Hochzeitsfotografie

Der Hochzeitsfotograf – So findet Ihr den richtigen!

Ihr habt also den Partner gefunden, mit dem Ihr für den Rest Eures Lebens verbringen möchtet, dem Ihr das JA-Wort geben und den Ihr heiraten wollt? Dann lasst Euch zuallererst gratulieren; Herzlichen Glückwunsch! Bevor es nun aber soweit ist, müssen viele Dinge vorbereitet werden. Es gilt eine geeignete Location für die Feier zu finden, Ihr müsst Euch für ein Menü entscheiden, schließlich sollen eure Gäste ja keinen Hunger leiden, Ihr müsst Kleid und Anzug auswählen, Ringe kaufen, einen DJ oder einer Band engagieren die Termine Bei Kirche und/oder Standesamt sichern und… genau! Ein Hochzeitsfotograf muss auch noch engagiert werden! Nur wie findet Ihr den Richtigen für Euch?

 

 

Amateur oder Profi?

Irgendwann werde Ihr Euch fragen, ob Ihr einen professionellen Hochzeitsfotografen engagieren wollt, oder ob das nicht auch Onkel Bob machen kann; der hat doch jetzt auch eine Digitale Spiegelreflexkamera! Ja, in den letzten Jahren sind Spiegelreflexkameras sehr erschwinglich geworden und so haben viele Brautpaare im Kreis ihrer Familien und Freunde einige Ansprechpartner, die vielleicht ein paar Bilder der Hochzeit machen könnten.

Was sind also die Gründe, die möglicherweise dafür sprechen einen Haufen Geld für einen Professionellen Hochzeitsfotografen auszugeben?

 

„Hochzeitsfotos müssen beim ersten Mal perfekt sein. Eine zweite Chance gibt es nicht!“

Scott Kelby
– Fotograf –

 

Hochzeitsfotografen, die von Ihrem Handwerk leben, kennen meist die Regeln der Bildgestaltung, verstehen den Zusammenhang von Belichtungszeit, Blende, Brennweite und ISO. Sie legen Kreativität bei der Konzeption Ihrer Bilder an den Tag und sie bearbeiten die Aufnahmen auf künstlerische Weise. Davon abgesehen lebt der Fotograf von seinem Handwerk und er wird auch sicher am Hochzeitstag erscheinen, nicht zuletzt wegen des rechtverbindlichen Vertrages, den Ihr mit ihm geschlossen habt. Was nützt Euch das günstigste Angebot eines Hobbyfotografen, wenn Ihr an Eirem großen Tag ohne Fotografen dasteht?

Wie aber könnt ihr einen professionellen Hochzeitsfotografen erkennen und ein einem Amateur unterscheiden? Ganz einfach! Mit den folgenden Tipps trennt ihr schnell die Spreu vom Weizen.

 

Tipp 1: Ausrüstung

Fragt den Hochzeitsfotografen bei einem persönlichen Kennenlernen nach seiner Ausrüstung. Auch wenn Ihr hier überhaupt nicht im Thema seit wird ein Profi immer mit zwei Kameras (Ausfallsicherheit!) und mehreren hochwertigen Objektiven aufschlagen. Gerade die Sammlung an Objektiven machen den größten Teil des Equipment-Kosten eines Hochzeitsfotografen aus. Zudem trägt ein hochwertiges Objektiv zum Bildqualität bei, wie kaum ein anderes Bauteil (Vorausgesetzt der Fotograf beherrscht sein Handwerk).

Kann Euch der Hochzeitsfotograf also mehrere Kameras und Objektive (Weitwinkel, Telezooms, Festbrennweiten, etc.) zeigen, dann stehen die Chancen gut, dass es sich um einen Profi handelt.

 

Tipp 2: Referenzen

Professionelle Hochzeitsfotografen haben Referenzen. Schaut Euch die Homepage des Fotografen Eurer Wahl an. Schaut nicht nur auf ein oder Zwei Bilder, sondern auf alles, was Ihr dort zu sehen bekommt. Prüft auch evtl. die Facebook und Instagram-Seite. Schnell ist man dabei den Blick nur auf die Bilder aus dem klassischen Brautshooting zu richten aber werft auch mal einen Blick auf die Portrait-, Familien oder Boudoir-Galerien. So kommt Ihr zu einem umfassenden Eindruck vom Bildstil des Fotografen.

Wollt Ihr beispielweise sehen welche Bilder ich noch so machen schaut gern auf meiner allgemeinen Seite oder auf Facebook und Instagram vorbei.

 

Tipp 3: Bildentwicklung

Wie Bilder entwickeln? Das sind doch Digitalkameras!

Ja genau! Ein Profi wird jede aufgenommene Bild entwickeln. Das Ganze läuft natürlich nicht wie früher in einer Dunkelkammer, sondern mit modernen Programmen und Werkzeugen wie Lightroom und Photoshop von Adobe. Hier können im nachträglich Bildschnitt, Kontrast, Farbstimmung, Helligkeit, Schärfe, etc. bearbeitet und bei Portraits zudem eine Umfassende Beautyretusche (Hautunreiheiten und Pickel entfernen, zähne aufhellen, Augenringe beseitigen) vorgenommen werden. Letzten Endes wird jedes Bild individuell bearbeitet und zu einer perfekten Komposition. Diese Art der Bildbearbeitung ist extrem zeitaufwendig und dauert gern drei bis viermal solange wie das eigentliche Shooting.

So hat der Hochzeitsfotograf nach einer zehnstündigen Begleitung leicht noch einmal drei Tage Nacharbeit. Diesen Aufwand treibt natürlich nur ein Profi. Fragt also bei einem Kennenlernen danach, wie die Nachbearbeitung der Bilder aussieht. Achtung ein kleiner Tipp: Manche Fotografen berechnen einen Aufpreis pro bearbeitetem Bild. Klärt das unbedingt vor dem Vertragsabschluss ab!

 

Tipp 4: Preis

Natürlich ist das mit der Auswahl über den Preis immer ein zweischneidiges Schwert. Der Teuerste Hochzeitsfotograf muss nicht der Beste, der Billigste nicht der schlechteste sein. Wird Euch aber eine Ganztagesbegleitung für unter 500 Euro angeboten, könnt Ihr sicher sein, dass das kein seriöses Angebot ist.

Seltsamer Weise passen die Kriterien zum Preis auch perfekt auf mich, schaut doch einfach mal hier rein.

Achtet immer auch auf das Kleingedruckte! Bei manchen Fotografen erhaltet ihr nicht alle hochaufgelösten Bilder auf einem USB Stick oder einer CD. Stattdessen muss jedes einzelne Foto nachgekauft werden – ein teurer Spaß! Lasst also die Finger von undurchsichtigen Angeboten.

 

Tipp 5: Sicherheit

Ein Professioneller Fotograf wird stets auf die Sicherheit Eurer Fotos bedacht sein. Zwei Kameras und mehrere Wechselobjektive sind absolute Pflicht als Hochzeitsfotograf. Zusätzlich sollten die Fotos bereits während der Hochzeit zwischenzeitlich auf hochwertige Fotospeicher übersielt werden und die Speicherkarten an einem anderen Ort als der Fotospeicher aufbewahrt werden.

 

Euer Hochzeitsfotograf – Die Auswahl

Wenn Ihr Euch dazu entschieden habt, einen professionellen Hochzeitsfotografen zu beauftragen, solltet Ihr versuchen eine kleine Vorauswahl zu treffen. Hierbei hilft Euch als erste Anlaufstelle das Internet. Schaut Euch einfach die Websites der Fotografen an. Ihr werdet schnell merken, ob Euch der jeweilige Bildstil gefällt.

Bereitet für das Gespräch mit dem Fotografen einige Fragen vor. Auch solltet Ihr die wichtigsten Eckdaten (Datum und Dauer der fotografischen Begleitung) Eurer Hochzeit parat haben.

Ihr werdet in den nächsten Tagen von dem Hochzeitsfotografen ein unverbindliches Angebot erhalten.

 

Vorgespräch

Wenn der Termin beim Fotografen und das Angebot für Euch passen, solltet Ihr euch mit dem Fotografen für ein unverbindliches Gespräch treffen. Es ist absolut wichtig, dass die Chemie zwischen dem Brautpaar und dem Fotografen passt. Unterschätzt keinesfalls den Sympathiefaktor. Schließlich wollt Ihr Euch am Tag Eurer Trauung ja entspannt vor der Kamera geben können und nicht unwohl fühlen. Auch wird der Fotograf sich ja, besonders bei einer längeren Reportage, viel unter Euren Gästen aufhalten. Wenn hier die Sympathie nicht stimmt, wirkt der Fotograf schnell wie ein Fremdkörper und kann weniger authentische Bilder schießen.

Im Rahmen des Vorgesprächs solltet Ihr Euch von dem Fotografen auch den Vertrag über die Anfertigung der Hochzeitsfotos zeigen und komplett erklären lassen. Wann müsst Ihr wieviel bezahlen (Oft wird eine kleine Anzahlung bei verbindlicher Buchung und die vollständige Bezahlung kurz vor dem Hochzeitstermin vereinbart). Viele Fotografen gewähren Euch noch einen kleinen Rabatt, wenn Sie einige Eurer Bilder veröffentlichen dürfen.

Übrigens: der Fotograf muss nicht aus Eurer Region kommen. Die meisten professionellen Fotografen sind auch zu längeren Reisen bereit. In diesem Fall solltet Ihr allerdings die Reisekosten übernehmen.

 

Beauftragung und das liebe Geld

Spätestens wenn es um die Beauftragung geht, solltet Ihr Euch entschieden haben, ob Ihr eine ganztägige, fotografische Begleitung im Reportagestil haben möchtet oder nur Bilder von Trauung und Brautshooting.

Wenn Ihr mit dem Fotografen und seinem Angebot zufrieden seid, solltet Ihr sämtliche Absprachen schriftlich festhalten. Üblicherweise haben professionelle Fotografen bereits vorgefertigte Verträge oder Auftragsbestätigungen, die auch Platz für zusätzliche Vereinbarungen vorsehen.

Bevor Ihr nun unterzeichnet, solltet ihr den Vertrag genau studieren und alle offenen Fragen klären. Gute Fotografen gehen mit Euch alle Einzelheiten des Vertrages durch und erklären Euch jeden Punkt. Es sollte z.B. klare Regelungen geben, wenn der Fotograf erkrankt oder aus anderen Gründen den Termin kurzfristig nicht wahrnehmen kann.

Aber was darf der Fotograf denn nun kosten? Der Preis eines Hochzeitsfotografen ist ein häufig lamentierter Kostenfaktor einer Hochzeit. Bei professionellen Hochzeitsfotografen sind Preise zwischen 500 und 6.000 Euro üblich. Das ist natürlich eine große Range und hängt vom Umfang der gewünschten Begleitung und dem Fotografen ab. Holt Euch einfach Vergleichsangebote ein und schaut auf die angebotenen Leistungen. Nur so könnt Ihr sinnvoll vergleichen.

Mit der Auftragsannahme / -bestätigung wird oft eine Anzahlung fällig, die Höhe ist durchaus volatil. Der Restbetrag wird im Regelfall 2 – 4 Wochen vor der Hochzeit fällig. Andere Regelungen, wie z.B. eine Bezahlung bei Übergabe der Bilder ist aber auch denkbar.

 

Der große Tag

Wenn der Tag Eurer Trauung naht, nehmt Ihr am besten noch einmal Kontakt mit dem Fotografen auf und geht mit Ihm den Tagesablauf noch einmal durch. So seid Ihr sicher, dass der Fotograf auch immer dann zur Stelle ist, wenn Ihr Ihn braucht (Getting Ready, Trauung, Anschnitt der Hochzeitstorte, Brauttanz, etc.).

Eine gute Idee ist es, wenn Ihr Eure Gäste bitte auf das Fotografieren mit dem Smartphone zu verzichten. Wenn 50 Leute ein Handy nach oben halten, wird es für den Fotografen schwer ein schönes Bild ohne störende Objekte einzufangen.

Für das Brautpaar Shooting solltet Ihr etwa eine Stunde einplanen. So entstehen einige schöne Bilder und Eure Gäste sind nicht zu lange allein. Alternativ könnt Ihr immer mal wieder ein paar Minuten mit Eurem Hochzeitsfotografen „verschwinden“. So fangt Ihr die unterschiedlichen Lichtstimmungen vom Morgen, über den Tag bis hin zur blauen Stunde ein.

 

Verpflegung Hochzeitsfotograf

Vergesst nicht den Fotografen mit Essen und Getränken zu versorgen. Mal ehrlich: es sieht schon irgendwie peinlich aus, wenn Eure Gäste am Gourmet-Menü schlemmen und die Dienstleister kauen ihr Butterbrot.

Bittet einfach einen Eurer Trauzeugen darum ab und zu nach dem Fotografen zu schauen und Ihm hin und wieder ein Getränk anzubieten. Habt Ihr ein großes Buffet aufgebaut, kann sich der Fotograf selbst bedienen. Gibt es hingegen ein Menü, plant lieber ein Gedeck mehr mit ein.

Fragt den Fotografen am besten wo er sitzen möchte. So wird es wenig stören, wenn er auch während des Essens aufsteht und umherläuft.

 

Die Bilder

Bei einer Ganztagesreportage kommen schnell mal an die 3.000 bis 4.000 Bilder zusammen. Der Fotograf wird diese Bilder für Euch sichten und aussortieren. In der Regel erhaltet Ihr die besten Bilder (etwa 300 – 400 Stück) bearbeitet auf CD oder USB Stick erhalten. Es gibt auch Fotografen, von denen Ihr weit über 1.000 Bilder erhaltet. Meine persönliche Meinung ist, dass Ihr von einer solchen Masse an Bildern erschlagen werdet! 10 mal das gleich Motiv bringt Euch einfach keinen Mehrwert und die Aufgabe des Fotografen ist es eben auch, die absoluten Highlights für Euch zusammenzustellen.

Üblich ist es übrigens, dass das Brautpaar die Bilder erhält ohne dafür noch einmal zahlen zu müssen.

 

Und was sonst noch?

Einige Fotografen bieten Euch auch die Möglichkeit eines Engagement Shootings. Überlegt Euch einfach, ob Ihr nicht ein solches Shooting buchen möchtet.

  1. Zum einen lernt Ihr die Arbeitsweise des Fotografen und seine Art kennen und Ihr könnt Euch schon einmal für das Brautshooting eingrooven.
  2. Zum anderen erhaltet Ihr einige tolle Portrait Aufnahmen, die Ihr für Eure Einladungskarten verwenden könnt.

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