein.

Fotograf Hochzeit Osnabrück

Facebook richtig nutzen

Nachdem Euer Profil erst einmal angelegt ist, geht es mit der eigentlichen Arbeit los. Hier gibt es bei Facebook gegenüber anderen Social Media-Kanälen einige Feinheiten, die Ihr beachten solltet. So bietet Euch die Plattform die Option Eure Beiträge vorzuplanen. Diese werden dann an einem von Euch bestimmten Termin eigenständig veröffentlicht. So braucht Ihr nicht jeden Beitrag manuell zu posten. Das Planen von Beiträgen eignet sich besonders gut für Situationen, in denen Ihr nicht selbst die Posts absenden könnt, beispielsweise im Urlaub oder während eines langen Hochteitsshootings.

Anders als beispielsweise bei Twitter filtert Facebook die Posts, die in der Timeline von privaten Nutzern angezeigt werden. So bekommt jeder von meist mehreren tausend möglichen Beiträgen immer nur wenige hundert zu sehen. Wenn Ihr erreichen möchtet, dass Eure Posts auch in vielen Fällen angezeigt werden, solltet auf Videos setzen. Diese werden gegenüber allen anderen Formaten wie Links, Bilder oder Text-Beiträgen bevorzugt behandelt. So habt Ihr die größte Chance, auch Eure Follower zu erreichen. Dabei reicht es nicht, lediglich einen YouTube-Link zu posten. Dieser Trick funktioniert nur, wenn die Videos tatsächlich in Facebook hochgeladen werden.

 

Likes sammeln?

Auf allen Social Media-Plattformen gibt es eine ganz eigene Währung: Follower. Sie sind augenscheinlich das Wichtigste und jeder versucht, so viele wie möglich zu bekommen – manche auch mit allen Mitteln. Hier sei zunächst ein kritisch angemerkt: Fans zu kaufen, bringt Euch überhaupt nichts! Diverse Internetportale werben damit, für vergleichsweise geringe Beträge tausende von angeblich „echten“ Fans auf die eigene Seite zu bringen. Diese sollen dann auch alle einmal „Gefällt mir“ drücken. So sieht das Facebook-Profil gleich viel wichtiger und größer aus, als es tatsächlich ist. Was Euch da aber nicht mitverkauft wird, sind Interaktionen. Also Kommentare zu Euren Beiträgen, Shares oder Likes. Und einzig darauf kommt es an. Posts, die viele Interaktionen aufweisen, werden im Facebook-Algorithmus besser gerankt und bringen das Profil voran. Gekaufte, inaktive Fans dagegen überhaupt nicht.

Aber wie kommt Ihr denn jetzt an die echten, wertvollen Fans? Zunächst ist das erst einmal harte Arbeit. Am besten versucht Ihr als Hochzeitsfotograf, die eigene Facebook-Seite überall zu bewerben – in der Familie, bei Freunden, auf Eurer eigenen Website, etc. Wenn Euch diese Maßnahme dann die ersten Likes eingebracht hat, geht Ihr einen Schritt weiter und versucht, fremde Personen für das Profil zu gewinnen. Das macht Ihr zum einen über Ads, also Bezahlwerbung, zum anderen aber auch über ein aktives Verhalten innerhalb von Facebook. Schaut Euch in Gruppen um, die eigens für Fotografiethemen erstellt wurden und postet dort interessante Kommentare. Achtet dabei darauf, dass Euer Anzeigebild den anderen Gruppenmitgliedern direkt zeigt, dass sie auf Eurem Profil spannende Informationen erwartet. So klicken sie bei Eurem Beitrag direkt auf Euer Profilbild. Auch gibt es Gruppen, deren einziger Inhalt es ist, Profile von Fotografen vorzustellen. Hier kann ebenfalls das eigene Profil als Hochzeitsfotograf vorgestellt und auf einige Likes gehofft werden.

Die meisten Likes werdet Ihr aber nur durch eins erreichen: guten Content. Habt Ihr erst einmal ein paar Follower gesammelt, könnt Ihr zu Recht darauf hoffen, dass sie guten Content teilen und weiterempfehlen. Also ist es an Euch selbst, interessante Links, Beiträge, Bilder und Videos bei Facebook zu posten. So kommt Ihr über lange Zeit interessierte und vor allem langfristige Follower.

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Twitter

Falls Ihr Eich als Hochzeitsfotograf mit Twitter beschäftigen und diese Plattform gewinnbringend nutzen wollt, müsst Ihr Euch einer Reihe von Herausforderungen stellen, die dieses Portal mit sich bringt. So verhindert nicht nur die 140-Zeichen-Grenze ausführliche Beschreibungen und Erklärungen. Auch die Geschwindigkeit, mit der Tweets gesendet werden und wieder verblassen, ist für Hochzeitsfotografen nicht einfach zu bewältigen. Mit einigen Tricks lässt sich aber auch Twitter erfolgreich nutzen.

 

Wofür Twitter als Hochzeitsfotograf?

Wie bei jedem anderen Social Media-Kanal auch gibt es bei Twitter bestimmte Inhalte, die gut funktionieren – andere dagegen sind meist kläglich zum Scheitern verurteilt. Versucht Ihr hier lange Erklärungen zu Fototechniken zu vermitteln, werdet Ihr schnell versagen. Dagegen eignet sich Twitter besonders gut, wenn Ihr Euch mit anderen Hochzeitsfotografen verknüpfen oder einen Livebericht von Veranstaltungen erstatten wollt. Ersteres ergibt sich bereits aus dem Charakter von Twitter. Das Wichtigste ist hier das Folgen von anderen Accounts und das gefolgt werden. Wenn Ihr andere Accounts abonniert und ab und zu einen Kommentar zu den dort veröffentlichten Beiträgen schreibt, werdet Ihr schnell Kontakte knüpfen und mit anderen Hochzeitsfotografen ins Gespräch kommen. Dabei ist es sinnvoll, wenn Ihr nicht gleich die größten Profile angeht. Die Accounts mit den meisten Followern bekommen auch entsprechend viele Anfragen. Manche reagieren auch gar nicht auf entsprechende Interaktionen wie Likes oder Kommentare. Viel sinnvoller ist es, zunächst kleine Profile mit Hundert oder weniger Followern zu kontaktieren und Euch so allmählich einen eigenen Follower-Kreis aufzubauen.

Wer als Hochzeitsfotograf Twitter vor allem für Veranstaltungen nutzt, ist auf jeden Fall auf der richtigen Seite. Die im Gegensatz zu Facebook stark verankerte Hashtag-Funktion ermöglicht es Euch, mit einem Kennwort wie #photocina18 ins Gespräch mit anderen Besuchern von Messen, Workshops und Ähnlichem zu kommen. Seid Ihr hier besonders früh und engagiert dabei, könnt Ihr Euch sogar als Themenleader etablieren. In diesem Fall ist es wichtig, Euren Followern einen Mehrwert zu bieten, beispielsweise die neusten News über ein Produkt oder den exklusiven Eindruck von einer prämierten Veranstaltung. Nur wenn Eure eigenen Fans das Gefühl haben, dass sie auf Eurem Account schneller, besser und umfangreicher informiert werden als woanders, werden sie Euch langfristig die Treue halten.

 

Die ersten 1000 Follower

1000 Follower – die Zahl hört sich für jeden Twitter-Neuling zunächst riesig und unerreichbar an. Das ist sie aber keinesfalls. Vorausgesetzt, Ihr geht es richtig an. Viele Twitterer versuchen, jede Menge anderer Accounts zu folgen in der Hoffnung, dass diese dann auch zurückfolgen. In manchen Fällen mag das auch funktionieren, doch gibt es inzwischen genug genervte User, die solchen Tauschaktionen kritisch bis ablehnend gegenüberstehen. Darum solltet Ihr auch nur für Euch selbst wirklich interessanten Profilen folgen und nicht versuchen, Eure digitalen Tentakel möglichst weit auszuwerfen und zu hoffen, dass sich viele Follower darin verfangen. Der beste Weg zu vielen langfristen Followern führt vor allem über gute Inhalte. Wenn Ihr interessantes tweetet, könnt Ihr schnell auch bei den großen und etablierten Accounts mitspielen. Dabei ist es egal, ob sich die Tweets um Produktneuheiten, bislang unbekannte Fototricks oder spannende Gewinnspiele drehen. Solange Eure Follower einen Nutzen davon haben, dem Profil zu folgen, ist das die beste Möglichkeit, sie an Euch zu binden.

Neben guten Inhalten sind auch Interaktionen enorm wichtig. Andere Accounts werden erst auf Euch Aufmerksam, wenn Ihr Euch zeigt. Wie funktioniert das besser als mit Interaktionen auf ihre Beiträge? Wenn Ihr hier und da einen Kommentar hinterlasst, einen Beitrag retweetet oder favorisiert, steigt Ihr oft in der Gunst der jeweiligen Twitterer und gewinnt diese leichter als Follower. Auch kann es dabei helfen, dass Eure eigenen Beiträge öfter geteilt werden und so einer sehr viel größeren Anzahl von Nutzern zur Verfügung stehen.

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Tweetdeck

Wenn Ihr das erste Mal das Netzwerk Twitter benutzt, werdet Ihr von seiner Schnelligkeit überrascht sein. Schon bei 100 Accounts, denen Ihr folgt, prasseln die Tweets im Minutentakt auf Euch ein. Da fällt es schon mal schwer, den Überblick zu behalten. Hierbei können nützliche Programme wie beispielsweise Tweetdeck helfen. Dabei handelt es sich um eine Web-Applikation, die in übersichtlicher Weise alle wichtigen Informationen eines oder mehrerer Twitter-Accounts aufzeigt. In einer Spaltenansicht werden die Tweets, Nachrichten und Meldungen untereinander angezeigt – dabei aktualisiert sich das Programm selbstständig. Jetzt macht es sich bezahlt, wenn Ihr mit der Listenfunktion von Twitter arbeitet. Jeweils eine Liste lässt sich pro Spalte abbilden und die Tweets somit übersichtlich Ordnen.

Mit Tweetdeck ist es ebenfalls möglich, Beiträge vorzuformulieren und sie an einem bestimmten Zeitpunkt auszuspielen. Auch könnt Ihr aus Tweetdeck heraus auf Tweets antworten, könnt sie favorisieren oder retweeten. Findet gerade ein Event statt, zu dem Ihr alle Tweets angezeigt bekommen möchtet, lässt sich auch mit wenigen Handgriffen eine eigene Spalte für ein Hashtag einrichten. Dann werden Euch beispielsweise alle Tweets zu #photocina18 in einer Spalte angezeigt, ohne dass Ihr in Twitter selber danach suchen müsst. Wenn Ihr regelmäßig mit Tweetdeck arbeiten möchtet, solltet Ihr über die Anschaffung eines breiten Monitors nachdenken. So können mehr Spalten nebeneinander anzeigen.

 

Instagram

Eigentlich sollte Instagram die perfekte Plattform für Hochzeitsfotografen sein. Aber während manche Fotografen rasant wachsen, dümpeln andere Accounts vor sich hin. Wachstumsraten von über 500% sind durchaus möglich. Hierzu müssen nur einige Dinge beachtet werden.

 

Und wem folgst Du so?

Gesunder Menschenverstand: Wem folgt IHR?

  • Freunden,
  • Familie,
  • bekannten Persönlichkeiten an denen Ihr interessiert seid,
  • Personen, die interessante Fotos zeigen,
  • Fotografen die “schöne” Fotos machen

Na? Fallen die meisten der Accounts, denen Ihr folgt in diese Kategorien? Dann kommen wir mal zur offensichtlichen Gegenfrage: Ihr seid keine Personen des öffentlichen Lebens; warum sollte jemand ausgerechnet Euch folgen?

 

Warum überhaupt Fotos auf Instagram posten?

Weil es Spaß macht! Anders, als auf anderen Plattformen herrscht hier ein sehr freundlicher Umgang. Man blättert in hohem Tempo durch Fotos, vergibt hier und da ein Herzchen und egal ob man Konsument oder Produzent ist: Es bringt einfach Spaß. Man stellt sich ja selbst ein Set aus Leuten zusammen, die einem aus irgendeinem Grund interessieren. Ihr bekommt also Content, der für Euch interessant ist.

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Schöne, interessante Fotos helfen

Was ein schönes oder interessantes Foto ist, sei hier mal dahingestellt, Hauptsache Eure Fotos gefallen den Followern. Das ist die Voraussetzung von allem: Die Fotos müssen Eure Zielgruppe interessieren. Ganz egal ob Ihr Katzen, Boudoir-Bilder oder Hochzeitsfotos zeigt: Gewöhnt Euch eine Einheitlichkeit an. Im Interview mit Doro (120k Follower) sagt sie, dass sie Aufträge über Instagram bekommt. Mit einem Blick auf ihren Account seht Ihr, was sie macht und ob es Euch gefällt oder eben nicht. Sie hat eine sehr einheitliche Sprache. Sie postet regelmäßig aber nicht allzu oft und daher hat sie treue Follower.

Achtet einmal bei “großen Instagram Fotografen” darauf. Ihr Werdet sehen, dass sie eine einheitliche Bildsprache haben. Das ist nicht nur ein Lightroom Filter, sondern auch eine inhaltliche Bildsprache. Diese kann sich über die Zeit natürlich entwickeln, aber folgt Ihr gänzlich unbekannten Personen, die kunterbunte Fotos zeigen? Eben!

Auf socialblade könnt Ihr Euch übrigens gratis Statistiken anzeigen lassen und Euch mit anderen vergleichen.

 

Findet Eure Nische

Immer wieder tauchen Instagrammer aus dem Nichts auf, die eine pfiffige Idee haben. Das hilft im Leben, ist aber schwer. Und kein Garant. „Entdeckt“ werden müsst Ihr immer noch. Es hilft aber, wenn Ihr eine Nische abdeckt. Das kann auch etwas lokales sein.

Gerade lokale Themen können sehr interessant sein, weil Ihr damit auch schnell mal in die Lokalpresse kommt.

 

Poste etwas, das geteilt oder kommentiert wird

Warum sind Hunde- und Katzenaccounts so erfolgreich? Wenn sie gute Fotos zeigen, dann werden sie geteilt. Es hilft auch, wenn Ihr viele Kommentare bekommst. Zum einen werdet Ihr dann höher Gewichtet (erst relevant, wenn Ihr groß seid) und die Wahrscheinlichkeit ist da, dass jemand Bekanntes den Kommentar sieht und dann auch vorbeischaut.

Statt also nur ein Bild rauszudrücken, schreibt einen kurzen Satz dazu. Statt mit Hashtags zu spammen, schreibt lieber einen sinnvollen Satz. Idealerweise mit einer Frage, Anregung, Idee, etc. Fragt Euch vor dem Absenden kurz: Warum sollte jemand einen Kommentar hinterlassen? Steckt die Hashtags stattdessen in einen Kommentar, den Ihr selbst unterhalb des Bildes platziert.

Likes bekommen nicht zwingend „gute“ Fotos, sondern solche die interessieren. Die eine Geschichte erzählen, Emotionen oder Erinnerungen wecken.

Hochzeitsfotograf Osnabrück

Werbung funktioniert – wenn Ihr interessante Beiträge habt

Auf Instagram funktioniert Werbung recht gut. Ihr könnt mit wenig Geld tausende Leute erreichen und eine Zielgruppe angeben, die sich für Eure Fotos interessiert. Damit bekommt Ihr aber nur Views und keine Likes. Die müsst Ihr Euch verdienen!

 

Seid sozial

Große Accounts erhalten täglich haufenweise Anfragen á la: “Hey, coole Fotos! Schau doch auch mal bei mir vorbei!”. Ähm ja, warum sollte der Account-Inhaber das machen? Solche Anfragen werden zumeist (zu Recht) ignoriert. Also lasst sowas gleich sein! Wenn Ihr stattdessen einen sinnvollen und netten Kommentar hinterlasst, dann wird sich der Account-Inhaber vielleicht Euren Account ansehen. Das heißt nicht automatisch, dass er Euch auch abonniert, aber wenn Jemand ich ein Foto sehen, dass mir gefällt, dann like ich das. So machen das sicher auch viele Betreiber großer Accounts. Dann sehen andere, dass Euer Bild geliked wurde und schauen vielleicht auch bei Euch vorbei.

Nutzt am besten Mini-Pausen. Im Edeka an der Kasse, an der Bushaltestelle, beim Kaffee-Automaten, etc. Hinterlasst hundert Kommentare und Likes am Tag und Ihr erhaltet 5 neue Follower.

Wenn Ihr noch klein seid, dann sucht Euch andere Instagrammer, die in einem ähnlichen Bereich unterwegs sind. Vergebt dort Kommentare, denn die haben Follower, die sich auch für Euren Content interessieren. Bei kleinen Accounts fallt Ihr schnell auf.

 

Hashtags

Hashtags waren mal sehr wichtig und sind es jetzt immer noch, aber nur noch für Nischen. Postet mit Hashtags, von denen Ihr wisst, dass eure potenziellen Kunden in diesem Bereich unterwegs sind. Die wollt Ihr ja schließlich auf Euch aufmerksam machen. Ke größer Ihr werdet, desto weiter „oben“ werdet Ihr gelistet. Instagram funktioniert nun einmal so, dass Größe hilft.

Ihr könnt sie also nutzen, um gezielt unter bestimmten Begriffen gefunden zu werden, oder Personen auf Euch aufmerksam zu machen.

 

Content Hubs

Ein Content Hub repostet Fotos von anderen. Das ist kein Bilderklau, sondern eine sehr gute Werbung für Euch. Die Regeln sind einfach und stehen meist bei dem jeweiligen Account dabei. Aber wieder: Eure Fotos müssen der Person hinter dem Account gefallen.

Das Fazit ist: Instagram soll vor allem Spaß machen. Zu wachsen braucht viel Einsatz und wenn der Euch keinen Spaß macht, wofür macht Ihr es dann? Postet regelmäßig Beiträge zu einem bestimmten Themenbereich und seid vor allem nett zu allen.

Hochzeitsfotograf Osnabrück

Website

Die Frage bei Eurer Webseite ist, sollte Ihr eine Seite kaufen, selber bauen oder bauen lassen? Pauschal kann man die Frage nicht beantworten. Das hängt immer von Euren eigenen Fähigkeiten und Eurem Willen ab, Euch mit dem Thema zu beschäftigen.

 

Kaufen

Durch den Kauf einer Website habt Ihr einen möglichen Weg, um Eure eigene Internetpräsens als Hochzeitsfotograf aufzuziehen. Der Vorteil ist, dass Ihr mit einer bestehenden Website nicht bei null anfangen müsst. Dadurch spart Ihr wertvolle Zeit und Mühe für die Entwicklung und Einrichtung Eurer Website. Mit dem eventuell schon vorhandenen Traffic der Website habt Ihr außerdem bereits einen Interessenten- bzw. Kundenkreis erschlossen. Je nachdem, wie erfolgreich die Homepage schon ist, verdient Ihr schneller Geld und könnt das Angebot Schritt für Schritt ausbauen. Letztlich stellt der Kauf einer fertigen Website eine Investition dar, die nicht nur Entwicklungs- und Einrichtungszeit spart, sondern Euch auch den Betrieb erleichtert, sofern die gekaufte Homepage gut strukturiert ist.

Es ist jedoch nicht in jedem Fall ratsam, eine Homepage zu kaufen. Der Erwerb ist auch mit einigen Risiken behaftet: Um in eine bestehende Website investieren zu können, benötigt Ihr ein gewisses Startkapital. Das in der Regel auch wesentlich höher ist als bei einem neuen Website-Projekt. Zusätzliches Geld sowie Zeit müsst Ihr auch für die Anpassung Eurer Hochzeitsfotografie – Homepage einplanen. Diese wird umso aufwändiger sein, desto stärker Euer geplantes Design vom bisherigen abweicht. Und ändert Ihr den Stil der Website zu stark, könnte sich das negativ auf die Stammbesucher und die Bewertung durch Suchmaschinen wie Google auswirken.

Generell müsst Ihr Euch bewusst sein, dass Ihr wenig Gelegenheit haben werdet, das eigene Know-how anzuwenden und zu vertiefen, wenn Ihr eine fertige Homepage kauft, anstatt sie selbst zu erstellen. Ihr müsst für Euch selbst entscheiden, wie viel Know-how aufbauen wollt, seid Ihr doch Hochzeitsfotograf und kein Web-Entwickler.

Zudem: Ihr müsst Euch mit Urheberrechtsfragen bezüglich vorhandener Bilder, Texte sowie nutzergenerierten Inhalten (z. B. Kommentaren) auseinandersetzen. Übernehmt Ihr diese Inhalte blindlings, geht Ihr ein unnötiges Risiko ein. Das kann sich später rächen. Bevor Ihr die Website kauft, solltet Ihr außerdem deren Wert überprüfen bzw. überprüfen lassen. Doch auch wenn Ihr die Website im Vorfeld genau unter die Lupe genommen habt, können sich Analyseergebnisse nachträglich als ungenau oder gar als falsch erweisen – ein Restrisiko besteht also immer.

 

Selber machen

In den letzten Jahren ist die Anzahl der verfügbaren Homepage-Baukästen deutlich gestiegen. Immer mehr Anbieter versprechen ihren Kunden (also Euch Hochzeitsfotografen) damit die einfache, schnelle und vor allem günstige Erstellung eigener Websites.

Aber welche Vor- und Nachteile bringen diese Angebote mit und für wen eignen sie sich?

Fotograf Hochzeit Osnabrück

Was ist ein Homepage-Baukasten?

Nicht jeder Hochzeitsfotograf hat das Know-how oder den Wunsch sich selbst mit der Erstellung seiner Website zu beschäftigen. Einen Webdesigner zu beauftragen ist für einen Teil von Euch dann der nächste Schritt, aber nicht immer. Die Kosten für die Erstellung einer Website durch einen Webdesigner sind nicht zu vernachlässigen, gerade wenn er gute Arbeit leisten soll.

Den Sohn des Nachbarn zu fragen ist aber auch nicht unbedingt eine empfehlenswerte Lösung, wenn Ihr auf Qualität, Nachhaltigkeit und Sicherheit setzen wollt.

Die folgende Statistik zeigt, dass nur 39% der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) – zu denen Ihr als selbstständiger Hochzeitsfotograf gehört – einen professionellen Dienstleister mit der Erstellung ihrer Website beauftragt haben.

Es ist auch wenig überraschend, dass eines von 5 deutschen KMUs noch keine Website hat. Viele Fotografen setzten hier zwar auf Facebook und Instagram, nicht aber auf eine eigene Website. Dabei kann eine gute Website gerade bei der Existenzgründung als hochzeitsfotograf sehr dabei helfen, die ersten Kunden zu gewinnen und die eigene Selbständigkeit zum Laufen zu bekommen.

Nicht vergessen solltet Ihr zudem die Qualität vieler (meist schon älterer) Websites anderer Hochzeitsfotografen. Da wäre es manchmal besser, es gäbe gar keine Website.

Was müsst Ihr also machen, wenn Ihr nicht viel Geld ausgeben möchtet, Euch aber sich auch nicht selbst mit der Programmierung und dem Design einer Website herumschlagen wollt? Ihr nutzt einen der vielen Homepage-Baukästen, die im Internet zu finden sind. Dabei handelt es sich um einen Service, der die Erstellung vereinfacht, in dem er z.B. Layout-Vorlagen anbietet, die per Drag & Drop individualisiert werden können. Danach müsst Ihr als Websitebetreiber nur noch festlegen, welche Unterseiten es geben soll und diese mit passenden Texten und ein paar Hochzeitsfotos füllen. Es gibt sogar Baukästen, die sogar schon Texte und Fotos passend zur Branche bereitstellen. Diese müsst Ihr dann nur noch anpassen.

Durch die einfache Bedienung und die schnellen Ergebnisse hat diese Lösung für viele Hochzeitsfotografen einen gewissen Reiz.

Fotograf Hochzeit Osnabrück

Wo Licht ist, ist auch Schatten

Aber wie gut ist eine Website aus einem Homepage-Baukasten wirklich im Vergleich zu einer individuell erstellten Website?

Vorteile:

  • Viele Homepage-Baukästen bieten Euch eine einfache Bedienung an, die es Laien (also auch einem Fotografen 😉 ermöglicht optische Anpassungen vorzunehmen und Inhalte zu pflegen.
  • Ihr benötigt kein technisches Know-how, wie z.B. bei der Einrichtung eines Content Management Systems (CMS) oder der Auswahl des eigenen Hosting-Tarifes. Ihr bekommt die technische Seite komplett aus einer Hand und müsst Euch darum nicht kümmern.
  • Sicherheits- oder Feature-Updates müsst Ihr nicht selber machen. Sie werden vom Anbieter vorgenommen.
  • Eine Vielzahl beliebter Features sind bereits vorhanden und können einfach in die eigene Site integriert werden.
  • Ihr bekommt Support, falls Ihr mal Fragen zur Erstellung oder Pflege Eurer Website habt.
  • Die kurzfristigen Kosten sind deutlich niedriger, als wenn Ihr einen Dienstleister beschäftigt, der (verständlicherweise) die gesamte Website gleich bezahlt haben möchte.

Nachteile:

  • Ihr habt keine wirkliche Freiheit beim eigenen Website-Layout, sondern müsst mit den verfügbaren Vorlagen arbeiten.
  • Aus diesem Grund ist auch nur eine relativ geringe Individualität möglich, auch wenn moderne Homepage-Baukästen da schon einige Anpassungs-Optionen bieten.
  • Sonderwünsche, z.B. eine ganz besondere Funktion, die noch kein anderer hat, sind in der Regel gar nicht möglich.
  • Es besteht natürlich eine gewisse Abhängigkeit vom Anbieter. Geht der z.B. pleite, ist Eure Website weg.
  • Auch das Thema Datenschutz solltet Ihr nicht ignorieren. Es gibt viele ausländische Anbieter. Das macht es schwer nachzuvollziehen, was dort mit den Daten Eurer Website passiert.
  • Viele Website-Baukästen bieten nur eingeschränkte Optimierungsmöglichkeiten, z.B. für SEO, an.
  • Auch wenn Ihr kein technisches Know-how braucht, wirkt sich fehlendes Know-how in den Bereichen Text, Usability, OnPage-SEO etc. negativ auf die Qualität der Website-Inhalte aus. Ganz ohne Know-how geht es eben doch nicht.
  • Die langfristigen Kosten können sich aufsummieren, da man in der Regel einen monatlichen Betrag zahlen muss.

Es gibt also sowohl Vorteile, als auch Nachteile, die Ihr beachten solltet, falls Ihr Euch für einen Homepage-Baukasten entscheidet.

 

Für wen eignen sich Homepage-Baukästen?

Aus diesen Vor- und Nachteilen ergibt sich schon recht klar, für wen von Euch diese Baukästen geeignet sind.

Selbständige Hochzeitsfotografen haben oft nur die allgemein üblichen Inhalte auf ihren Websites und benötigten keine individuellen Funktionen oder besonders ausgefallene Layouts.

Diese Zielgruppe, also die meisten von Euch, kann mit einem Homepage-Baukasten zu sehr guten Ergebnissen kommen und die vorhandenen Anpassungsmöglichkeiten (vor allem beim Layout) reichen da meist aus. Einige Baukästen helfen Euch indem Branchentypische Inhalte vorgeschlagen werden.

Die Präsentation Eurer Leistungen ist auf diese Weise recht einfach möglich und die vorhandenen Grenzen dieser Baukästen helfen Euch oft sogar dabei eine gut nutzbare Website aufzubauen. Zu viele Freiheiten sind für Laien, und dazu lassen sich wohl die meisten Hochzeitsfotografen zählen, meist eher kontraproduktiv.

Falls Ihr zu den Hochzeitsfotografen zählt, die besonderen Anforderungen an Ihren Webauftritt stellen, seid Ihr mit einem Baukasten meist nicht so gut bedient. Die fehlende Flexibilität und die Einschränkungen beim Layout sind hier sehr hinderlich. Kleine Optimierungen sind mit einem Homepage-Baukasten oft gar nicht machbar, weil die Funktionen und Features fest definiert sind.

Für Hochzeitsfotografen, die keine Ahnung vom Schreiben haben und nicht wissen, wie man interessante Inhalte erstellt, die potentielle Kunden anlocken, sind solche Baukästen nicht geeignet. Ein professioneller Dienstleister erstellt Euch nicht nur die Technik und Optik Eurer Website, sondern sorgt auch für professionelle Inhalte.

Unterm Strich eignen sich Homepage-Baukästen Für Euch vor allem dann, wenn Ihr eine klassische Website zur Präsentation Eurer Produkte und Leistungen als Hochzeitsfotograf erstellen wollt. Das Gewinnen von Kunden steht dabei natürlich im Vordergrund.

Für alle unter Euch deren Website, etwas Besonderes machen soll, um Euch z.B. von der Konkurrenz abzuheben, sind diese Baukästen dagegen nicht geeignet. In diesem Fall muss eine individuelle Lösung her.

Es ist grundsätzlich möglich zu einem späteren Zeitpunkt, wenn Eure Selbständigkeit als Hochzeitsfotograf gut läuft, von einer Baukasten-Website auf eine individuelle Website zu wechseln; auch wenn es da einiges zu beachten gibt.

Hochzeitsfotograf Osnabrück

Spart ihr wirklich Geld?

Wie oben schon angedeutet, dürft Ihr die Kosten eines Homepage-Baukastens nicht nur kurzfristig betrachten. Während Ihr am Anfang viel Geld spart, können sich die Ausgaben über einen langen Zeitraum zu einem ansehnlichen Betrag summieren.

So kostet Euch eine einfache kleine Website für Euch als Hochzeitsfotograf bei einem freiberuflichen Webdesigner vielleicht 500-1.000 Euro. An dieser Website ist für das Geld zwar nicht viel Besonderes dran; aber Ihr habt ein individuelles Layout. Hinzu kommt dann das Hosting. Bei individuelleren und umfangreicheren Websites können es auch schnell 2.000 Euro und mehr werden.

Einen Homepage-Baukasten bekommt Ihr ab 5 – 10 Euro im Monat. Das macht pro Jahr 60-120 Euro. Ein paar Jahre dauert es also schon, bis Ihr genauso viel ausgegeben habt, wie bei einem Webdesigner und dann müsst Ihr vielleicht wieder einen Webdesigner beauftragen, weil Ihr ein neues Layout braucht.

So betrachtet sind die Homepage-Baukästen also nicht unbedingt teurer, auch langfristig nicht.

Auf der anderen Seite ist es allerdings schwer zu beurteilen, ob Ihr vielleicht mehr Kunden gewinnen könnet, wenn Ihr eine individuell erstellte Website von einem Webdesigner bekommt. So kann es also durchaus sein, dass Ihr zwar nicht mehr bezahlt, aber weniger mit Eurer Baukasten-Website als Hochzeitsfotograf verdient.

Dennoch würde ich sagen, dass ein Homepage-Baukasten für Hochzeitsfotografen, die am Anfang Ihrer Selbstständigkeit stehen, nicht nur ausreichend ist, sondern sogar eine deutliche Verbesserung gegenüber dem, was ich immer wieder im Internet so sehe.

 

Werkzeuge

WordPress

WordPress ist eine Software, mit der Ihr eine Website über Euren Browser erstellen und verwalten könnt. Als einfaches System zum Bloggen ist das System gestartet. Inzwischen ist WordPress zu einer ausgewachsenen Lösung für nahezu alle Aufgaben geworden, die Eure Präsenz im Internet als Hochzeitsfotograf erfüllen muss. Daher wird es heute auch als Content Management System (CMS) bezeichnet.

WordPress zeichnet sich durch seine hohe Benutzerfreundlichkeit und Anpassbarkeit aus. Die Installation ist weitgehend automatisiert. Das System bringt mehrere Vorlagen (Themes) mit. Auf dieser Basis könnt Ihr denn Eure eigene Website aufbauen. Als webbasierte Anwendung teilt WordPress sich in getrennte Nutzeroberflächen im Browser auf. Besucher der Website sehen das. Front-End. Im Back-End verwaltet Ihr die Inhalte und das Design.

 

Ghost

Mit Ghost erhaltet Ihr ein minimalistisches und quelloffenes CMS zur Verfügung, das speziell für Journalisten und Blogger entwickelt wurde. Das System bietet Euch einen intuitiven und funktionsreichen Texteditor, der sich auf das Wesentliche konzentriert: das Schreiben. Das Programm setzt primär auf die einfache Sprache Markdown. Falls gewünscht, könnt Ihr aber auch HTML nutzen. Der Editor zeigt Euch den eingegebenen Text auf der linken Seite des Bildschirms in der Markdown-Syntax. Auf der rechten Seite seht Ihr den formatierten Beitrag, wie er später auf Eurem Blog erscheinen wird.

Die Optik könnt des Blogs könnt Ihr mit Hilfe von CSS Eurem Geschmack anpassen. Ghost könnt Ihr als OpenSource kostenlos runterladen. Das Problem hieran ist, dass Ihr als Fotograf Hochzeiten begleiten möchtet und nicht ewig mit der Technik Eurer Internetseite herumbasteln wollt. Ab rund 20 Dollar pro Monat, könnt Ihr aber auch eine gehostete Variante kaufen.

Fotograf Hochzeit Osnabrück

Anchor CMS

Noch ein gutes Beispiel für eine moderne Blogging-Software ist Anchor CMS. Dieses System basiert auf PHP und MySQL. Ok ich gebe zu, dass Ihr als Hochzeitsfotograf hiervon nicht unbedingt den ganz großen Plan, aber vielleicht kennt Ihr ja jemanden, der jemanden kennt…

Bei Ghost handelt es sich ebenfalls um ein sehr minimalistisches Produkt. Ihr habt die Möglichkeit Eure Texte mit der Auszeichnungssprache Markdown zu verfassen. In erster Linie richtet sich das System an Vielschreiber, die Ihre Texte in den Mittelpunkt rücken wollen. Für Fotografen also nicht unbedingt die erste Wahl.

 

Getsimple CMS

Mit Getsimple CMS findet Ihr eine sehr einfache CMS-Lösung, die primär für kleine Webauftritte entworfen wurde. Die Besonderheit an dem System ist, dass es komplett ohne eine Datenbank auskommt. Stattdessen werden einfache XML Dateien zur Speicherung Eurer Inhalte genutzt. Das kann jeder Fotograf ohne weitergehenden EDV Kenntnisse bedienen. Auch die Bedienung fällt danke schmalem Funktionsumfang und guter Oberfläche leicht. Wenn Ihr WordPress kennt, fühlt Ihr Euch direkt heimisch.

 

SEO

Zum Thema SEO habe ich vor einiger Zeit einen sehr umfassenden und gut geschriebenen Artikel bei den Kollegen von 21kollektiv gefunden. Diesen möchte ich Euch im hier folgenden Kapitel empfehlen. Natürlich könnte ich das Rad hier auch neu erfinden und meinen eigenen Senf in diesem Kapitel unterbringen, aber besser würde das sicher nicht. Denn als Hochzeitsfotograf liegt meine Kernkompetenz in der Hochzeitsfotografie und eben nicht in der Optimierung ein Webseiten für Google und Co. Und so bekommen die Kollegen auch noch einen Backlink auf Ihre Seite J.

Fotograf Hochzeit Osnabrück

Google AddWords

Natürlich gibt es unzählige Wege, über die Ihr für Euch bzw. Eure Website werben könnt. Manchmal kann es sich aber lohnen in bezahlte Anzeigen zu investieren. Problem: andere Hochzeitsfotografen machen das auch! Ihr müsst Euch also mit auffälligen, coolen oder einfach frischen Kampagnen zu Eurer Hochzeitsfotografie von der Konkurrenz abheben. Aber beginnen wir erst einmal mit den Basics

 

Konto einrichten

Bevor es richtig losgeht, müsst Ihr erst einmal ein AdWords-Konto erstellen. Wenn Ihr Euch registriert, müsst Ihr auch Eure Bankdaten angeben. Google will schließlich für jeden Klick bezahlt werden, haltet die Daten also bereit.

Sobald Ihr Euer Konto erstellt habt und loslegen möchten, klickt Ihr auf den Button „Ihre erste Kampagne erstellen“.

 

Kampagnentyp wählen

Wählt zu Beginn die Option „Nur Suchnetzwerk“ aus. Diese Auswahl könnt Ihr jederzeit anpassen. Wenn Ihr Eure Kampagne später erweitern möchtet, ändert einfach die Einstellung. Gebt Eurer Kampagne als Nächstes einen Namen (z.B. „Hochzeitsfotografie“), damit Ihr die Ergebnisse nachverfolgen könnt. Am besten legt Ihr ein Benennungssystem fest, dass Ihr auch für spätere Anzeigen verwenden könnt. So behaltet Ihr den Überblick.

 

Standort festlegen

Als Hochzeitsfotograf kommt Ihr zu euren Kunden und seid natürlich an keinen bestimmten Standort gebunden. Trotzdem kann es hilfreich sein, zu überlegen, wo der Großteil Eurer Zielgruppe lebt. Das ist ein wichtiger Punkt! Warum Geld für Anzeigen zu eurer Hochzeitsfotografie verschwenden, die Google-Nutzern im Süden des Landes angezeigt werden, wenn der Großteil Eurer angestrebten Hochzeitspaare im Norden lebt?

Fotograf Hochzeit Osnabrück

Budget

Dieser Schritt ist besonders wichtig. Ihr müsst natürlich genügend Geld investieren, um eine lohnenswerte Anzeige zu schalten. Eine Bank solltet Ihr dafür aber trotzdem nicht ausrauben müssen! Ihr könnt Gebote für Klicks auch manuell festlegen, um das Budget für Eure Hochzeitsfotografie – Kampagne besser zu kontrollieren. Das bedeutet, dass Eure Werbeanzeige nicht mehr angezeigt wird, wenn Euer Budget aufgebraucht ist. So vermeidet Ihr das Risiko, später eine Rechnung in schwindelnder Höhe in Eurem Postfach zu finden.

Wenn Ihr den Dreh raushabt, könnt Ihr Eure Einstellungen später auch auf „Automatisch“ umstellen oder Euch für einen Kreditrahmen von Google bewerben. Diese Optionen ist allerdinge nur für sehr erfahrene Nutzer zu empfehlen. Bezahlte Klicks können auch schnell mal Euer Bankkonto leerräumen.

 

Die Werbeanzeige verfassen

Das ist euer wichtigster Schritt auf Eurem dem Weg zum AdWords-Experten (und schon habt Ihr neben der Hochzeitsfotografie noch einen Nebenjob ;-). Der Text, den Ihr für Eure Kampagne verwendet, soll potenzielle Kunden dazu bewegen, auf Eure Anzeige zu klicken. Selbstverständlich wollt Ihr so viele Hochzeitspaare wie möglich anziehen. Aber Ihr wollt auch, dass Euch die potenziellen Kunden auch buchen. Wenn sie nichts kaufen, zahlt Ihr trotzdem für den Klick. Zunächst solltet Ihr Euch also eine tolle Überschrift überlegen, die Suchbegriffe enthält, auf die Eure Nischenzielgruppe anspringt. Euch stehen dafür nur 25 Zeichen zur Verfügung. Benutzt bloß keine Füllwörter. Jedes Wort und jedes Zeichen zählt! Vielleicht müsst Ihr auch ein paar Abkürzungen verwenden oder nach kürzeren Synonymen suchen.

Die zweite und dritte Zeile könnt Ihr mit 35 Zeichen füllen. Nutzt die zweite Zeile, um die Vorzüge Eures Angebots hervorzuheben. Warum seid Ihr der beste Hochzeitsfotograf für eure Kunden? In der dritten Zeile können Sie auf bestimmte Vorzüge oder Leistungen aufmerksam machen. Wenn Eure AdWords-Anzeige bei Eurer Zielgruppe nicht ankommt, empfiehlt es sich, den Text der Anzeige anzupassen.

 

Die angezeigte URL festlegen

Es ist wichtig, den Unterschied zwischen den verschiedenen URLs, die Ihr für Eure Anzeige verwendet, zu kennen. Die angezeigte URL soll Eurer Zielgruppe in Erinnerung bleiben. Dabei handelt es sich um die Homepage zu Eurer Hochzeitsfotografie, also die Adresse, die Leute in den Browser eintippen. Diese URL solltet Ihr anzeigen.

 

Ziel-URL hinzufügen

Eine PPC-Anzeige sollte niemals direkt auf Eure Homepage führen. Dafür solltet Ihr eine Landing-Page einrichten, auf der die in der AdWords-Anzeige erwähnten Produkte kurz vorgestellt werden. In Eurem Fall also die von Euch als Hochzeitsfotograf angebotenen Pakete, wie z.B. Hochzeitsfotografie, Bridal Boudoir oder Engagement Shooting. Wenn Besucher direkt auf Eurer Homepage landen, müssen sie sich selbst zu den angebotenen Leistungen durchklicken, die sie interessieren – im Regelfall ist ihnen das zu mühsam. Deshalb ist es wichtig für Euch wichtig den Unterschied zwischen der angezeigten URL und der Ziel-URL zu verstehen und die beiden nicht verwechseln.

 

Keywords hinzufügen

Bedenkt immer, dass Ihr mit vielen anderen Hochzeitsfotografen um die gleiche Zielgruppe wetteifert. Nehmt Euch daher ein bisschen Zeit, um Euch Eure Keywords zu überlegen, die Leute erreicht, die bereit sind, Euch als Hochzeitsfotograf zu buchen. Anstelle von „Hochzeitsfotograf“ können Sie in Ihrer PPC-Anzeige beispielsweise das Keyword „Fotograf für Hochzeit Osnabrück“ verwenden. Dadurch könnten Euch natürlich einige Leute durchs Netz gehen, die einfach nach „Hochzeitsfotograf“ suchen wollen. Dafür fangt Ihr aber diejenigen ab, die sich dafür entschieden haben, einen Hochzeitsfotografen aus Osnabrück zu buchen. Die Wahrscheinlichkeit, dass solche Besucher bei Euch zuschlagen, erhöht sich noch, wenn Eure Anzeige direkt auf eine Landing-Page mit Hochzeitsbildern von bekannten Hochzeits-Locations in Osnabrück führt. Das sind bezahlte Klicks, die sich wirklich bezahlt machen!

Ihr könnt auch ausschließende Keywords definieren. So verhindert Ihr, dass Eure Anzeige bei unerwünschten Keywords eingeblendet wird und sinnlose Kosten entstehen. Beispiel: „gratis“ oder „kostenlos“.

 

Gebote für Klicks

Zum Schluss müsst Ihr Google noch mitteilen, wie viel Ihr für Eure Klicks ausgeben möchten. Vergesst nicht, dass es dabei um Eure Sichtbarkeit geht. Wer bereit ist, mehr für Klicks auszugeben, erscheint auch öfter in Suchergebnissen. Um Geld zu verdienen, müsst Ihr zunächst einmal etwas Geld investieren. Das gilt vor allem für das „Pay per Click“-System. Solange Ihr Euer Budget manuell kontrolliert, können Ihr solange Klicks einheimsen, bis Euer Guthaben aufgebraucht ist. Stockt Euer Budget einfach wieder auf, wenn Ihr Eure Kampagne erneut starten möchtet.

 

Prüfen, prüfen, prüfen

Es schadet nie, Eure Anzeige noch einmal genau zu überprüfen, bevor Ihr diese ins Netz stellt. Stimmt die Rechtschreibung? Wenn eines Ihrer Keywords einen Rechtschreibfehler enthält, werdet Ihr für dieses Keyword nicht gefunden. Habt Ihr überprüft, ob Ihr das Budget auch wirklich manuell kontrolliert? Falls nicht, könnte schon morgen gähnende Leere auf Eurem Konto herrschen. Seid Ihr Euch wirklich sicher, dass alles stimmt, atmet noch einmal tief durch und veröffentlichen Eure Kampagne.

Auch nachdem Ihr Eure Anzeige veröffentlicht habt, solltet Ihr regelmäßig A/B-Tests für die Ergebnisse durchführen. Ändert ab und zu Eure Überschriften, stellt andere Facetten Eurer Hochzeitsfotografie in den Vordergrund oder betont andere Leistungen Eures Angebots. Vergesst nicht die Konversionsrate für jede Hochzeitsfotografie – Anzeige genau zu beobachten. Auf die eine oder andere Weise könnt Ihr Eure Anzeige garantiert noch verbessern. So holt Ihr künftig noch mehr aus Google AdWords heraus.

Hochzeitsfotograf Osnabrück

Kundenaquise

TFP Shooting

Wikipedia sagt zum Stichwort TFP Shooting das folgende:

Die Bezeichnung time for prints (englisch, kurz: TFP, auch time for pictures) steht in der Fotografie für eine Vereinbarung zwischen einem Fotomodell und einem Fotografen, bei der das Modell nicht mit einer Gage, sondern mit den Resultaten der Fotoaufnahmen für seine Dienste entlohnt wird.

Klassischerweise sind dies Papierabzüge (engl.: prints) der Fotos, die im Rahmen der Aufnahmen entstanden sind. Seit dem Einzug der Digitalfotografie ist auch der Begriff TFCD (time for cd) gebräuchlich. Hierbei werden die Bilder in digitaler Form dem Modell weitergegeben.

Fotoaufnahmen auf TFP-Basis finden sowohl auf Amateurebene als auch im professionellen Bereich statt. Häufig finden Aufnahmen auf TFP-Basis im experimentellen Bereich Anwendung, der weniger auf die kommerzielle Auswertung der späteren Bilder abzielt, als dass sie das handwerkliche Geschick und ästhetische Gespür des Fotografen und die Ausstrahlung des Models widerspiegeln sollen. Bilder aus TFP-Fotoaufnahmen dienen somit meistens der Eigenwerbung für Modell und Fotograf.

Der Gegensatz zu TFP-Fotoaufnahmen sind sogenannte „Pay“-Fotoaufnahmen, bei denen entweder das Fotomodell den Fotografen, oder der Fotograf das Fotomodell bezahlt. Wird das Modell bezahlt, ist durch das Honorar der Aufwand des Modells normalerweise abgegolten, d. h. das Modell erhält im Gegensatz zu TFP-Fotoaufnahmen keine Bildabzüge, es sei denn, dies wird anders vereinbart.

Ein oftmals strittiges Thema sind die Verwertungsrechte der Bilder aus TFP-Fotoaufnahmen. Urheber der Bilder ist grundsätzlich der Fotograf. Einer Veröffentlichung bzw. dem Verkauf der Bilder durch den Fotografen steht im Allgemeinen noch das Recht am eigenen Bilde des Models gegenüber. Bei Pay-Shootings gilt allerdings nach deutscher Gesetzeslage die Genehmigung zur Verbreitung und Veröffentlichung im Zweifel als erteilt. Siehe auch: §22 KUG

Soll dies nicht der Fall sein, muss im Vorfeld eine Vereinbarung getroffen werden, die üblicherweise in einem sogenannten Model-Release-Vertrag bzw. Modelvertrag festgehalten wird. Er regelt etwaige Veröffentlichungskriterien, Gewinnverteilungen u. ä. zwischen Modell und Fotografen.“

Fassen wir das also einmal zusammen: Bei TFP Shootings arbeitet Ihr als Hochzeitsfotograf kostenlos und erhaltet im Gegenzug die Veröffentlichungsrechte an den Bildern für Eigenwerbung. Zwar ist das immer eine tolle Gelegenheit Eure Portfolio auszubauen, allerdings verdient Ihr in dieser Zeit eben auch kein Geld.

Fotograf Hochzeit Osnabrück

Styled Shoots

„Styled Shoots“ sind inzwischen ein fester Bestandteil der Hochzeitswelt, und somit auch bei vielen Hochzeitsfotografen – kein Wunder, denn im Rahmen einer solchen „gestylten Fotoproduktion“ können sich Hochzeitsdienstleister und natürlich auch Ihr als Hochzeitsfotograf kreativ richtig ausleben und mit Gleichgesinnten zusammenarbeiten.

Es entstehen Bilder von neuen kreativen Ideen. Diese sind dann nicht nur für Eure Brautpaaren sondern insbesondere auch für die gesamte Hochzeitsbranche. Ein „Styled Shoot“ kann außergewöhnliche Hochzeitsideen darstellen. Darüber hinaus könnt Ihr komplett neue Trends visualisieren und selbst setzen. Mit einem „Styled Shoot“ zeigt Ihr als Hochzeitsfotograf 110% eines Konzeptes, ohne dabei durch ein Brautpaar auf ein bestimmtes Budget beschränkt zu sein –  alles ist möglich, hier ist alles perfekt.

Ein „Styled Shoot“ ist zwar keine echte Hochzeit, doch Kosten und Zeitaufwand sind nicht unerheblich und bei solchen Projekten nicht zu unterschätzen. Selbst beim TFP („time for picture“)-Prinzip, summieren sich viele Arbeitsstunden, in denen Ihr keine bezahlte Hochzeitsfotografie leisten könnt. Auch die Materialkosten eines solchen „freien Projektes“ sind nicht ohne – oft könnt Ihr Produkte nur für diesen Zweck verwenden.

Umso wichtiger ist es, dass Ihr gezielt an die Sache heran geht und Euch gut überlegt, ob ein Styled Shoot für Euch Sinn ergibt und Euch als Hochzeitsfotograf den gewünschten Mehrwert bietet. Vor allem aber solltet Ihr im Vorfeld weitestgehend absichern, dass Eure Mühen nicht umsonst sind und die Chancen für eine Veröffentlichung hoch genug sind.

5 Gründe, wann ein Styled Shoot sinnvoll ist und was dabei wichtig ist:

  1. Ein Projekt mit gleichgesinnten Kollegen treibt die eigene Kreativität und Motivation an und kann die Basis für weitere gemeinsame Projekte (und Hochzeiten) sein.
  2. Als Dienstleister lebt Ihr von Empfehlungen, dafür braucht es ein gutes Netzwerk. Noch leichter empfiehlt man jemanden, wenn man schon mal zusammengearbeitet hat.
  3. Mit wirklich neuen und innovativen Konzepten beweist Ihr kreative Kompetenz. Das beeindruckt nicht nur Brautpaare, sondern auch die Branche – womit wir wieder bei Multiplikatoren wären…
  4. Eure professionellen Hochzeitsbilder sind das A und O. Besonders als Neueinsteiger könnt Ihr mit einem Styled Shoot zeigen, was in Euch steckt und Bildmaterial für Eure Webseite schaffen. Aber Vorsicht: Styled Shoots stehen für kreative Kompetenz, nicht für Kundenreferenz. Bilder von Shootings gehören somit nicht in Euer Portfolio und müssen auf der Webseite klar von Referenzen getrennt werden, damit Eure Kunden nicht in die Irre geführt werden.
  5. Mit dem Shooting Konzept müsst Ihr Eure Zielgruppe und deren Lifestyle ansprechen, um zu zeigen, dass Ihr der richtige Dienstleister für sie seid. Idealerweise vereint alle Teammitglieder des Shootings die Zielgruppe und ihre Qualitätsansprüche.

 

Werbung

Wenn ich in Internetforen oder auf Facebook lese, bin ich oft etwas erschrocken wie wenig Hochzeitsfotografen über Unternehmertum wissen. Deshalb habe ich mich dazu entschieden dieses Thema mit in diesen Guide hier aufzunehmen. Wenn Ihr eine längere Zeit selbständig seid werdet Ihr in dieser Zeit viel über Marketing, Vertrieb, Umgang mit Kunden, Büroorganisation und Mitarbeiterführung lernen. Weil Eurer Projekt als Hochzeitsfotograf ist noch relativ frisch ist (sonst würdet Ihr das hier ja vermutlich nicht lesen), möchte ich Euch beim Aufbau der Werbung Eures Geschäftszweigs helfen

“Wer nicht wirbt, der stirbt!”
– Henry Ford

Das klingt zwar hart, ist aber die Wahrheit. Der Tod tritt nicht sofort ein, aber schleichend, wenn Ihr nicht Acht gebt. Vermutlich denkt Ihr Euch jetzt: “Ja, ja, gute Fotos, sind die beste Werbung!”. Und ja, das stimmt, aber es gibt einen Haufen Hochzeitsfotografen die wirklich, richtig gute Fotos machen. Wollt ihr Euer Geschäft also zügig nach vorne bringen und Euer das Ziel soll Wachstum sein, dann ist Werbung und Vertrieb ab sofort einer der wichtigsten Bestandteile Eurer täglichen Arbeit.

 

Also wie werbt Ihr für Euch?

Das wichtigste Werbeinstrument ist Eure Website. Das Design und der Aufbau Eurer Website ist der Spiegel Eures Stils und Eurer Persönlichkeit. Deshalb solltet ihr viel Mühe in die Gestaltung Eures Onlineauftritts investieren. Uns zwar so lange bis ihr damit restlos glücklich seid.

Wie heißt es so schön: “Der erste Eindruck zählt.”.

Das gilt nicht nur für Bewerbungsgespräche, sondern auch für potentielle Hochzeitspaare die auf Eure Website gelangen und in Sekunden entscheiden, ob ihr der richtige Hochzeitsfotograf seid, oder eben nicht. Fragt Euch am besten zuerst was Euch gefällt und was Euch anspricht. Mögt Ihr es schlicht und elegant oder farbig und verspielt? Vielleicht entspannen Euch ja ein aufgeräumter Raum und gerade Linien? Wenn das so ist, spiegelt sich das vermutlich in Eurer Fotografie wieder. Also sollte sich das so auch auf Eurer Website wiederspiegeln. Schaut z.B. einmal auf meine Startseite. Sie ist zwar nicht auf das Mindeste reduziert, aber sehr geradlinig. Hochzeitspaare, denen meine Startseite gefällt, finden mich vermutlich symphatisch und buchen mich möglicherweise als Hochzeitsfotograf. Wer opulente high-fashion Bilder sucht, wird sich nicht lange auf meiner Website aufhalten und eben auch nicht Gefahr laufen mit mir als Hochzeitsfotograf unglücklich zu werden.

Neben dem Design ist ein aufgeräumtes und aktuelles Portfolio wichtig. Ihr entwickelt Euch nach jedem Shooting weiter, schult Euren Blick und passt Euren Stil an. Gerade, wenn Ihr am Anfang Eurer Karriere steht. Zudem macht es Euch sicher Spaß, Eure seine neuesten Arbeiten auf der Website zu präsentieren. Ich habe mir einen Ordner angelegt, der „Portfolio“ heißt. Dort schiebe ich immer ein paar Bilder nach einem Shooting rein und aktualisiere später damit meine Homepage.

Glücklicherweise leben wir alle im 21. Jahrhundert! Ihr könnt Dank Social Media schnell auf Euch aufmerksam machen, wenn Ihr es geschickt anstellt! Eine Marke bekannt zu machen ist Heutzutage relativ einfach, dank Facebook. Also legt Euch eine Fanpage an (keine persönliche Seite) und fangt an Fans und Jünger zu sammeln, die Eure Arbeit einfach toll finden. Zum Einen macht es Spaß für gute Bilder ein paar Likes zu bekommen, zum Anderen schafft eine Fanpage mit einigen hundert Fans, Vertrauen bei Euren Hochzeitspaaren. Genau darum geht es bei dem Aufbau Eurer Marke, Vertrauen. Ihr sollt der Hochzeitsfotograf sein, der den schönsten Tag im Leben eines Brautpaares festhält. Dazu gehört eine Menge Vertrauen. Das müsst Ihr erstmal aufbauen. Eine Facebook Fanpage anzulegen, ist wirklich ein Kinderspiel. Die Anleitung dazu findet Ihr ebenfalls in diesem Guide.

Abschließend möchte ich Euch noch die Empfehlung geben, für Eure Marketingmaßnahmen und die Erstellung Eurer Internetseite Profis zu beauftragen. Damit spart ihr Zeit, Geld, seid erfolgreicher und habt mehr Zeit zum Fotografieren!

Fotograf Hochzeit Osnabrück

Auftragsplattformen

Im Internet werdet Ihr eine Vielzahl von Plattformen finden, die Euch als Hochzeitsfotograf Kundenaufträge vermitteln wollen. Grob könnt Ihr zwischen zwei Arten von Kontakten unterscheiden, die Euch die Pattformen vermitteln:

  1. Vermittlung von Leads
  2. Vermittlung von Kunden

Bei der Vermittlung von Leads bezahlt Ihr an die Plattform einen kleinen Betrag (oft kauft Ihr im Vorfeld irgendeine Art von Online-Währung) mit der Ihr dann dafür bezahlt, dem potenziellen Kunden ein Angebot unterbreiten zu können. Das hat den Nachteil, dass Ihr in jedem Fall Geld bezahlt ohne, dass Ihr einen Auftrag habt.

Hinter der zweiten Variante steht ein Provisionsmodell. Ihr unterbreitet Eurem potenziellen Kunden kostenfrei ein unverbindliches Angebot. Nimmt der Kunde das Angebot an, berechnet Euch der Betreiber der Plattform einen Prozentsatz (meist 10%) von Eurem Umsatz.

Beide Modelle haben Ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile, wofür Ihr Euch entscheidet ist Euch ganz selbst überlassen.

 

Preisgestaltung

Wenn Ihr Hochzeitsfotograf werden wollt, weil Ihr irgendwann mal gedacht habt:

„Waaaas? Bei so einem Stundenlohn werde ich auch Fotograf“

oder

„Ernsthaft? Der Hochzeitsfotograf soll für drei Stunden kommen und verlangt dafür über 600 Euro? Der kann der doch nicht ernst meinen!“

Dann könnt Ihr gleich aufhören zu lesen und Euch direkt etwas Neues überlegen, womit Ihr Euren Lebensunterhalt bestreiten wollt. Auch wenn man sowas häufig auf Facebook und in diversen Foren zu Lesen bekommt, ist bei der Hochzeitsfotografie nicht alles so wie es scheint…

 

Was der Kunde sieht…

Als Hochzeitsfotograf Schlagt Ihr an dem großen Tag Eurer Kunden an der Location auf, macht ein paar Stunden lang Fotos und verschwindet mit weit über 1.000 Euro in der Tasche wieder. Super Sache! Habt Ihr doch in den paar Stunden mehr verdient, als manch anderer in der Woche oder im Monat!

Schauen wir einmal etwas genauer hin, was Ihr als Hochzeitsfotograf so alles machen müsst, bevor Ihr das schwer verdiente Geld Eurer Kunden abgreift…

Fotograf Hochzeit Osnabrück

Fortbildungen

Jeder professionelle Hochzeitsfotograf muss sich fortbilden; das gilt auch für Euch. Los geht das bei aktuellen Trends in der Hochzeitsfotografie. Dann braucht Ihr natürlich technisches Equipment und das ganze endet in Schulungen zur Software (z.B. Adobe Lightroom / Photoshop). So eine Fortbildung kostet Euch schnell mal an die 2.000 Euro und in dieser Zeit könnt Ihr wiederum selbst nicht als Hochzeitsfotograf arbeiten, also Geld verdienen.

 

Internetauftritt

Und wo lest Ihr gerade diesen Artikel? Genau! Auf einer Internetseite! Als Hochzeitsfotograf braucht Ihr heutzutage eine Internetseite. Hier informiert Ihr potenzielle Kunden über Euer Angebot, Eure Preise und in umfangreichen Galerien über Eure Referenzen. Selbstverständlich muss Eure Hochzeitsseite stets aktuell gehalten und für Google, Yahoo und Co. optimiert werden. Das könnt Ihr entweder selbst tun (und in dieser Zeit nicht als Hochzeitsfotograf kein Geld verdienen) oder Ihr bezahlt jemanden dafür.

 

Kamera

Als professioneller Hochzeitsfotograf braucht Ihr natürlich passendes Equipment. Dazu gehören Profi-Kameras, die zwei Speicherkartenslots haben (falls eine Karte mal den Geist aufgibt wollt Ihr ja nicht ohne Bilder vor Eurem Brautpaar stehen, oder?). Dumm nur, dass solche Kameras schnell an die 4.000 Euro kosten. Dazu kommen dann noch diverse Objektive, Blitzlichter, Stative, Speicherkarten, Fotospeicher, High-End-PCs für die Bearbeitung Hochzeitsfotos, Profi-Monitore die die Farben so darstellen wie sie sind, und, und, und…

In Summe kommt da schnell der Wert eines Kompaktwagens zusammen.

Fotograf Hochzeit Osnabrück

Kundenaquise

Was bedeutet eigentlich Kundenaquise für Euch als Hochzeitsfotograf? Zunächst durchsucht Ihr die gängigen Plattformen nach Kundenaufträgen, entwerft Werbeanzeigen und Zeitungsinserate und schaltet sie (on- sowie offline). Ihr sucht regelmäßig Brautmodengeschäfte, Friseure, DJs, Juweliere, Blumengeschäfte und Hochzeitsplaner auf und legt Flyer / Prospekte aus. Auch das wird Euch zunächst erst einmal Geld und Zeit kosten (so ein Prospekt druckt sich ja auch nicht von allein). Zu guter Letzt werdet Ihr in regelmäßigen Abständen Hochzeitsmessen besuchen. Der Aufwand, der für eine Messe getrieben werden muss ist enorm! Das solltet Ihr keinesfalls unterschätzen! Als Hochzeitsfotograf braucht Ihr einen Stand, Auslagen, Zeit für die Vorbereitung, und, und, und. Alles das kostet Euch wieder Zeit und Geld.

 

Musterbücher

Eins Eurer wichtigsten Verkaufswerkzeuge sind aktuelle Musterbücher. So wie alle Bereiche, unterliegt auch die Hochzeitsfotografie laufender Veränderung bei den Trends der Bildgestaltung. Hochzeitspaare wollen sich keine Aufnahmen ansehen, die wirken, als wären sie 1975 entstanden. Eure Musterbücher zeigen dem potenziellen Kunden mit welchem Bildstil er rechnen kann und ob eben jener zu seiner Erwartungshaltung an Euch als Fotograf passt.

 

Referenzen

Kaum ein Kunde kauft gern die Katze im Sack! In besonderem Maße gilt das für Euch als Hochzeitsfotograf. Damit Ihr Eure Aufnahmen im Internet (Facebook, Instagram, Homepage) zeigen dürft, braucht Ihr einen TFP-Vertrag (Time-for-Prints). TFP heißt im Klartext, dass Ihr als Hochzeitsfotograf vergünstigt oder auch kostenlos arbeitet und im Gegenzug die Veröffentlichungsrechte der Bilder erhaltet. Also habt Ihr als Fotograf, obwohl Ihr ja eigentlich von Eurer Hochzeitsfotografie leben wollt, wieder Zeit und Geld investiert, ohne dafür etwas zu verdienen.

 

Verträge und sonstige Dokumente

Ihr müsst die Vertragsdokumente zur Anfertigung von Hochzeitsfotos erarbeiten und laufend aktualisieren. Hier gibt es viele Fallstricke, die es erforderlich machen, auch mal einen Anwalt da drüber lesen zu lassen… jeder, der schon einmal die Dienste eines Anwalts in Anspruch nehmen musste, weiß, was so etwas kostet.

 

Visitenkarten, Prospekte und Flyer

Als Hochzeitsfotograf müsst Ihr Flyer und Prospekte entwerfen, diese drucken lassen und natürlich immer auf Vorrat liegen haben. Am besten hat der für jedes angebotene Produkt (Portrait- und Familienshootings, Boudoirshooting, Hochzeitsshooting, Engagementshooting, etc.) für jede Jahreszeit mindestens eine Variante. Das Gleiche gilt auch für Visitenkarten. Aus eigener Erfahrung kann ich Euch versichern, dass ein Flyer nicht innerhalb von 30 Minuten entworfen, gelayoutet und mit ansprechenden Texten versehen ist.

 

Magazine und Zeitschriften

Aktuelle Zeitschriften zu abonnieren und sorgfältig zu lesen ist Eure Pflicht als Hochzeitsfotograf. Hier erfahrt Ihr, welche aktuellen Entwicklungen es gibt und in welche Richtung sich bestimmte Trends entwickeln (z.B. Trash-The-Dress Shootings in 2016/2017).

 

Zwischenbilanz als Hochzeitsfotograf

Wenn Ihr jetzt einmal das reflektiert, was Ihr bis hier hin gelesen habt, fällt Euch vielleicht auf, dass Ihr als Hochzeitsfotograf noch kein einziges Bild aufgenommen habt. Ganz im Gegenteil, Ihr habt hier hin nur Geld und Zeit investiert und noch keine Sekunde das getan, was Ihr so sehr liebt… nämlich Hochzeiten zu fotografieren! Das wird sich zumindest indirekt auf Eure Preisgestaltung auswirken. Aber machen wir einmal weiter. Irgendwann werdet Ihr ja mal die Kamera in die Hand nehmen!

Hochzeitsfotograf Osnabrück

Das Kundengespräch

Für ein Hochzeitsshooting wird im Regelfall ein Vorgespräch stattfinden. Die meisten Fotografen suchen hierfür das Brautpaar zu Hause auf. Die investierte Zeit und Fahrtkosten sind im Regelfall Bestandteil des Paketpreises. Hier investiert Ihr als Fotograf also erst einmal, bevor Ihr den ersten Cent verdient.

 

Hochzeits-Location

Als Hochzeitsfotograf werdet Ihr Euch die Hochzeits-Location im Vorfeld einmal ansehen. Nur so könnt Ihr Euch ein Bild machen, wie die Lichtverhältnisse und die Umgebung wirken. Hierzu gehört beispielsweise auch die Erarbeitung eines Bildkonzeptes.

 

Equipment

Eure komplette Ausrüstung muss im Vorfeld überprüft und vorbereitet werden. Batterien und Akkus müssen angeschafft und aufgeladen werden, Speicherkarten müssen geleert werden und die richtigen Objektive müssen ausgewählt und gereinigt werden.

An dem großen Tag Eurer Kunden darf einfach nichts fehlen. Für diese Vorbereitung braucht Ihr als Hochzeitsfotograf Sorgfalt und Zeit.

 

Fazit

Bei der Gestaltung Eurer Preise müsst Ihr all die zuvor genannten Punkte mit einberechnen. Denkt nicht nur an den Stundenlohn, sondern an alles, was Ihr bis hier hin investiert habt. Das ist eine Menge! Legt diese Kosten auf Eure Kunden um, damit Ihr von Eurem Schaffen auch irgendwann einmal leben könnt.

 

Begleitung einer Hochzeit

Anreise

Als Hochzeitsfotograf müsst Ihr muss um jeden Preis pünktlich auf der Matte stehen. Immer! Dafür ist die richtige Planung das A und O. Packt das Auto am besten schon am Abend vor der Hochzeit, tankt sicherheitshalber noch mal voll und schaut, ob das Navi auch alle Adressen kennt, an denen Ihr erwartet werdet. Geht dann zeitig ins Bett damit Ihr auch am nächsten Tag ausgeschlafen seid. Für die Anreise plant Ihr selbstverständlich einen dicken Zeitpuffer ein, man weiß ja nie was kommt. Seid Ihr dann unterwegs, lautet die Devise vorsichtig Fahren und heile ankommen!

 

Augen auf, Fotograf!

Das Brautpaar erwartet von Euch natürlich, dass Ihr als professioneller Hochzeitsfotograf keinen wichtigen Augenblick verpasst, immer zur rechten Zeit zur Stelle seid und alles künstlerisch festhaltet. Im Zweifel seid Ihr von morgens (Getting Ready) bis zum Anschnitt der Hochzeitstorte um Mitternacht auf den Beinen.

Hochzeitsfotograf Osnabrück

Achtet auf die Details

Sitzt das Hochzeitskleid richtig? Ist der Krawattenknoten noch an der richtigen Stelle? Ist der Lippenstift noch immer da wo er hingehört? Liegen alle Haarsträhnen wo sie hingehören? Glitzern Schweißperlen auf der Stirn eines Gastes? Reflektiert vielleicht eine Bille das Licht eines Scheinwerfers oder der Sonne? Versucht alles was später auf den Bildern stören könnte, zu erkennen und zu beseitigen! Für Euch als Fotograf bedeutet das eine große Verantwortung, habt Ihr doch für die Hochzeitsbilder nur einen Versuch!

 

Setzt Euch Durch

Auch wenn es mit Kunst nicht viel zu tun hat, werdet Ihr als Hochzeitsfotograf auch einige Gruppenbilder anfertigen müssen. Einen Sack voller Flöhe zu hüten ist einfacher als alle Gäste zum richtigen Zeitpunkt freundlich in die Kamera gucken zu lassen.

Holt euch am besten einen der Trauzeugen (oder auch andere willige Gäste) die Euch dabei helfen alle die auf den Gruppenbildern abgelichtet werden sollen, zusammen zu treiben. Gebt den Gruppen klare Anweisungen. Manchmal verstecken sich die Kleinen Gäste auf Gruppenbildern hinter größeren. Sagt klar, deutlich und vor allem laut genug, wie Ihr die Gruppe stehen haben wollt.

Auch wenn es eigentlich klar ist: Wenn die Gäste die Kamera nicht sehen können, sieht sie die Kamera auch nicht. Sagt das Laut!

Schaut auch darauf wie die Sonne steht. Blendet Sie die Gäste, werden alle irgendwie krampfig und unentspannt gucken. Vertreibt gegebenen Falls ungebetene Zaungäste und Gaffer. Die haben nichts auf den Hochzeitsfotos verloren!

 

Onkel Bob

Auf jeder Hochzeit werdet Ihr einen ganz besonderen Gast antreffen. Nennen wir Ihn einfach Onkel Bob. Nun was hat es mit Onkel Bob auf sich? Onkel Bob ist ein Gast, der sich irgendwann einmal eine Kamera meist eine Einsteiger-DSLR-Kamera gekauft hat, die er natürlich mit zur Hochzeit bringen musste. Onkel Bob wird Euch permanent im Weg herumstehen, selbst versuchen die wichtigsten Momente mit seinem 100 Euro Objektiv festzuhalten und Eure Arbeit mehr behindern, als es ein fehlender Arm es tun könnte.

Nun gibt es kein Universalrezept, wie Ihr mit Onkel Bob umgehen müsst. Ich kann Euch aber nur Raten Ihn rechtzeitig anzusprechen und Ihm klar zu machen, dass Ihr hier der Hochzeitsfotograf, der Profi mit dem Profi-Equipment seid, und er einfach ein Gast mit Kamera. Rücksicht darauf, dass Onkel Bob vernünftige Bilder machen kann, solltet Ihr nicht nehmen. Schließlich werdet Ihr dafür bezahlt die Hochzeit in inspirierenden Bildern festzuhalten.

 

Ein langer, harter Tag!

Als Hochzeitsfotograf fotografiert Ihr den ganzen Tag ohne Pause! Ihr müsst locker mal 14 Stunden am Stück körperlich und geistig voll da sein. Das heißt natürlich nicht, dass Ihr nicht doch mal eine kurze Pause machen könnt im einen Schluck zu trinken, euer Butterbrot zu essen oder mal eine zu rauchen.

Aber auch, wenn Ihr in einer Eurer wenigen, kurzen Pausen angesprochen werdet, seid stets engagiert, freundlich, hilfsbereit und ansprechbar! Und ja, das ist ein Knochenjob!

Hochzeitsfotograf Osnabrück

Nach der Hochzeitsbegleitung

Bilder sortieren

Bei einer fotografischen Hochzeitsbegleitung entstehen oft tausende von Bildern. Euer Job als Hochzeitsfotograf ist es, alle Bilder zu sichten und (aus-) zu sortieren. Technisch nicht einwandfreie Aufnahmen werden genauso aussortiert wie Bilder auf denen die abgelichteten Gäste oder das Brautpaar unvorteilhaft aussehen (geschlossene Augen, Schiefen Lächeln, etc.).

 

Bildbearbeitung

Plant für die Bearbeitung der aufgenommenen Bilder mindestens drei bis viermal so viel Zeit, wie das eigentliche Shooting gedauert hat. Nicht jeder Hochzeitsfotograf tut das, aber nehmt eine umfassende Beautyretusche vor, schärft die Bilder, macht einen Weißabgleich, bearbeitet Kontrast und Helligkeit und sorgt für einen harmonischen Bildschnitt. Das sind alles Details, die Euch natürlich viel Arbeit machen, Euch aber gleichzeitig von vielen anderen Fotografen abgrenzen. Eure Kunden werden es Euch danken.

 

Übergabe der Hochzeitsbilder

Ist Eure Arbeit an den Bildern abgeschlossen solltet noch eine schöne Präsentbox herstellen, in der Ihr einen Datenträger mit alle Fotos der Hochzeit unterbringt, einige Abzüge, eine Hand voll Eurer Visitenkarten und vielleicht die eine oder andere Überraschung. Das Ganze könntet Ihr beispielsweise in einer hübschen, handgefertigten Holzbox überreichen. Das Brautpaar hat für Eure Dienstleistung viel Geld bezahlt und auch wenn es Eure Arbeit zweifelsohne wert ist, solltet Ihr dem Kunden immer das Gefühl geben, dass er mehr bekommt, als er beauftragt hat.

 

Präsentation

Wohnt Ihr nicht gerade extrem weit weg von Eurem Hochzeitspaar, entfernt solltet Ihr das Paar für die Übergabe der Bilder besuchen und Euer Werk persönlich überreichen. Das stärkt den Kontakt. Sofern es Eure Zeit hergibt, schaut Euch die Hochzeitsbilder gemeinsame mit dem Paar an.

 

Das Jahr danach

Danke an den 1. Jahrestag Eurer Brautpaare. Sucht Euch zum Beispiel eines Eurer Lieblingsbilder aus dem Hochzeitsshooting, macht daraus eine Karte und diese an das Hochzeitspaar. So bringt Ihr euch direkt noch einmal ins Gedächtnis. Das ist für Empfehlungen durchaus wichtig! Sofern Ihr vorhabt Euch etwas breiter aufzustellen, könnt Ihr auch gleich ein Paarshooting mit anbieten.

 

Fotograf Hochzeit Osnabrück

 

So dann wünsche Ich Euch viel Erfolg bei Eurem Start in die Selbstständigkeit als Hochzeitsfotograf.

8 Gedanken zu „Wie Ihr Hochzeitsfotograf werdet

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      Beste Grüße
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      – Hochzeitsfotograf –

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      vielen Dank, es ist immer schön so positives Feedback zu erhalten!
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      Viele Grüße
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      – Hochzeitsfotograf –

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